TENS! – Zahlenrätsel für Jung und Alt

Als ich vor wenigen Tagen meinen ersten Artikel zu TENS! schrieb, habe ich nicht erwartet, dass sich so schnell erneut die Möglichkeit bieten wird, euch von dem Titel zu berichten. Dennoch hatte ich die Möglichkeit, das Spiel in Zusammenarbeit mit meiner liebsten Schwester zu testen und ich freue mich darauf, euch davon zu berichten. Überraschenderweise hat sich der Titel für uns als wahres Juwel entpuppt und ich bin sehr froh, dass ich durch den Nintendo eShop darauf aufmerksam geworden bin.

TENS! – Der Trailer und einige Randinformationen

Bei TENS! handelt es sich um ein Spiel, welches sich mit Zahlenpuzzlen beschäftigt. Auch bei diesem Titel handelt es sich nicht wirklich um ein neues, speziell für die Nintendo Switch entwickeltes Spiel. Ursprünglich erschien der Titel bereits im Jahre 2017 für mobile Endgeräte. Hinter dem Spiel steht das Entwicklerstudio Kwalee, welche im Handy-Spiele-Universum relativ bekannt sind. Auf der Nintendo Switch sind sie eher unbekannt.

Das grundlegende Spielprinzip

Im Mittelpunkt von TENS! stehen die Zahlen. Und zwar nicht nur irgendwelche Zahlen, sondern Würfelzahlen. Von eins bis sechs ist also alles dabei. Jedes Spielfeld ist quatratisch, fünf Felder lang und breit.

Unser Ziel ist es, ein Tens zu bilden. Das bedeutet wir müssen in einer Reihe die Augenzahl zehn erreichen, egal ob horizontal oder vertikal. Schaffen wir das, wird die Reihe gelöscht und wir sammeln Punkte.

Zum Erreichen der zehn müssen wir wiederum unsere Würfel auf dem Feld plazieren. Hierbei gibt es normale Würfel, doppelte Würfel und dreifache Würfel. Bei doppelten Würfeln sitzen zwei Würfel mit verschiedenen oder auch gleichen Augenzahlen nebeneinander. Bei dreifachen Würfeln sitzt auf einem doppelten Würfel nach oben noch ein einfacher Würfel. So entsteht eine Ecke.

Die Augenzahlen, welche die Würfel zeigen, sind fix und können von uns nicht geändert werden. Es ist aber möglich durch das Drücken von R oder auch L die Steine zu drehen. Positionieren wir dann den Stein auf dem Spielfeld, werden die Augenzahlen vom System automatisch zusammengerechnet.

Das Bild zeigt die Charakterauswahl von "TENS!".
Die grundlegende Frage nach Männlein und Weiblein darf natürlich auch nicht fehlen

Drei unterschiedliche Modi

Teil von TENS! sind drei unterschiedliche Modi. Unterschieden wird zwischen der Kampagne, dem Endlosmodus und dem Multiplayer. Was die verschiedenen Modi für Möglichkeiten bieten, schlüssele ich euch im Folgenden auf.

Das Bild zeigt den Auswahlbildschirm.
Es hat eine Weile gedauert bis wir festgestellt haben, dass es auch eine deutsche Sprachausgabe gibt

Die Kampagne – 74 Level bis ans Limit

Der Kampagnenmodus ist sozusagen der Storymodus des Spieles. Eine richtige Story gibt es allerdings nicht, um das direkt mal vorweg zu sagen. In diesem Modus starten wir auch. Nach einem kleinen Tutorial, geleitet von einem nett animierten Eulerich, sind wir auf uns alleine gestellt.

Das Bild zeigt ein Levelziel.
Dieses Mal benötigt man für drei Sterne 40 Punkte

Ziel im Kampagnenmodus ist es, so viele Punkte wie vorgegeben zu sammeln. Hat man einen Highscore von 50 vorgegeben, reicht es aber theoretisch auch, wenn man 20 Punkte sammelt. Dann erhält man jedoch nur einen Stern und nicht drei. Je höher das Level, desto mehr Punkte muss man sammeln, um alle drei Sterne zu bekommen.

Zudem gibt es im Laufe des Modus‘ unterschiedliche Bosskämpfe. Diese sind wie der lokale Mehrspielermodi gestaltet. Je weiter man fortschreitet, desto schneller und intelligenter agieren die Gegner.

Unterschiedliche Welten und besondere Felder

Das Bild zeigt eine Welt, welche sich thematisch mit dem Thema Schnee befasst.
Egal ob Schnee und Eis oder auch die Wüste, alle Klassischen Themen werden aufgegriffen

Der Kampagnenmodus ist in unterschiedliche Welten unterteilt, welche sich im Normalfall durch ein eigenes Design und besondere Felder auszeichnen. Weitere Funktionen haben die verschiedenen Welten aber nicht.

Untergliedert sind diese in jeweils sieben Level, von denen eines ein Endboss-Kampf und eines ein Zwischenboss-Kampf ist. Ein amüsantes Detail: Viele Endgegner sind Tiere. Die Zwischenbosse wiederum haben ein eher menschliches Design. Alle besiegten Bosse können nach einem erfolgreichen Kampf als Charakter gewählt werden.

Dass Bild zeigt besondere Felder in dem Spiel "TENS!".
Besondere Felder verleihen dem Spiel erst eine gewisse Würze

Unter besonderen Feldern versteht man Felder, welche eine bestimmte Funktion wahrnehmen. So gibt es zum Beispiel ebensolche, welche die Steine der Augenzahlen ändern oder jene, die Würfel in eine bestimmte Richtung verschieben. Ein weiteres Feld verbrennt die Steine, die auf ihm landen. Diese Felder geben dem Spiel noch einmal eine ganz besondere Note.

Der Endlosmodus – Schlage deinen eigenen Highscore

Das Bild zeigt das grundlegende Spielprinzip von "TENS!"
Würfel gibt es in verschiedenen Formen und Farben

Der Endlosmodus bietet das, was man auch im ersten Moment vermutet. Endlosen Spaß, bis man keine Züge mehr machen kann. Hier läuft es wie im Kampagnenmodus, allerdings hat man kein Punkteziel vorgegeben. Man versucht einfach so lange zu überleben wie man kann, und so viele Tens zu bilden, wie nur irgendwie möglich.

Multiplayer – Lokaler Mehrspielerspaß

Das Bild zeigt ein Spiel, in welchem gegeneinander angetreten wird. Es handelt sich um eine Szene aus "TENS!".
Sowohl gegen CPUs, wie auch lokal gegen einen anderen Spieler kann man antreten

TENS! kann mit bis zu zwei Personen gespielt werden. Diese Personen brauchen jeweils einen Joy-Con. Und dann geht die Party ab. Beide Spieler haben ihr eigenes Feld und müssen ihre eigenen Tens bilden. Die Steine sind vorgegeben, jeder Spieler erhält dieselben Steine.

Hat man es erfolgreich geschafft, ein Tens zu bilden, sendet man dem Gegner Steine. Diese Steine erscheinen auf dem Feld des Gegners und machen ein Feld dicht. Sie können allerdings aufgelöst werden, indem man erfolgreich einen Tens in der Reihe des Steines bildet.

Der Spieler, der am längsten handlungsfähig bleibt, gewinnt. Handlungsunfähig ist man, wenn man keine Steine mehr plazieren kann. Wichtig zu wissen ist, dass man das Spiel ausschließlich lokal zu zweit Spielen kann. Einen Online-Modus gibt es nicht.

Da Bild zeigt einen Gewinnbildschirm in dem Spiel "TENS!".
Diesen Kampf konnte ich zum Glück für mich entscheiden

Was man ebenfalls wissen muss, ist die Tatsache, dass man sich in diesem Modus beim Plazieren der Steine nicht unendlich lange Zeit lassen kann. Im normalen Modus gibt es keine Zeitbeschränkung, tritt man gegen jemanden an allerdings schon. Irgendwann erscheint die Ansage „Hurry up“ mit einer Uhr daneben. Setzt man den Stein in dieser Zeit nicht, wird er auf der Stelle platziert, an der man sich gerade befindet.

Ideen für die Entwickler

TENS! ist nicht perfekt, dennoch handelt es sich um ein nettes Spiel für zwischendurch. Ein gewisses Suchtpotenzial besitzt es auch. Schließlich hat meine Schwester am ersten Abend direkt mal die ersten 50 Level durchgespielt.

Trotzdem hätten wir ein paar Ideen, welche das Spiel noch interessanter machen würden. Zum Beispiel fände ich es interessant, wenn man im Mehrspielermodus einstellen könnte, wie viele Punkte man für einen Tens benötigt. Sodass man anstelle von zehn Punkten pro Reihe auf einmal 15 braucht.

Des Weiteren wäre eine interessante Möglichkeit, wenn man nicht direkt gegeneinander spielt, sondern beide auf einen bestimmten Highscore hinarbeiten. Der, der ihn zuerst erreicht, gewinnt dann das Spiel.

Zudem fänden wir es schön, wenn es im Mehrspielermodus einen Zähler geben würde, der anzeigt, wer wie oft gewonnen hat.

Mein Fazit zu TENS!

Pros:

  • Gutes Spiel für zwischendurch
  • Entspannende Musik
  • Suchtpotenzial
  • Spricht jung und alt an
  • Lokaler Mehrspielermodus

Cons:

  • Wenige Level
  • Kaum Auswahlmöglichkeiten im Mehrspielermodus
  • Kein Onlinemodus
  • Etwas überteuert

Was mich ehrlich überrascht hat war die Tatsache, wie gut mir TENS! tatsächlich gefällt. Zwar bietet das Spiel recht wenig Abwechslung, aber es macht einfach Spaß, Tens zu bilden. Dennoch musste ich ein paar Punkte abziehen. Einerseits wegen der fehlenden Möglichkeiten, besonders im Mehrspielermodus, andererseits aber auch wegen des Preises. Normalerweise kostet das Spiel im Nintendo eShop 14,99 €, angemessen wären aktuell maximal 10,00 € in meinen Augen.

Das Testmuster wurde uns von Kwalee Ltd zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Über Caren Koch 657 Artikel
Geboren im Jahre 1997 bin ich wirklich froh darüber, mich noch ein echtes 90er-Unikat nennen zu können.Geboren und aufgewachsen bin ich im Saarland, wohne und arbeite auch immer noch hier. In meinem Job als chemisch technischer Assistent habe ich sehr viel mit Zahlen und Rechnen zu tun, das Zocken ist daher ein nette Abwechslung für mich.Meine erste Konsole war eine NES. Ich besitze auch heute noch eine und liebe sie abgöttisch. Neben der NES habe ich noch zwei Nintendo 3DS-Systeme und natürlich eine Nintendo Switch. Meistens Spiele ich Jump`n`Run und Strategiespiele, bin aber allem gegenüber offen. Was ich nicht so mag sind Horror- und Actionspiele, wobei es auch hier natürlich Ausnahmen gibt. Auf der Switch ist mein aktuelles Lieblingsspiel Monsters 2, wobei ich auch für eine Partie Overcooked 2 mit meiner Schwester immer zu haben bin.

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