Metroid Prime 3 sollte ursprünglich Open-World-Elemente enthalten

Diese Woche Freitag steht endlich die Veröffentlichung von Metroid Dread an. Dann können Fans endlich den lang erwarteten 2D-Ableger rund um die Kopfgeldjägerin Samus Aran auf dem Planeten ZDR erleben. Doch nicht nur der 2D-Titel ist in aller Munde, auch die 3D-Reihe findet in den letzten Tagen die eine oder andere Erwähnung. Neben der seit Ewigkeiten kursierenden Gerüchte nach einer HD-Version der Metroid Prime Trilogy kommen jetzt sogar Vermutungen nach einem Remake des ersten Teils auf.

Nun hat Bryan Walker, ehemaliger Senior Director von Retro Studios, enthüllt, dass Pläne eines Open-World-Ansatzes für Metroid Prime 3: Corruption verworfen wurden. Dieser war vor seinem Weggang im Jahr 2012 Entwicklungsleiter und Producer bei Retro Studios – nun hat er in einem ausführlichen Video-Interview mit Kiwi Talkz die Details verraten.

Laut Walker hatte der Director der Metroid Prime-Reihe, Mark Pacini, ehrgeizige Pläne für das dritte Spiel der Serie, in dem Samus in ihrem Schiff eine weniger lineare Spielwelt erkunden sollte. Während einige der Elemente von Pacinis ursprünglichem Konzept modellhaft übernommen wurden, erwiesen sich die Open-World-Elemente letztendlich als zu groß.

Das Bild zeigt Samus Aran in "Metroid Prime 3" mit Raketenarm.
Gib mir meine Open World – oder es knallt!

Bryan Walker über die Pläne in Metroid Prime 3: Corruption

Mark kam mit einer interessanten Wendung in der Vision und einigen der Formeln für Metroid Prime 3 im Vergleich zu Metroid Prime 2. Wir wollten das Raumschiff in hohem Maße als spielbares Element nutzen, und das hatten wir bis zu einem gewissen Grad in Prime 3, aber Mark dachte viel ehrgeiziger.

Es gab auch eine offene Welt, die viel weniger linear war, die er vorschlug und von der das Team begeistert war. Wir waren nicht in der Lage, viele dieser Prototypen zu erstellen, weil sie sehr groß waren. Wir hatten zwar einige Schiffsprototypen, aber die offene Welt war viel größer.

Tatsächlich druckte Mark als eine seiner visuellen Hilfen dieses Origami-Samus-Schiff aus. Er hatte das Netz des Samus-Schiffs genommen und ein Programm benutzt, das es im Grunde zu einem Papiermodell entfaltete. Wir hatten also dieses Samus-Schiff aus Pappe, das er ausgemalt hatte, und es sah großartig aus! Ich glaube, wir könnten es heute verkaufen.

Bryan Walker, ehemaliger Senior Director von Retro Studios

Letztlich wurden die Pläne allerdings verworfen; nur stark geskriptete Schiffssequenzen schafften es in das endgültige Spiel. Ein möglicher Grund für die Kehrtwende waren die unerwarteten Hardware-Spezifikationen der Wii. Retro Studios hatte laut Walker erwartet, dass sie viel leistungsfähiger sei.

Obwohl weder Bryan Walker noch Mark Pacini bei Retro Studios arbeiten, könnte das Konzept einen Hinweis darauf geben, in welche Richtung sich Metroid Prime 4 entwickeln könnte. Es bleibt abzuwarten, wann Nintendo erste Details zu dem ehrgeizigen neuen Projekt zeigt.

Wie hättet ihr einen Open-World-Ansatz für „Metroid Prime 3“ gefunden? Denkt ihr, dass diese Idee für den neuen Ableger eine Rolle spielen könnte?

Quelle: Videogameschronicle
Bilder: © Nintendo

Über Marcel Eidinger 1414 Artikel
Marcel ist im Jahr 1986 geboren, dem Jahr, wo seine Lieblings-Spielereihe ihren Ursprung hat: The Legend of Zelda. Mit seinen nun mehr als 30 Jahren Lebens- und ca. 25 Jahren Nintendo-Erfahrung versucht er euch mit Liebe und Leidenschaft auf dem Laufenden zu halten!

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*