Super Mario 3D World + Bowser’s Fury – fröhlich-bunter Katzenspaß

Bereits im Vorfeld gab es diverse Gerüchte und Vermutungen, dass Super Mario 3D World für die Nintendo Switch erscheinen könnte. Während der Super Mario 35th Anniversary war dann klar, dass der Titel tatsächlich für die Hybridkonsole veröffentlicht wird.

Das ursprünglich im November 2013 für die Wii U veröffentlichte Game konnte aufgrund der mieserablen Verkaufszahlen der Konsole nicht sein volles Potenzial ausschöpfen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Nintendo den Schritt ging und dieses für ihre aktuelle, äußerst erfolgreiche, Konsole portierte. Doch es blieb nicht bei einem einfachen Port: Neben einigen Anpassungen am Originalspiel erhielt der Titel ein Bonusabenteuer – Bowser’s Fury.

Wir haben uns für euch – wenn auch leicht verspätet – den 3D-Platformer genau angeschaut und wollen euch hiermit unsere Eindrücke näherbringen.

Super Mario 3D World

Der dreidimensionale Jump ‘n’ Run-Titel Super Mario 3D World wurde von Nintendo EAD Tokyo und 1-UP Studio entwickelt und erschien hierzulande am 29. November 2013 für die WiiU. Die Entwicklungsabteilung EAD – Entertainment Analysis & Development – fusionierte 2015 zusammen mit Nintendo SPD – Software Planning & Development – zu Nintendo EPD. Diese Abteilung – Nintendo Entertainment Planning & Development – wird seither von Shinya Takahashi geleitet. Der Titel stellt einen Nachfolger zu Super Mario 3D Land dar, welcher für den Nintendo 3DS erschien.

Am 12. Februar 2021 erschien mit Super Mario 3D World + Bowser’s Fury endlich der WiiU-Port des 3D-Mehrspieler-Titels inklusive eigenständigem Bonusabenteuer. Zu Bowser’s Fury werde ich im weiteren Verlauf mehr berichten.

Der Abenteuermodus: Was geschieht dieses mal?

Super Mario 3D World besitzt lediglich einen Spielmodus: den Abenteuermodus. Doch welches Abenteuer gilt es zu entdecken? Wie wir es von der Spielereihe gewohnt sind, ist die Story nie besonders tiefgängig, jedoch kann man darüber trotzdem einige Worte verlieren.

Das Bild zeigt Boeser mit gefangener Fee in "Super Mario 3D World".
Ab ins Glas und schnell weg

Im Pilzkönigreich wird gerade gefeiert und ein Feuerwerk abgehalten, als Toad plötzlich eine transparente Warp-Röhre entdeckt. Da diese in Mitleidenschaft gezogen ist, schreiten Mario und Luigi zu Werke und reparieren diese. Kurz darauf erscheint die Feenprinzessin aus dem Feenland und berichtet, dass Bowser dort eingebrochen ist und die sechs anderen Feen in Gläser gesperrt hat.

Plötzlich taucht Bowser aus der Röhre auf und fängt auch die Feenprinzessin ein, bevor er durch die Röhre wieder verschwindet. Peach springt sofort hinterher, um zu helfen. Daraufhin eilen auch Mario, Luigi und der blaue Toad hinterher und landen im Feenland. Als sie das Land betreten, verschwindet die Warp-Röhre, sodass die Helden keine Möglichkeit haben, wieder zurückzukehren.

Erkundet viele Welten

Im Feenland angekommen, werden wir mit bekannten Leveldesigns konfrontiert. Allerdings ist es hier möglich, sich frei auf der Weltkarte zu bewegen, es befinden sich keine festen Pfade zwischen den Leveln. Insgesamt besteht das Feenland aus 12 Welten, acht normale und vier Bonuswelten.

Jede dieser Welt verfügt über mehrere Level. In diesen müsst ihr die sogenannten Grünsterne sammeln, um die Schlösser der jeweiligen Welten freizuschalten und somit weiter im Spielfortschritt zu kommen.

Besiegt ihr Katzen-Bowser in der achten Welt, schaltet ihr das Bonusspiel Luigi Bros. frei. Dabei handelt es sich um die Arcade-Version von 1983, in der ihr als Mario oder in diesem Fall als Luigi ein Kanalsystem von Gegnern befreien müsst. Dies funktioniert auch mit weiteren Mitspielern.

Die spielbaren Charaktere in Super Mario 3D World

Die Welten können mit unterschiedlichen Charakteren erkundet werden: Mario, Luigi, Peach und dem blauen Toad. In der ersten Bonuswelt lässt sich zudem noch Rosalina freischalten. Wie wir es von Mario gewohnt sind, handelt es sich bei ihm um einen Charakter mit ausgewogenen Fähigkeiten. Die anderen spielbaren Charaktere unterscheiden sich in gewissen Dingen, nachfolgend findet ihr eine kurze Liste darüber:

Das Bild zeigt alle auswählbaren Charaktere in "Super Mario 3D World".
Die Qual der Wahl
  • Luigi kann am höchsten von allen springen und scheint dabei die Schwerkraft leicht auszuhebeln
  • Peach ist der langsamste Charakter, kann dafür rund eine Sekunde in der Luft schweben
  • Der blaue Toad rennt allen davon, denn er ist der schnellste aller Charaktere
  • Rosalina springt nahezu so hoch wie Luigi und kann darüber hinaus einen Drehsprung durchführen, welcher auch als Wirbelattacke fungiert

Genau genommen gibt es einen weiteren spielbaren Charakter: Captain Toad. Diesen kennt ihr sicherlich schon aus dem nach ihm benannten Spiel Captain Toad: Treasure Tracker. Das Spielprinzip stammte jedoch ursprünglich aus den abwechslungsreichen Minileveln, wovon je eins in jeder Welt vertreten ist. Ihr müsst mit dem kleinen Pilzfreund, der nicht springen kann, die Diorama-ähnlichen Level nach Grünsternen durchsuchen, dabei gilt es Hügel zu erklimmen und den Pünktchen zu entkommen.

Power-Ups und Items

Um die Level zu bestehen und zudem Geheimnisse zu entdecken, benötigt ihr sicherlich nicht selten das ein oder andere Power-Up. Für Super Mario 3D World lies sich Nintendo neue Power-Ups einfallen, welche somit in diesem Titel Einzug hielten:

Das Bild zeigt die neuen Items in "Super Mario 3D World".
Neue Verwandlungen
  • Super-Glocke
    • Die Super-Glocke ist golden und verwandelt Mario in Katzen-Mario. Als ebendieser ist es euch möglich, Wände und die Zielstange zu besteigen und euch aus der Luft auf Feinde zu stürzen. Mit seinen Krallen kann Katzen-Mario ebenso Feinde in der Nähe angreifen.
  • Doppel-Kirsche
    • Die Doppel-Kirsche verdoppelt Super Mario. Ein identischer Klon von Mario taucht auf, welcher sich genauso verhält wie der ursprüngliche Mario. Dadurch kann der Spieler bestimmte Schalter aktivieren oder mehr Feinde auf einmal besiegen.
  • Glücksglocke
    • Diese kupferfarbene Schelle verwandelt Mario, genau wie die Super-Glocke, in Katzen-Mario. Allerdings erhält er die Möglichkeit, sich in eine unbesiegbare goldene Statue namens Glückskatzen-Mario verwandeln, wenn er auf den Boden schlägt. Dadurch kann er beim Fallen Münzen sammeln und die meisten Feinde besiegen, die sonst nicht besiegt werden können. Diese erscheint erstmals im zweiten Level 2 der Welt Pilz.

Technische Details zu Super Mario 3D World

Während die WiiU-Version von Super Mario 3D World bei einer Auflösung von 720p lag, liegt die Auflage der Switch zwischen 720p und 1080p, wobei sie tendenziell zuletzt genannte erreicht. Im Handheld-Modus erreicht die Auflösung das technische Maximum des Displays von 720p. Erfreulicherweise läuft der Port des WiiU-Titels mit 60 fps, sowohl im Handheld- als auch im Dock-Modus. Allerdings scheint Nintendo eine Bildrekonstruktion verwendet zu haben, die zu einem subtilen Flimmern führt. Die Schattenbildung des Titels gestaltet sich leicht divergent auf der Switch.

Doch wie macht sich der Titel in der Praxis auf der Hybridkonsole? Wer diesen bereits auf der WiiU gespielt hat, weiß, was ihn erwartet. Auf der Switch laufen und springen Mario & Co. flüssig in der digitalen Welt umher, an der Performance gibt es an sich nichts zu bemängeln.

Das Gameplay lässt so manchen Wunsch offen

Nachdem wir nun die technische Seite behandelt haben, möchte ich zum Kernaspekt eines jeden Spieles kommen: dem Gameplay. Zunächst möchte ich auf die Steuerung eingehen. Wir lenken den jeweils ausgewählten Charakter mit dem linken Joy-Stick – ihr solltet euch bei Verwendung eines Joy-Con also vergewissern, dass dieser kein Driftproblem aufweist, da es sonst sehr schnell frustrierend endet. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Die eh schon leicht schwammige Steuerung erfordert einen möglichst ruhigen und präzisen Daumen, da ihr sonst bei der einen oder anderen Sprungpassage oder engen Pfaden ins Leere tretet.

Der 3D-Effekt spielt den Augen an mancher Stelle einen Streich, sodass ein sicher geglaubter Sprung in die Tiefe führt. An diesen Stellen fällt negativ auf, dass die Kamera dem Spieler starr folgt und nicht geschwenkt werden kann. Spielt ihr mit mehreren Spielern auf dem Bildschirm, fällt zudem teils sehr gravierend ins Gewicht, dass der Fokus auf einen Charakter liegt, der sich gerade in Schwierigkeiten befindet oder einfach weit weg vom Schuss ist. So wird nicht selten der wegweisende Spieler zwangsweise in die Blase geschickt und zum fokussierten Charakter befördert. Generell lässt sich sagen, dass, je mehr Spieler mitspielen, desto komplizierter das akkurate Steuern und Navigieren ausfällt. Bei vier Spielern kommt es eigentlich so gut wie immer dazu, dass sich mindestens zwei Spieler gegenseitig behindern, die Power-ups wegnehmen oder “aus Versehen” in den Tod befördern.

Das Bild zeigt eine chaotische Szene zu viert in "Super Mario 3D World."
Zu viert geht es teils vogelwild zur Sache

Completionists sind in Super Mario 3D World nicht zu beneiden

Die einzelnen Level sind liebevoll designt, des Weiteren wurde darauf geachtet, diese abwechslungsreich zu gestalten. Dies führt dazu, dass sich die Level und Welten frisch anfühlen und kein Gefühl aufkommt, eines in ähnlicher Form bereits abgeschlossen zu haben. Allerdings gilt dies nur für die normalen Welten, denn in den Bonus-Welten wiederholen sich die Settings der Level leider etwas. Jedoch haben diese einen teils knackigen Schwierigkeitsgrad zu bieten. Dies dürfte dem einen oder anderen Completionist graue Haare bereiten.

Ein anderer Aspekt fällt in dieser Thematik aber deutlicher ins Gewicht: die Stempel und die goldene Flagge. Um alle 85 Stempel zu sammeln, müsst ihr nicht nur jedes einzelne Level einfach abgrasen, sondern teilweise mit verschiedenen Charakteren durchspielen. Gleiches gilt für die goldene Flagge, die ihr in einem Level nur bekommt, wenn ihr es jeweils mit allen Charakteren beendet habt. Das mag für manche nicht besonders schwierig klingen, doch das meine ich damit auch gar nicht. Es macht einfach wenig Sinn, ein Level mit verschiedenen Charakteren durchzuspielen. Dies dient nur der Streckung der Spielzeit und bringt keinen sinnvollen Nutzen mit sich.


Bowser’s Fury

Der eigenständige Spielmodus umfasst nach ersten Angaben aus den bereits veröffentlichten Spieletests der Kollegen eine Spieldauer von vier bis acht Stunden, je nachdem, wie ausgiebig ihr die Welt erkundet und ob ihr alle Katzen-Insignien sammeln wollt. Daher ist klar, dass es sich hierbei wirklich nur um ein Bonusabenteuer handeln kann. Das Hauptaugenmerk liegt somit klar auf Super Mario 3D World.

In Bowser’s Fury erkundet ihr das Schmusekatzensee genannte Inselarchipel. Dort bereist ihr zusammen mit eurem neuen Partner Bowser Jr. mehrere Inseln, um Katzen-Insignien einzusammeln und dadurch den randalierenden Bowser aufzuhalten.

Das Bild zeigt den Schmusekatzensee aus "Bowser's Fury".
Der Schmutzekatzensee

Dieses Abenteuer könnt ihr sogar im Koop-Modus zusammen mit einer weiteren Person erkunden. Um die Geheimnisse neuer Inseln zu entdecken, müsst ihr lediglich auf den Rücken des orangefarbenen Dinosaurier-artigen Wesens Plessie springen.

Wut-Bowser zeigt sich von der dunklen Seite

Nicht immer ist alles so schön friedlich und farbenfroh, denn in gewissen Zeitabständen taucht Wut-Bowser auf, um euch mit flammenden Stacheln zu beschießen und mit seinem Feueratem einzuheizen. Haltet ihr lange genug durch, verschwindet dieser – allerdings nur für kurze Zeit.

Um Wut-Bowser ein für allemal den Garaus zu machen, müsst ihr genügend Katzen-Insignien sammeln. Mit diesen lässt sich die Giga-Glocke aktivieren, sodass ihr euch in Giga-Katzen-Mario verwandeln könnt. Nur so habt ihr eine Chance, Wut-Bowser in die Schranken zu weisen.

Das Bild zeigt Katzen-Mario und Bowser Jr. Mit gefundener Katzen-Insignie in "Bowser's Fury".
Sammelt die Katzen-Insignien

Habt ihr bis zum Beginn seines Wutausbruchs nicht genügend Katzen-Insignien gesammelt, müsst ihr entweder während seines Zorns nach weiteren Insignien suchen oder den Sturm aussitzen und seinen Angriffen entkommen, bis er sich wieder beruhigt hat.

Das weitere Erkunden der Open-World

Zum weiteren Erkunden gehört natürlich auch das Freilegen von Geheimnissen durch euren neuen Partner Bowser Jr.. Ihr könnt ihn zu bestimmten Orten lenken. Mit seinem magischen Farbpinsel legt dieser dann verschiedene Power-Ups frei.

Dies funktioniert im Handheld-Modus per Berührung des Touchscreens. Spielt ihr am Dock- oder Tabletop-Modus, verwendet ihr die Bewegungssteuerung der Joy-con oder des Pro Controllers. Diese dienen als Pointer, so wie es schon bei Super Mario Galaxy in Super Mario 3D All-Stars zur Anwendung kam. Im Menü ist zudem einstellbar, wie groß die Hilfe eures Partners ausfallen soll. 

Das Bild zeigt den Koop-Modus in "Bowser's Fury".
Spielt zu zweit

Im Koop-Modus steuert der Mitspieler Bowser Jr. selbst, sodass dieser noch flexibler agieren kann. So könnt ihr gemeinsam Gegner einkesseln und dadurch besser bezwingen. 

Könnt ihr Wut-Bowser während seiner zornigen Phase besiegen, zieht sich dieser zurück, sodass ihr Zugang zu weiteren Arealen beziehungsweise Inseln erhaltet. So könnt ihr Insel für Insel erkunden, bis es zum finalen Showdown kommt.

Nutzung von amiibo in Bowser’s Fury

Auch amiibo-Figuren finden in Bowser’s Fury ihre Anwendung. Ihr könnt jegliche bereits vorhandene amiibo verwenden, um ein zufälliges Power-Up oder ein Extraleben (1-Up-Pilz) zu erhalten. Den gleichen Effekt hat auch die neue Katzen-Peach-Figur. Einerseits enttäuschend, dass diese keinen besonderen Effekt hervorruft, können sich Spieler bei den drei folgenden amiibo auf spezielle Funktionen freuen.

Das Bild zeigt die neuen amiibo für "Super Mario 3D World + Bowser's Fury".
Katzen-amiibo gefällig?

Der neue Katzen-Mario-amiibo schaltet eine Unbesiegbarkeits-Glocke frei. Hierbei handelt es sich um das seltenste Power-Up, da es ansonsten nicht in Super Mario 3D World oder Bowser’s Fury verfügbar ist. Mit dieser verwandelt sich Mario in den weißen Katzen-Mario und ist unbesiegbar, ähnlich, wie bei dem Unbesiegbarkeits-Blatt als weißer Tanuki-Mario.

Mit den amiibo Bowser und Bowser Jr. könnt ihr ausschließlich in Bowser’s Fury Funktionen freischalten. Während Bowser dafür sorgt, dass Wut-Bowser erscheint, entfesselt die Figur von Bowser Jr. eine kraftvolle Schockwelle, welche Gegner in der Nähe kampfunfähig macht und Blöcke zerstört.

Technische Details zu Bowser’s Fury

Das Bonusabenteuer kommt technisch bedauerlicherweise nicht ganz so positiv davon. Während die Auflösung im Handheld-Modus auch das Maximum von 720p erreicht, liegt diese im Dock-Modus leider nicht viel höher und pendelt sich zwischen 720p und 792p ein. Hier kommt es zu keiner Bildrekonstruktion, weswegen das Flimmern hier nicht zum Tragen kommt. Der Fotomodus verbessert die Auflösung und die Details der Schattendarstellung.

Die größte Enttäuschung dürfte die Bildrate darstellen. Während im Dock-Modus zwar 60 fps anvisiert werden, kann es vor allem bei Wut-Bowser-Sequenzen zum Einbruch der Bildrate führen. Ebenso kommt es zu Rucklern beim Übergang zwischen verschiedenen Regionen in der Welt. Leider besitzt Bowser’s Fury im Handheld-Modus lediglich eine Bildrate von 30 fps. Außerdem leidet die Darstellung an Problemen bei der Optimierung der Bildausgabe in aufwändigeren Momenten des Spiels.

Das Bild zeigt Super Mario und Wut-Bowser in "Bowser's Fury".
Vor allem während der Wut-Phase merkt man die schlechtere Performance

Kurzweilige Spielzeit muss nicht negativ sein

Sieht man von der durchschnittlichen Performance ab, erhält man ein äußerst guten ersten Versuch Nintendos, Super Mario in eine Art offene Spielwelt zu befördern. Das zusätzliche Abenteuer kann von Anfang bis Ende mit seiner liebevollen Gestaltung, Umsetzung und dem Soundtrack überzeugen. Bis zum Schluss erwischt man sich immer wieder beim Schmunzeln, da wirklich jedes Detail auf das Katzen-Design ausgelegt ist.

Von dieser neuen Welt hat man ziemlich schnell “alles” gesehen, denn nach ungefähr 3–5 Stunden dürften die meisten mit dieser Erweiterung durch sein. Gehört ihr zu den Sammlern und schließt eure Spiele gerne auf 100 % ab, dürft ihr auf die Spielzeit noch einmal rund drei Stunden draufpacken. Das klingt wenig, muss aber nicht negativ aufgefasst werden.

Denn die Spielzeit ist äußerst kurzweilig. Dies liegt nicht unbedingt an der reinen Spielzeit, sondern an der Qualität dieser. Es ist sehr spaßig, die einzelnen Abschnitte und kleinen Inseln zu bereisen und zu entdecken, dass einem die Zeit kürzer vorkommen kann, als sie eh schon ist.

Das Bild zeigt Katzen-Mario und die bunten Kätzchen in "Bowser's Fury".
Katzen-Mario ist beliebt bei den bunten Kätzchen

Ein Aspekt, welcher die Spielzeit etwas in die Höhe treiben kann, ist der Fakt, dass Bowser sich zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht einfach mehr nach einer festgelegten Zeit zurückzieht. Um der Dunkelheit und Wut-Bowser zu entgehen, müsst ihr dann die nächste Katzen-Insignie einsammeln. So könnt ihr wieder ein paar Minuten “Ruhe” genießen, bevor es erneut stürmt und ihr euer Vorhaben unterbrechen müsst.

Während ihr manche Insignien ohne große Anstrengung bekommt, braucht es für das Sammeln anderer etwas mehr Aufwand. Der Mix aus den verschiedenen Ausgaben ist jedoch äußerst ausgewogen, sodass keine Langeweile aufkommt.

Ihr benötigt weitere Informationen? Dann besucht die offizielle Webseite von Nintendo.

Fazit zu Super Mario 3D World + Bowser’s Fury

Pros:

  • Port eines der besten 3D-Mario-Abenteuers
  • Abwechslungsreiche Level
  • Liebevolle Gestaltung
  • Ausgewogener Schwierigkeitsgrad
  • Charmantes Bonus-Abenteuer mit offener Spielwelt

Cons:

  • Chaotischer Mehrspielermodus
  • Filigrane Steuerung
  • Level-Wiederholungen in den Bonus-Welten
  • Bowser’s Fury ist zu schnell vorbei

Ihr hattet keine WiiU oder das Spiel noch nicht intensiv gespielt? Dann solltet ihr hier definitiv zuschlagen. Mit Super Mario 3D World + Bowser’s Fury erhaltet ihr das ohnehin sehr gute 3D-Jump’n’Run zusammen mit dem gelungenen Bonus-Abenteuer. Alle anderen sollten sich zweimal überlegen, ob sich der Titel für sie lohnt.

Unbestritten haben wir es hier mit einem sehr liebevoll gestalteten Spiel zu tun, welches einen ausgewogenen Schwierigkeitsgrad und abwechslungsreiche Level bietet. Dem gegenüber steht der chaotische Mehrspieler in Super Mario 3D World, die teils filigrane, ungenaue Steuerung. Bowser’s Fury kann spielersch überzeugen, bietet aber leider nur wenige Spielstunden die Möglichkeit, die offene Spielwelt zu entdecken.

Über Marcel Eidinger 1287 Artikel
Marcel ist im Jahr 1986 geboren, dem Jahr, wo seine Lieblings-Spielereihe ihren Ursprung hat: The Legend of Zelda. Mit seinen nun mehr als 30 Jahren Lebens- und ca. 25 Jahren Nintendo-Erfahrung versucht er euch mit Liebe und Leidenschaft auf dem Laufenden zu halten!

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