Gaming Disorder ist nun als eigenständige Krankheit klassifiziert

Kommen wir heute mal zu einer ganz anderen, aber dennoch relevanten und auch wichtigen News: Es geht um eure Gesundheit! Unser aller Hobby ist natürlich das Videospielen, was natürlich vollkommen legitim ist. Wie bei allen Dingen gibt es auch hier das Problem, das richtige Maß zu finden. Sollte es euch wiederholt nicht gelingen, das Ausmaß eurer Spielesessions zu kontrollieren, könnte es sein, dass ihr an der sogenannten „Gaming Disorder“ leidet.

Dieser Begriff dürfte einigen bereits bekannt sein; neu ist allerdings, dass dieses Phänomen erstmal als eigenständige Krankheit klassifiziert wurde. Sämtliche bekannte Krankheiten und Verletzungen werden weltweit mit Hilfe der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (Abkürzung: ICD) erfasst. Am 1. Januar trat die elfte Revision (ICD-11) in Kraft, wodurch neue Diagnosen, darunter eben auch die Gaming Disorder – oder auch Computerspielsucht – berücksichtigt werden.

Das Bild zeigt Hände, welche mit einem Kabel vom Controller gefesselt sind, bildlich für Gaming Disorder.
Fühlt ihr euch von Videospielen „gefesselt“? Dann sucht einen Arzt auf! / © ChenneiGeekz

Gaming Disorder: Wann folgt eine Diagnose?

Um eine Computerspielsucht diagnostiziert zu bekommen, muss neben der fehlenden Kontrolle über Länge und Regelmäßigkeit der Spielesessions das Verhalten mindestens 12 Monate anhalten und andere Interessen und Aktivitäten deutlich beeinträchtigt und vernachlässigt werden. Außerdem muss das Spielen trotz negativer Konsequenzen – beispielsweise für Beruf oder Familie – fortgesetzt werden.

Durch die Klassifikation der Computerspielsucht könnte diese mehr Aufmerksamkeit erhalten, sodass „bessere und spezifischere Therapien entwickelt werden, die sich auch leichter evaluieren lassen“. In der Vergangenheit griffen Ärzte und Psychologen auf eine Behelfsdiagnose zurück, welche eine „sonstige Störung der Impulskontrolle“ bescheinigte.

Bis die neue Revision Anwendung findet, kann es allerdings noch einige Zeit dauern, denn diese muss erst „übersetzt, modifiziert und in die bestehenden Strukturen hier zu Lande integriert werden“. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) kann dies „noch mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen“.

Videospiele können aber nicht nur krank machen, sondern auch gesund. Neben der körperlichen Gesundheit durch Spiele wie Ring Fit Adventure, kann man auch seinen Geist trainieren – beispielsweise mit Big Brain Academy: Kopf an Kopf. (→ zu unserem Test)

Kennt ihr jemanden, der von Computerspielsucht betroffen sein könnte?
Wieviel Zeit verwendet ihr für das Videospielen?

Quelle: Spektrum
Titelbild: © Financial Express

Über Marcel Eidinger 1771 Artikel
Marcel ist im Jahr 1986 geboren, dem Jahr, wo seine Lieblings-Spielereihe ihren Ursprung hat: The Legend of Zelda. Mit seinen nun mehr als 30 Jahren Lebens- und ca. 25 Jahren Nintendo-Erfahrung versucht er euch mit Liebe und Leidenschaft auf dem Laufenden zu halten!

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