Nintendo erwirkt einstweilige Verfügung gegen Software-Piraten

Software-Piraten
Eine andere Interpretation eine Software-Piraten.

Nintendo hat eine einstweilige Verfügung des britischen High Court gegen sechs Internetdienstanbieter in Großbritannien erwirkt, um zu verhindern, dass Switch-Spiele illegal heruntergeladen werden. Diese müssen nun den Zugang zu bestimmten ROM-Portalen für zwei Jahre sperren. Diese Domains, sagt Nintendo, bieten raubkopierte Switch-ROMs an.

Zudem glaubt Nintendo, dass diese Domains und Webseiten kommerzieller Natur sind, die durch Werbung finanziert werden. Seitenaufrufe und Popups generieren Einnahmen. Das Problem sei aber laut Nintendo, dass letztere nicht jugendgerecht seien. Zielgruppe für Nintendo-Spiele seien aber eben jüngere Menschen.

Nintendo habe wiederholt ohne Erfolg versucht, die Eigentümer der Webseiten über ihre Anwälte zu kontaktieren, um die Angelegenheit außergerichtlich beizulegen. Die Webseiten können dabei ein und demselben Betreiber gehören, so Nintendo.

Das Bild zeigt die Nintendo Switch, das wohl beliebteste Model von Nintendo.
© GIGA

Richterin bestätigt Verletzung von Urheberrechten: die einstweilige Verfügung

Richterin Joanna Smith hat festgestellt, dass die Inhaber der fraglichen Domains durch Nintendo urheberrechtlich geschützte Inhalte anboten und dass ein großer Teil der illegalen Downloads aus dem Vereinigten Königreich getätigt wurden. Sie stellte des Weiteren fest, dass die Websites tatsächlich die Urheberrechte von Nintendo in Großbritannien verletzen und dass die Websites auch die Markenrechte von Nintendo verletzen, die gegen den Trade Marks Act 1994 verstoßen.

Die Richterin stellte außerdem klar, dass sie die einstweilige Verfügung auf der Grundlage erteilte, dass dies ein „faires Gleichgewicht“ zwischen dem Schutz der Rechte von Nintendo und denen der Öffentlichkeit wäre – und es den Internetdienstanbietern ermöglichen würde, weiterhin fair und legal zu handeln.

Wenn ihr Lust auf ein Spiel mit „richtigen“ Piraten habt, dann schaut euch beispielsweise unsere News zu King of Seas an.

Sollte Nintendo Software-Piraterie noch weiter verfolgen? Oder denkt ihr, dass der Videospielgigant schon genug unternimmt? Schreibt es uns in den Kommentaren.

Quelle: NintendoLife
Bilder: © Nintendo

Über Thomas Ratzke 44 Artikel
Geboren in 1973 gehöre ich wohl schon zum alten Eisen. Videospiele (damals hießen sie noch Telespiele) haben mich schon zu C64-Zeiten begeistert. Meine erste Konsole war der N64, seitdem bin ich Nintendo immer treu geblieben.Primär begeisterten mich die Handheld-Konsolen: PSP, PSVita und natürlich Nintendo (3)DS; aber auch Wii und Wii U haben mich in ihren Bann gezogen.Als ich den ersten Ankündigungstrailer der Nintendo Switch gesehen habe, bekam ich feuchte Augen. Seitdem bin ich von der Konsole fasziniert.Meine Lieblings-Genres sind Rollenspiele, Strategie, Adventure und Knobelspiele.

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