Blue Prince im Test: Rätselspaß auf hohem Niveau                

Das Spiel Blue Prince ist Gamerinnen und Gamern sicher dank der vielen Auszeichnungen bekannt, welches der Indie-Titel letztes und dieses Jahr bei diversen Preisverleihungen eingeheimst hat. Umso größer war dann die Freude, als Nintendo den Titel bei der Indie World im März als sofort erhältlich präsentierte. Das Puzzle-Game wurde von Dogubomb entwickelt und von Raw Fury veröffentlicht und ist für 29,99 € im Nintendo eShop erhältlich.

Dies ist ein Gast-Artikel von Michael Breuer, Redakteur des Big-N-Club e.V.

Mal sehen, ob das von nur einem Mann und über acht Jahre entwickelte Game auch Nintendo-Herzen höher schlagen lässt.

Ein ungewöhnliches Erbe

In Blue Prince schlüpft ihr in die Rolle des jungen Mannes Simon P. Jones. Dieser hat laut Testament das riesige Mt. Holly Anwesen von seinem Großonkel Herbert S. Sinclair geerbt. Es gibt jedoch einen Haken: Das Erbe wird nur rechtskräftig, wenn er den versteckten 46. Raum des Hauses findet. Und so macht ihr euch auf die Suche nach dem mysteriösen Zimmer und entdeckt dabei noch weitere spannende Geheimnisse.

Betretet verschiedene Räume und knobelt euch durchs Anwesen

Blue Prince: Und täglich grüßt das Murmeltier

Blue Prince ist ein Rätselspiel, was Zeit und ordentlich Gehirnschmalz kostet. So betretet ihr bei jedem Gameplay-Loop die Eingangshalle und bewegt euch durchs Anwesen. Hierfür bekommt ihr an jeder geschlossenen Tür eine Auswahl an drei Räumen präsentiert, welche ihr dann an eure aktuelle Position anbauen könnt. In den Räumen findet ihr Gegenstände wie Schlüssel, Schaufeln oder Edelsteine, welche euch den Zutritt zu neuen Passagen ermöglichen. Zudem findet ihr in einigen Zimmern Hinweise zu großen Puzzeln oder kleine, auf einen Raum beschränkte Rätsel. So erkennt ihr die größere Bedeutung der an den Wänden hängenden Bilder und versteckten Schachfiguren erst mit fortlaufender Spieldauer. Zudem befinden sich in manchen Teilen des Hauses Stromkästen oder Wasserpumpen, mit denen ihr Türen öffnen oder unter Wasser stehende Bereiche zugänglich machen könnt – vorausgesetzt ihr findet heraus, wie diese funktionieren. Außerdem stellt ihr bald fest, dass auch außerhalb des Hauses Rätsel auf euch warten. Jeder Zug durchs Haus kostet euch Schritte. Sind all eure Züge verbraucht, startet ein neuer Tag, an dem ihr die Räume wieder neu ausrichten müsst. Codes, Rätsel oder Passwörter, welche ihr bereits geknackt habt, verändern sich jedoch nicht.

Auch außerhalb des Gebäudes erwarten euch Rätsel

Mit dem Stift in der Hand

Das Spiel wird euch in einer realistischen Comic-Grafik in satten Farben präsentiert. Die Sounduntermalung hält sich dezent zurück. Lediglich ein paar Geräusche und wenige Musikakzente begleiten euch bei euren Rundgängen durchs Haus.

Inhaltlich haben es die Rätsel in sich. Wer ein kurzweiliges Erlebnis wie die Professor Layton-Reihe erwartet, wird hier enttäuscht. Die Rätsel sind komplexer, ziehen sich über mehrere Durchgänge und erfordern logisches Denken, Kombination und mathematisches Geschick. Daher ist es ratsam, einen Block und einen Stift neben sich zu haben. Zudem ist das Spiel bisher nur in englischer Sprache spielbar, was bei einigen Rätseln eine gute Sprachkenntnis voraussetzt.  

Das Bild zeigt die Raumauswahl in Blue Prince.
Kombiniert die Räume so, dass keine Sackgassen entstehen

Fazit zu Blue Prince

Pros: 

  • Abwechslungsreiche Rätsel
  • Langzeitmotivation durch immer neuen Progress
  • Detaillierte Grafik
  • Spannende Rahmenhandlung

Cons:

  • Fordernder Schwierigkeitsgrad der Rätsel
  • Englische Sprache erschwert einige Rätsel
  • Notizen machen ist Pflicht

Blue Prince ist kein kurzes Knobel-Spiel, sondern setzt ein längeres Zeitinvestment voraus. Zudem sind die Rätsel sehr komplex und oft nur mit guten englischen Sprachkenntnissen zu lösen. Wer genau so eine Herausforderung sucht, sollte zugreifen. Alle anderen Rätsel-Freunde sollten lieber auf den neuen Professor Layton-Teil warten.

Das Testmuster wurde uns von Raw Fury zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Über Marcel Eidinger 1926 Artikel
Marcel ist im Jahr 1986 geboren, dem Jahr, wo seine Lieblings-Spielereihe ihren Ursprung hat: The Legend of Zelda. Mit seinen nun mehr als 30 Jahren Lebens- und ca. 25 Jahren Nintendo-Erfahrung versucht er euch mit Liebe und Leidenschaft auf dem Laufenden zu halten!

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