Bloomberg-Bericht: Entwickler arbeiteten mit 4k-Devkit – Nintendo dementiert

Nach einer etwas längeren Pause sprechen wir ein weiteres Mal über Aussagen bezüglich einer Switch Pro beziehungsweise eines Modells, welches 4k-Auflösung bieten soll. Bereits im letzten Jahr berichtete Bloomberg davon, dass mehrere externe Entwickler verlauten ließen, dass Nintendo sie gebeten habe, Spiele für die höhere Auflösung vorzubereiten. Ein neuer Bericht des Medienunternehmens geht nun einen Schritt weiter und nennt sogar ein potenzielles Entwicklerstudio.

Mitarbeiter von elf Spielefirmen sagten, dass ihre Teams im Besitz von Nintendos 4K-Entwicklungskit für die Switch waren. Die Unternehmen stammen aus der ganzen Welt, von großen Publishern bis hin zu kleinen Studios, darunter auch mindestens ein Unternehmen, das noch nie ein Konsolenspiel entwickelt hat. Laut Angaben von Mitarbeitern handelt es sich um Zynga Inc.. Diese wollen allerdings nicht genannt werden, weil sie nicht befugt waren, öffentlich über ihre Projekte zu sprechen.

Nach der Veröffentlichung bestritt die Zynga-Sprecherin Sarah Ross in einer Stellungnahme, was die mit der Sache vertrauten Personen sagten: „Um das klarzustellen: Zynga hat kein 4K-Devkit von Nintendo“. Diese Reaktion ist absolut nachvollziehbar, handelt es sich schließlich um vertrauliche Informationen.

Nintendo dementiert die Bloomberg-Aussagen

In einem Tweet bestritt Nintendo nach Veröffentlichung des Bloomberg-Berichts, dass es Tools für die Entwicklung von 4K-Spielen bereitstellt und wiederholte, dass es „keine Pläne“ für ein neues Switch-Modell neben der OLED-Variante hat. Dies ist äußerst bemerkenswert, denn es ist das erste Mal, dass der Videospielgigant auf Gerüchte zu einem neuen Konsolen-Modell reagiert. Der Grund dafür ist naheliegend: Nintendo versucht, Investoren zuvorzukommen, bevor diese eigens nach weiteren Informationen suchen.

Im Business läuft es einfach so, dass offensichtliche Dinge abgestritten werden, um dafür zu sorgen, dass das aktuelle Geschäft wächst und die Geldgeber weiterhin investieren, bis die Zeit für eine neue Enthüllung gekommen ist. Zudem steht die Markteinführung des Nintendo Switch OLED-Modells kurz bevor. Nintendo ist sicher daran gelegen, dass sich dieses gut verkauft. Die Stellungnahme dient also auch dazu, die potenziellen Käufer zu beschwichtigen und somit einem Umsatzverlust im vierten Quartal 2021 zu entgehen.

Nintendo und die Hardware-Revisionen

Auch die Wortwahl bei Aussagen von Verantwortlichen ist immer sehr wichtig. Wenn Nintendo sagt, dass sie an keinem neuen Switch-Modell arbeiten, dann ist die Aussage insofern korrekt, dass sie stattdessen eine Switch Pro, Switch Advance oder was auch immer entwickeln. Auch in der Vergangenheit war Nintendo immer darauf bedacht, zu bekräftigen, dass sie an keiner neuen Revision arbeiten. Das war kurz vor Enthüllung der Switch Lite der Fall, aber auch beispielsweise bei dem Nintendo 3DS XL.

Klar ist, dass Nintendo definitiv an neuer Hardware arbeitet. Das haben diverse Verantwortliche bereits mehrfach kundgetan. Dies ist nichts Außergewöhnliches, benötigt die Entwicklung neuer Konsolen schließlich einige Jahre Vorlaufzeit. Doch dies scheint nicht die neue Generation von Nintendo-Hardware zu sein.

Das Bild zeigt das Switch OLED-Modell, welches auch schon von Bloomberg vermutet wurde.

Existiert tatsächlich eine zweite Revision?

Bloomberg berichtete bereits vor mehr als einem Jahr über Details eines neuen Modells, darunter das größere OLED-Display, die Veröffentlichung im Herbst und der höhere Preis. Allerdings war auch die Sprache von einem schnelleren Chip seitens Nvidia, der mithilfe von DLSS 4K-Grafiken bei Betrieb an einem Fernseher ermöglichen sollte. Aber die 4K-Fähigkeit wurde nicht realisiert.

Es ist unklar, wann genau das Design geändert wurde. Laut einer Person, die mit Nintendos Hardware-Planung vertraut ist, war der Grund dafür die Verknappung von Komponenten, ein weitreichendes Problem, das durch die Covid-19-Pandemie entstanden ist. Doch ist dies der wahre Grund? Könnte es nicht sein, dass sich das OLED-Modell und eine weitere Revision zeitgleich in der Entwicklung befanden?

Einige Insider und Leaker gehen davon aus, dass neben der OLED- auch eine Pro-Variante in der Mache ist. Zumindest behaupten diese, dass eine Switch Pro existiert. Auch wir berichteten davon und fragten zeitgleich, ob das OLED-Modell nicht vielleicht sogar nur eine Zwischenlösung ist.

So könnte Nintendo dafür sorgen, dass zunächst möglichst viele Leute das OLED-Modell erwerben, um im weiteren Verlauf eine leistungsstärkere Revision anzukündigen. Diese könnte im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Breath of the Wild 2 stehen, welche gerüchteweise intern auf das Vorweihnachtsgeschäft 2022 verschoben wurde. Das langerwartete Sequel könnte dann zeitgleich mit dieser neuen Revision erscheinen und für ein perfektes Weihnachtsgeschäft sorgen, falls alle benötigten Komponenten zur Verfügung stehen.

Glaubt ihr (noch) an eine leistungsstärkere Variante in der aktuellen Konsolengeneration Nintendos?

Quelle: Bloomberg

Über Marcel Eidinger 1414 Artikel
Marcel ist im Jahr 1986 geboren, dem Jahr, wo seine Lieblings-Spielereihe ihren Ursprung hat: The Legend of Zelda. Mit seinen nun mehr als 30 Jahren Lebens- und ca. 25 Jahren Nintendo-Erfahrung versucht er euch mit Liebe und Leidenschaft auf dem Laufenden zu halten!

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