Knockout City: Crossplay-Beta – Angespielt: Wie spielt sich der neue Multiplayer-Titel?

Um eines gleich vorwegzunehmen: Knockout City ist bis jetzt kein schlechtes Spiel, auch wenn ich im Video nur mäßig begeistert wirke. Das lag an meinem entkoffeinierten, unterernährten und schlafentzogenen Zustand heute früh.

Doch nun zum eigentlichen Thema: Seit gestern Nachmittag könnt ihr auf allen Plattformen Knockout City auf Herz und Nieren testen. Diese offene Beta ist für EA von Bedeutung, um die Server-Leistung während des Crossplay zwischen allen Plattformen zu prüfen. Ihr tut dem Entwickler sicherlich noch einen weiteren Gefallen, wenn ihr das Spiel außerdem auf mehreren Plattformen ausprobiert, um die Cross-Save-Funktionalität zu testen. Der Vorteil ist, dass ihr das Spiel dadurch auf jeder beliebigen Plattform mit eurem EA-Konto spielen könnt und euren Fortschritt einfach überall hin mitnehmt.

Der Nachteil regt mich gleich zu Beginn des Videos ein wenig auf, weil ich zu den wenigen gehörte, die noch nicht in den Fängen eines EA-Kontos waren. Doch was tut man nicht alles für die Wissensch… äh… Leserschaft.

Wer keine Lust hat, die doch recht große Demo (7,2 GB) herunterzuladen, kann sich jetzt dieses Youtube-Video anschauen, um einen Eindruck des neuen F2P-Multiplayer-Völkerballs zu bekommen.

Knockout City: Das Gameplay kurz zusammengefasst

Ihr spielt entweder 1 vs.1, 3 vs 3 oder sogar 4 vs. 4 eine rabiatere Version von Völkerball. Ziel ist es in allen Modi mehr Punkte zu haben als das Team. Sieger ist das Team, das zuerst zwei Runden gewinnt. Die Runde gewinnt das Team, welches als erstes zehn Punkte erreicht – also zehn gegnerische Spieler ausschaltet.

Die Action selbst spielt sich recht knackig. Befindet man sich erst einmal im Getümmel, sollte man besser nicht den Überblick verlieren, wenn die Bälle aus mehreren Richtungen angeschossen kommen. Ihr könnt Bälle werfen, fangen und passen, ihnen ausweichen und euch sogar selbst in einen Ball verwandeln, um geworfen zu werden. Letzteres sorgt für einen Meteorartigen Einschlag auf der Karte, den ihr teilweise zielen könnt.

Die Spieler verfügen jeweils über zwei Herzen. Das entspricht zwei Treffern. Diese sind schneller weg, als einem lieb ist. Wichtig für ein gutes Spielerlebnis ist vor allem eine stabile Internetverbindung. Ich denke, dass die Titel so optimiert wurden, dass die Wahl der Plattform relativ egal ist. Velan Studios haben sich außerdem eine geschickte Lösung einfallen lassen, um PC-Spielern ihren Gott gegebenen Vorteil des Zielens mit einer Maus zu nehmen: Zielen ist überflüssig. In Knockout City wird automatisch ein Gegner anvisiert, wenn er euch ins Sichtfeld läuft, der Ball schießt zielsuchend auf ihn los.

Und wie spielt es sich nun?

Die Maps sind abwechslungsreich. Mal springt ihr auf Hochhausausdächern herum, ein anderes Mal kämpft ihr in Hinterhöfen und in der meiner Meinung nach besten Map rennt ihr zwischen fahren Autos herum und könnt jederzeit angefahren werden.

Das Bild zeigt zwei Übersetzungsfehler von Knockout City
Nein, das ist kein billiger Photoshop-Fake: Werfen mich! und Zuerst zu 10 sind zwei der Übersetzungsfehler, die dringend ausgebessert werden solten

Persönlich finde ich die Laufbewegung ein wenig zu langsam, doch man kann zum Glück auch rennen. Die Steuerung mit dem Gleiter gefällt mir auch nicht wirklich, allerdings habe ich bisher auch noch keinen wirklichen Nutzen für das Teil gefunden. Das Kampf-Gameplay geht schnell, geradezu hektisch vonstatten. Mit guten Reflexen könnt ihr Bälle abfangen, wenn ihr in die richtige Richtung schaut. Die Anzeige dafür, aus welcher Richtung der Angriff erfolgt finde ich allerdings unpraktisch. Ihr habt um den gesamten Bildschirm einen schmalen Rand, der lediglich mit einer kleinen Wölbung anzeigt, dass von dort auf euch gezielt wird. Hier wäre ein Ring um den Spieler vielleicht eine bessere Option.

Davon abgesehen macht das schnelle Gameplay und die Comic-Grafik etwas her und ich denke, Fans von Sport-Spielen oder Multiplayer-Titeln im Allgemeinen werden hier auf ihre Kosten kommen.

Was gibt es noch zu sagen?

Wenn ich mal über meine Aversion gegen Online-Multiplayer hinwegschaue und meine mangelnde Begeisterung für Free-2-Play-Titel im Allgemeinen sowie meine Abneigung gegen EA im Besonderen außer Acht lasse, hatte ich doch meinen Spaß mit Knockout City. Genug Spaß sogar, dass ich in der Beta-Phase noch ein paar Runden zocken werde. Diesmal versuche ich mich aber am PC.

Da Knockout City Free-2-Play ist, muss es euch natürlich bei Laune halten. Ihr erhaltet also für jeden Pups am Ende der Runde irgendwelche Erfahrungspunkte, was euch dann alles mögliche an Cosmetics, Skins etc. freischaltet. Als Dank für die Teilnahme an der Beta gibt es ebenfalls zwei einzigartige Skins. Ich mag zwar eine gewisse Personalisierung, aber das hat für meinen Geschmack irgendwann übertriebene Ausmaße angenommen. Allerdings finde ich es cool, dass man sich von Beginn an schon zu festen Teams zusammenschließen kann und auch als Team gemeinsame Skins oder sogar ein personalisiertes Fahrzeug freischalten kann. Das motiviert zur weiteren Zusammenarbeit. Während der Demo bin ich noch auf keine Kaufaufforderung gestoßen, aber da EA seine Finger im Spiel hat, wird dies mit 10000%iger Sicherheit im fertigen Spiel an jeder Ecke aufblitzen. Hauptsächlich dienen jedoch wohl Season-Pässe für die Einnahmen.

Habt ihr die Beta zu „Knockout City“ schon angezockt? Wie gefällt euch der Titel bisher?

Über Roger Hogh 733 Artikel
Baujahr 1987, begann bereits als Zwerg mit einem Sega Master System II zu zocken, der einzigen Nicht-Nintendo-Konsole, die er je besessen hat. Begeisterter Fan von guten Metroidvanias und The Legend of Zelda. Überwiegend Einzelspieler, aber man findet ihn gerne mal bei einer Runde Smash Bros, natürlich als Link.

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