Story of Seasons: Friends of Mineral Town – Harvest Moon-Feeling vom Feinsten

Ich kann überhaupt nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich einen Review-Code zu Story of Seasons: Friends of Mineral Town erhalten habe. Unschlagbare drei Wochen vor Release. Der Remake des Game Boy Advance-Klassikers Harvest Moon: Friends of Mineral Town wird am 10. Juli 2020 erscheinen. Neben dem Hauptspiel sind auch alle zusätzlichen Inhalte aus Harvest Moon: More Friends of Mineral Town Inhalt des Remakes.

Einmal Harvest Moon, für immer Story of Seasons?

Manche von euch sind jetzt vielleicht etwas verwirrt. Wie kann aus Harvest Moon auf einmal Story of Seasons werden? Das sind ja schließlich zwei eigentlich getrennte Spieleserien. Tja, die Antwort darauf ist relativ einfach. Begründet im Jahre 1996 mit dem ersten Harvest Moon für den Super Nintendo haben die Publisher Marvelous Entertainment und Natsume bis ins Jahr 2013 zusammen gearbeitet. Während Natsume sich eher auf den Vertrieb der Spiele konzentrierte, befasste sich Marvelous Entertainment mit der Entwicklung der Spiele (durch Marvelous Interactive).

Wie so oft kam es aber im Laufe der Jahre zu Streitereien zwischen den Konzernen. Bei der Frage, wie es mit der Harvest Moon-Serie weitergehen sollte, kamen die beiden Pateien nicht mehr auf einen gemeinsamen Nenner. Was folgte, war ein riesiger Streit im Jahre 2013 über die Lizenzrechte an dem Namen Harvest Moon. Dieser gehört nämlich Natsume, wenngleich Marvelous Entertainment wesentlich mehr – von der Entwicklerseite aus gesehen – geleistet hat.

Von nun an wurden alle Farmsimulationen von Marvelous unter dem Namen Story of Seasons veröffentlicht, Natsume nannte seine Spiele weiterhin Harvest Moon. Daher ist in Harvest Moon schon lange nicht mehr das drin, was den Charme der Spieleserie früher ausmachte. Viele Fans haben das auch bemerkt und ihrem Ärger darüber immer wieder auf diversen Internetseiten Luft gemacht.

Das ist auch der Grund dafür, warum das Remake einen anderen Namen trägt als das Original. Für viele Fans ist dieser Titel dennoch ein Hoffnungsträger. Darauf, dass die Vergangenheit verbessert und in einem neuen Gewand zurückkehrt und es endlich wieder ein Spiel gibt, welches den Namen Harvest Moon tatsächlich verdient hat.

Story of Seasons: Friends of Mineral Town – Eine altbekannte Story

In Story of Seasons: Friends of Mineral Town erwartet uns eine altbekannte Story. Es ist schon lange her, damals waren wir ein Kind. Eigentlich hatten unsere Eltern uns einen tollen Urlaub versprochen. Wir wollten gemeinsam endlich mal wieder aus der Stadt raus, das Land unsicher machen. Leider haben wir aber keine Zeit, wie das bei Erwachsenen eben so ist.

Stattdessen schicken sie uns ein paar Wochen zu unserem Opa. Er hat eine Farm etwas außerhalb von Mineralstadt, einem kleinen Dorf mitten im Nirgendwo. Dort lebt er gemeinsam mit Hühnern, Pferden und Schafen. Sein Geld verdient er mit dem Anbau von verschiedenen Gemüse- und Obstsorten.

Unser Urlaub auf der Farm ist ein riesiges Abenteuer. Nicht nur, dass wir dort einige neue Freunde finden, wir dürfen auch auf dem Pferd und der Kuh reiten und sogar Angeln bringt Opa uns bei. Eigentlich haben wir vor, wiederzukommen. Doch schneller als gedacht sind wieder 20 Jahre ins Land gegangen und alles hat sich verändert.

Uns erreicht eines Tages nämlich ein Brief. Sein Inhalt ist traurig und sorgt dafür, dass wir uns direkt auf den Weg nach Mineralstadt machen. Denn dort erwartet uns nicht nur ein großes Erbe, sondern auch ein komplett neues Leben.

Zu Beginn erst mal etwas Charaktergestaltung

Zu Beginn des Spieles stehen wir erstmal vor einer grundlegenden Frage: Wollen wir als Mann oder als Frau spielen? Final hat diese Entscheidung keine großen Auswirkungen auf das Spiel an sich. Alle Personen können die selben Handlungen ausführen. Jeder kann Farmarbeit verrichten, in verschiedenen Minen Edelsteine und Erze abbauen und Tiere versorgen.

Ein interessantes Detail am Rande: In Harvest Moon: Friends of Mineral Town spielte man zwingend einen Jungen. Es war dort noch nicht möglich, einen weiblichen Charakter zu wählen. In Harvest Moon: More Friends of Mineral Town spielte man zwingend ein Mädchen. Hier war es nicht möglich, sich einen männlichen Charakter zu erstellen. Beide Ideen wurden also in Story of Seasons: Friends of Mineral Town vereint.

Für jeden Charakter hat man zwei unterschiedliche Designs und drei Hautfarben zur Auswahl. Zudem kann man seinem Charakter einen eigenen Namen geben – dieser darf nicht länger als acht Zeichen sein – und sich einen Geburtstag aussuchen. Als weitere Neuerung ist es möglich, sich einen Schwierigkeitsgrad auszusuchen.

Einfacher oder normaler Modus?

Zum ersten Mal in der Harvest Moon– und auch in der Story of Seasons-Reihe kann man zwischen zwei unterschiedlichen Modi wählen. Neben dem normalen Modus, in welchem man mit einer kleineren Menge Geld und ohne irgendwelche Besonderheiten startet, hat man die Option, in den einfachen Modus zu wechseln.

In diesem hat man von Beginn an mehr Geld zu Verfügung und besitzt bereits zwei Felder mit Steckrüben. Des Weiteren lässt sich die Zuneigung der Bewohner einfacher steigern und die Artikel, welche man vekauft, geben mehr Geld.

Die Wahl der Schwierigkeit ist bindend. Man kann sie im Laufe des Spieles nicht mehr ändern. Also solltet ihr euch gut überlegen, ob ihr es euch einfacher machen wollt oder nicht. Ich halte den einfachen Modus prinzipiell für eine gute Idee. Nicht unbedingt für die alteingesessenen Fans der Reihe, sondern eher für Neueinsteiger. So kann man das Abenteuer genießen, ohne permanent auf das Geld achten zu müssen. Außerdem ist es gerade für jüngere Kinder interessant, so wird das Spiel nicht direkt frustrierend.

Story of Seasons: Friends of Mineral Town – Der Startbildschirm und das Menü

Der Startbildschirm ist sehr übersichtlich gestaltet. In der Mitte des Bildes befindet sich unser Charakter. Diesen können wir ganz leicht mit dem linken Joystick in alle Richtungen bewegen. Springen ist wie in allen anderen Harvest Moon-Spielen nicht möglich.

Am linken unteren Bildschirm befindet sich unsere Werkzeugtasche. Diese hat zu Beginn des Spieles vier Plätze, sie kann aber durch einen größeren Rucksack auf zwölf Plätze erweitert werden. Durch das Steuerkreuz auf dem linken Joy Con ist es möglich, zwischen den einzelnen Werkzeugen zu wechseln. Verwenden kann man sie durch Drücken von Y.

Am rechten unteren Rand des Bildschirm befindet sich unser Inventar. Dieses bietet zu Beginn des Spieles Platz für acht Items. Man kann den Rucksack aber auf bis zu 24 Plätze erweitern lassen. Möchte man etwas aus seiner Tasche holen, kann man den Joystick des rechten Joy-Con verwenden. So kann man alle Items aus dem Rucksack in die Hand nehmen um sie beispielsweise zu verschenken. Eine wichtige Neuerung im Vergleich zum Original: Gleiche Objekte stapeln sich im Rucksack bis zu neunfach aufeinander.

In der linken oberen Ecke befindet sich unsere Ausdauer und unsere Erschöpfung. Bei der Erschöpfung unterscheidet man zwischen vier unterschiedlichen Stufen. Dazu findet ihr im Folgenden genauere Informationen.

In der rechten oberen Ecke befindet sich die Anzeige der aktuellen Tageszeit, des gerade laufenden Tages, des Wetters und der Jahreszeit. Auch hierzu findet ihr im Folgenden genauere Informationen.

Das Menü

Durch den Druck des X-Knopfes können wir ins Menü gehen. Dort finden wir insgesamt sieben Reiter vor:

  • Einstellungen: Hier kann man die Lautstärke der Musik einstellen. Zudem kann man zwischen drei vorgegebenen Tastenbelegungen wechseln
  • Farm Infos: Hier können wir sehen, wieviele Tiere zur Zeit auf unserer Farm leben, wieviel Futter wir haben und weitere wichtige Informationen zu unserem Charakter
  • Gegenstände: Eine weitere Möglichkeit auf unseren Rucksack zuzugreifen. Hier können wir diesen auch neu sortieren
  • Tagebuch: Hier können wir das Spiel zu jeder Zeit speichern oder einen anderen Spielstand laden
  • Werkzeuge: Eine weitere Möglichkeit auf unsere Werkzeugtasche zuzugreifen. Hier können wir diese ordnen und neu sortieren
  • Karte: Zugriffsmöglichkeit für die Stadtkarte und die Farmkarte
  • Beziehungen: Hier können wir die Beziehungen zu den Tieren, den einzelnen Bewohnern, unseren Haustieren und den Naturgeistern nachlesen. Bei möglichen Ehepartnern sehen wir hier auch die Anzahl der bereits erreichten Herzen.

Wichtig ist, dass wir immer gute Laune haben

In Story of Seasons: Friends of Mineral Town gibt es zwei Parameter, welche bestimmen, wieviel wir täglich leisten können. Man unterscheidet zwischen Ausdauer und Erschöpfung.

Die Ausdauer wird wie bereits erwähnt in der oberen rechten Ecke durch rote Beeren angezeigt. Zu Beginn des Spieles besitzen wir 150 Ausdauerpunkte. Diese verbrauchen sich durch die Verwendung von Werkzeug. Im Laufe des Spieles ist es möglich, die Ausdauer zu erhöhen. Dazu müssen wir lediglich die im Spiel versteckten Powerbeeren finden.

Alles will ich euch natürlich nicht verraten, aber eine Beere kann man beispielsweise in der Mine finden. Eine weitere erhaltet ihr, wenn ihr fleißig das Feld umgrabt.

Gestern war ein harter Tag

Hat man keine Ausdauer mehr, kann man dennoch weiterarbeiten. Hier kommt dann die Erschöpfung ins Spiel. Diese unterteilt sich in vier verschiedene Stufen. Hat man die letzte Stufe erreicht, sollte man unter keinen Umständen weiterarbeiten. Sonst kippt man um und erwacht in der Klinik wieder. Der Tag wird dann direkt beendet.

Die Erschöpfung lässt sich im Gegensatz zur Ausdauer nicht nur durch die Verwendung von Werkzeug reduzieren. Sie nimmt auch ab, wenn wir spät in der Nacht oder bei schlechtem Wetter draußen arbeiten. So kann es passieren, dass wir umkippen, obwohl wir noch ausreichend Ausdauer zur Verfügung haben.

Der Arzt – unser Freund und Helfer

Ein kleines Detail am Rande: Geht man vollständig erschöpft ins Bett verschläft man am nächten Morgen. Der Tag beginnt dann nicht wie üblich um 6 Uhr, sondern erst um 8 Uhr.

Ausdauer und Erschöpfung regenerieren

Ausdauer und Erschöpfung lassen sich auf drei verschiedene Wege regenerieren. Zum einen ist es möglich etwas zu essen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob wir unser Essen selbst kochen oder es in fertiger Form in der Gaststätte kaufen. Dies regeneriert allerdings nur unsere Ausdauer, nicht aber die Erschöpfung.

Natürlich ist es auch möglich, sich ein heißes Bad in der heißen Quelle zu gönnen. Das ist zwar zeitintensiv, verbessert aber sowohl die Ausdauer als auch die Erschöpfung. Es ist sogar möglich, diese dort vollständig zu regenerieren.

Der letzte Weg ist ganz simpel und vermutlich der Bekannteste. Schlafen gehen, etwas, was auch bei uns Menschen ganz gut funktioniert. Dadurch erholen sich sowohl die Ausdauer als auch die Erschöpfung. Dabei sollte man allerdings beachten, dass sich die Ausdauer umso schlechter erholt, je später man ins Bett geht. Mit voller Ausdauer zu erwachen ist in meinen Augen so gut wie unmöglich.

Story of Seasons: Friends of Mineral Town – Farmleben Deluxe

All die Jahre, in welchen die Farm nicht mehr richtig bewirtschaftet und gepflegt wurde, haben leider ihre Spuren hinterlassen. Zwar sieht das Farmhaus, der Hühnerstall, der Stall, die Obstbäume und die Scheune noch gut aus, dennoch merkt man einfach, dass sie dort schon seit langer Zeit stehen.

Das Feld

Besonders am Feld sind aber die Spuren der Zeit zu erkennen. Es ist vollkommen verwildert. Es ist jede Menge Unkraut gewachsen, überall liegen Steine und Äste. Als wenn das nicht bereits reichen würde, liegen überall noch kleine bis große Baumstämme und riesige Felsblöcke herum.

Jammern bringt aber nichts. Jetzt heißt es, selbst ist die Frau/ der Mann. Schließlich hat Opa uns nicht nur das Farmhaus, sondern auch sein altes Werkzeug hinterlassen. Mit der Axt können wir den Ästen zur Leibe rücken, mit dem Hammer können wir gegen die Steine vorgehen. Das Unkraut können wir einfach so einsammeln.

Leider kann man zu Beginn nicht das ganze Feld aufräumen. Für die Baumstämme und Felsen braucht man teilweise besseres Werkzeug. Dennoch ist das nicht wirklich schlimm. Schließlich hat man am Anfang nicht so viel Energie, um das ganze Feld zu bestellen.

Wer den Überblick verliert und nicht mehr so genau weiß, was er wo angebaut hat oder was er wo findet, muss sich keine Sorgen machen. In Story of Seasons: Friends of Mineral Town könnt ihr über das Menü auf eine sehr detaillierte Farmkarte zugreifen. Dort sieht man, was man wo angebaut hat und kann auch die frei auf der Farm herumlaufenden Tiere sehen.

Amüsanterweise hat mir diese Karte schon mal sehr weiter geholfen. Anstelle von Steckrüben habe ich zu Beginn des Frühlings versehentlich Kartoffeln gekauft. Was ich aber nicht bemerkt habe. Also habe ich alles angepflanzt und mich gewundert, dass die Steckrüben nach fünf Tagen immer noch nicht reif waren. Diese benötigen eigentlich nur vier Tage. Durch die Farmkarte habe ich dann meinen Irrtum bemerkt.

Obstbäume

Vor unserem Farmhaus steht zu Beginn des Spiels ein Traubenbaum. Ja ihr habt euch nicht verlesen. In Story of Seasons: Friends of Mineral Town wachsen Trauben an Bäumen und nicht an Sträuchern. Nicht sehr realistisch, aber na ja.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Obstsorten: Trauben, Äpfeln und Orangen. Jeder Obstbaum liefert täglich zwischen einem und drei Früchten. Zudem liefert er jeden zweiten oder dritten Tag Honig. Dieser ist sehr beliebt bei den Dorfbewohnern, super zum Kochen und liefert am Anfang auch gutes Geld, wenn er versendet wird.

Das Farmhaus

Das Farmhaus ist unser Zuhause im Spiel. Es handelt sich um den zentralen Ort, an welchem wir jeden Abend den Tag beenden und jeden Morgen den neuen Tag starten. Neben einem Bett hält das Haus zu Beginn noch einen kleinen Schrank, ein Bücherregal, einen alten Röhrenfernseher, ein Spiegel, eine Wekzeugkiste und einen Kalender bereit.

Zudem stehen dort noch einige Dekoartikel, darunter unter anderem ein Tisch und eine Bank. Der Kalender bietet einen Überblick über alle Geburtstage und Events, welche in den unterschiedlichen Jahreszeiten stattfinden. Was ich ein wenig schade finde, ist, dass dort bereits zu Beginn alle Geburtstage eingetragen sind. In früheren Teilen der Reihe haben die Dorfbewohner uns ihren Geburtstag erst mit steigender Zuneigung verraten.

Über das Bücherregal ist es möglich, auf alle Bücher, Briefe und Tutorials zu jeder Zeit zuzugreifen. Unter den Büchern befinden sich unter anderem Lieferberichte und Aufzeichnungen über unsere Rekorde und Trophäen. Gleich daneben befindet sich der Spiegel. An diesem kann man von Beginn an sein Aussehen ändern. Und mit Aussehen ist nicht das Design des Charakters gemeint, sondern lediglich die Kleidung.

Im Fernseher können wir uns neben dem Wetterbericht auch verschiedene andere Serien ansehen. Dadurch ist es unter anderem möglich, neue Rezepte zu bekommen oder auch wichtige Tipps für das nächste Festival zu erhalten.

Wozu der Schrank ist, kann sich jeder wohl denken. In diesem ist es möglich, Objekte wie Erze, Edelsteine, Holz und Steine zu lagern. Man unterscheidet zwischen dem großen und dem kleinen Schrank. Leider kann man dort keine Lebensmittel lagern. Hierfür benötigt man einen Kühlschrank. Entgegen anderer Story of Seasons-Teilen stapeln sich Objekte im Schrank. So kann man 999 Objekte auf einem Slot lagern. Dadurch ist selbst der kleine Schrank nicht allzu schnell voll.

Im Laufe der Zeit ist es möglich, das Farmhaus zu erweitern. Durch die erste Erweiterung wird eine Küche eingebaut, durch die zweite Erweiterung ist endlich genug Platz für ein großes Bett. Ohne ein großes Bett ist es nicht möglich zu heiraten.

Der Hühnerstall

Der Hühnerstall ist bereits zu Beginn des Spieles verfügbar. Er bietet Platz für insgesamt vier Tiere und ist mit einem Brutkasten, einer Zuchtbox und einer Lieferkiste ausgestattet. Zudem befindet sich neben dem Hühnerstall eine Wassermühle. In dieser kann man im Sommer selbst angebauten Mais mahlen und daraus Tierfutter herstellen. Neben Hühnern können im Hühnerstall auch Angorakaninchen gehalten werden.

Im Laufe der Story ist es möglich den Hühnerstall auszubauen. Danach können dort acht Tiere untergebracht werden.

Der Stall und die Scheune

In Story of Seasons: Friends of Mineral Town wird zwischen dem Stall und der Scheune unterschieden. Im Stall leben die Fohlen und Pferde, in der Scheune sind die Kühe, die Schafe und Lamas Zuhause.

Zu Beginn des Spieles bekommen wir ein Fohlen zur Pflege überreicht. Dieses lebt im Stall. Allerdings trifft man es dort nur nach 20 Uhr oder an Regentagen an. Ansonsten bewegt es sich frei über die Farm.

Die Scheune bietet insgesamt Platz für acht Tiere. Des Weiteren ist auch diese mit einer Lieferkiste und einer Zuchtbox ausgestattet. Um Tierfutter herzustellen, kann man auf seinem Feld Gras anbauen. Ist dieses ausgewachsen, kann es mithilfe einer Sense gemäht werden. Pro Feld Gras entsteht eine Einheit Heu.

Im Rahmen der Story ist es möglich, die Scheune ausbauen zu lassen. Danach bietet sie Platz für insgesamt 16 Plätze.

Tages- und Jahreszeiten in Story of Seasons: Friends of Mineral Town

Abends ist die Aussicht auf dem Mutterhügel besonders schön

Der Verlauf der Tages- und Jahreszeiten in Story of Seasons: Friends of Mineral Town entspricht dem alltbekannten Harvest Moon-Zyklus. Wie im realen Leben ist ein Tag in 24 Stunden unterteilt. Morgens um 6 Uhr erwachen wir automatisch und können mit unserer Arbeit beginnen. Der Nachmittag beginnt um 16 Uhr, der Abend um 18 Uhr, die Nacht wiederum um 20 Uhr.

Wann wir ins Bett gehen, bleibt uns überlassen. Dennoch sollte man darauf achten, sich nicht allzu spät schlafen zu legen. Sonst erwacht man am nächsten Morgen nicht mit vollständig regenerierter Ausdauer. Kleines Detail am Rande: Spielt man einen Tag, benötigt man in etwa acht bis zwölf Minuten je nach Tätigkeit. Wie ein normaler Tag in der Regel abläuft, könnt ihr hier nachlesen.

Zudem ist es wichtig zu wissen, dass alle Tiere, die sich außerhalb ihres Stalles aufhalten, zu Beginn der Nacht in diesen zurückkehren. Man muss also nicht mehr dran denken, seine Tiere am Abend zurück in den Stall zu bringen.

Neben den einzelnen Tagen unterscheidet man des Weiteren zwischen vier unterschiedlichen Jahreszeiten. Auch diese sind dem realen Leben nachempfunden. Ein Jahr unterteilt sich damit in Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Jede Jahreszeit ist in 30 Tage unterteilt.

Zu jeder Jahreszeit wachsen unterschiedliche Pflanzen und Blumen. Zudem blühen unterschiedliche Obstbäume. So steht der Frühling zum Beispiel ganz im Zeichen der Steckrüben und Kartoffeln, der Sommer wiederum wartet mit Tomaten und Mais auf uns. Im Herbst gedeihen Auberginen und Paprika auf unserem Feld und der Winter steht ganz im Zeichen der Minen.

Erlebe sechs unterschiedliche Tiere

In Story of Seasons: Friends of Mineral Town unterscheidet man zwischen sechs verschiedenen Tierarten. Neben Hühnern und Angorakaninchen können wir unser Leben auch mit Kühen, Schafen und Lamas teilen. Selbst ein Pferd kann uns gehören, wenn wir uns dafür entscheiden. Jedes Tier produziert einen individuellen Artikel, welcher je nach Zuneigung des Tieres für einen anderen Preis verkauft werden kann.

Kühe

Kühe kennt wohl jeder von uns. Der oft weiß-schwarz gefleckte Wiederkäuer kann auf der Jodler-Ranch erworben werden. Allerdings verkauft diese keine ausgewachsenen Tiere, man kann dort lediglich für 5.000 G beziehungsweise 10.000 G ein Kalb erwerben. Innerhalb von 21 Tagen wächst das Kalb zur Kuh heran und kann gemolken werden. Erwachsene Tiere geben jeden Tag Milch. Die Qualität von dieser hängt von der Zuneigung zur Kuh ab.

Hat jemand Lust auf Erdbeermilch?

Um die Zuneigung eurer Kuh zu gewinnen, ist es wichtig sie täglich zu füttern, hierzu benötigt man Viehfutter. Außerdem ist es wichtig, sie zu bürsten und mit ihr zu sprechen. An sonnigen Tagen kann man Kühe raus auf die Weide rufen. Hat man genug ausgewachsenes Gras auf dem Feld, ist es dann nicht mehr notwendig, die Tiere zu füttern. Vergisst man, seine Kühe zu füttern, geben sie am nächsten Tag keine Milch.

Wichtig zu wissen ist, dass man bei Kühen zwischen vier unterschiedlichen Typen unterscheidet. Das war im Original-Spiel Harvest Moon: Friends of Mineral Town noch nicht so. Normale Kälber kosten 5.000 G, Kaffee-, Erdbeer- und Fruchtkälber kosten 10.000 G. Diese geben als ausgewachsenes Tier Kaffee-, Erdbeer- oder Fruchtmilch.

Schafe

Mein Schaf trägt den originellen Namen Watti. Zuckerwatte war leider zu lang

Auch Schafe können auf der Jodler-Ranch gekauft werden. Diese sind im Gegensatz zu Kühen bereits ausgewachsen. Mithilfe einer Schere können sie einmal pro Woche geschoren werden. Die Qualität der Wolle hängt wie die Qualität aller anderen Produkte von der Zuneigung des Schafes ab.

Um die Zuneigung der Schafe zu steigern ist es wichtig, sie jeden Tag anzusprechen, zu bürsten und ihnen Futter zu geben. An sonnigen Tagen kann man die Tiere auf die Weide lassen, damit sie dort fressen.

Lamas

Lamas kann man alles in allem sehr gut mit Schafen vergleichen. Jedes Lama kann einmal in der Woche geschoren werden, das von ihnen produzierte Produkt nennt sich Vlies. Die Qualität von ebendiesem hängt wiederum von der Zuneigung ab.

Lamas mögen es, täglich angesprochen, gebürstet und gefüttert zu werden. Hat man keine Lust oder keine Zeit, seine Tiere zu füttern, kann man sie an sonnigen Tagen auf die Weide schicken. Mit genug ausgewachsenem Gras fressen sie dort automatisch.

Hühner

Kaffe und Milch waren meine ersten Hühner, danach folgten Schalie und Xavier

Hühner können gemeinsam mit Angorakaninchen im Hühnerstall gehalten werden. Wenn sie regelmäßig gefüttert werden, legen sie jeden Tag ein Ei. Die Qualität des Eis hängt von der Zuneigung des Huhnes ab. Je mehr euch das Tier liebt, desto größer wird das Ei ausfallen.

Im Gegensatz zu den Stalltieren kann man die Hühner nicht bürsten. Um ihre Zuneigung zu steigern, ist es lediglich möglich, sie einmal täglich anzusprechen und sie persönlich zu füttern. Hat man darauf keine Lust, kann man die Hühner mithilfe der Glocke vor den Stall locken. Dann fressen sie dort.

Angorakaninchen

Nackt sehen die Angorakaninchen etwas gruselig aus

Angorakaninchen teilen sich ihr Zuhause mit Hühnern. Die niedlichen, wuscheligen Tiere können ähnlich wie Schafe und Lamas einmal in der Woche geschoren werden. Das erhaltene Fell kann verkauft oder verschenkt werden. Die Qualität hängt von der Zuneigung des jeweiligen Tieres an.

Wie die Hühner kann man auch die Kaninchen nicht bürsten. Um ihre Zuneigung zu steigern, muss man täglich mit ihnen sprechen und sie am besten per Hand füttern.

Pferde

Anders als in anderen Harvest Moon-Teilen kann man Pferde in Story of Seasons: Friends of Mineral Town nicht kaufen. Das war bereits im Original-Titel nicht möglich. Stattdessen bekommt man zu Beginn des Spieles ein Fohlen vom Besitzer der Jodel-Ranch zur Pflege.

Diesem geht es nicht sonderlich gut und unsere Aufgabe ist es, es wieder gesund zu pflegen, damit es zu einem stattlichen Pferd heranwachsen kann. Das dauert allerdings etwa ein Jahr lang. Haben wir bei dem Tier nach einem Jahr fünf Herzen gesammelt, dürfen wir es behalten. Es gibt keine andere Möglichkeit, an ein Pferd zu kommen.

Mit diesem können wir reiten, was uns einige Zeit erspart und wir haben endlich die Gelegenheit, an der Derby im Frühling teilzunehmen.

Tiere züchten – Der ultimative Weg zur Zuneigung

Es ist schwierig die Zuneigung eines Tieres zu erlangen. Selbst, wenn man jeden Tag mit den Tieren redet, sie füttert und ihr Fell bürstet, dauert es ewig, bis man alle zehn Herzen beziehungsweise Noten hat. Zum Glück lässt sich dies aber etwas einfacher gestalten.

Denn in Story of Seasons: Friends of Mineral Town kann man die Zuneigung von gezüchteten Tieren wesentlich schneller erlangen als die von gekauften Tieren. Hühner züchtet man, indem man ein Ei in den Brutkasten legt. Für die Zucht aller anderen Tiere, auch die von Angorakaninchen, wird ein spezieller Zuchttrank benötigt.

Dieser kann bei allen erwachsenen Tieren angewendet werden, solange die Zuchtbox frei ist. Wichtig zu beachten ist, das jeder Stall – der Hühnerstall und der normale Stall – nur über eine Zuchtbox verfügt. Es ist also nicht möglich, mehrere Tiere gleichzeitig zu züchten.

Mineral Town – Das Herzstück des Spieles

Am Abend leuchten dort die Laternen für uns

Wie der Name des Spieles schon vermuten lässt, ist Mineral Town, in der deutschen Fassung Mineralstadt, das Herz von Story of Seasons: Friends of Mineral Town. Dort wohnen die urigen Einwohner, welche uns mit ihrem ganz speziellen Charme immer wieder aufs Neue in ihren Bann ziehen. Zudem ist das Dorf die wichtigste Anlaufstelle im ganzen Spiel. Hier kann man neben Saatgut auch Tiere, Erweiterungen für den eigenen Hof und noch eine ganze Menge anderer Dinge erwerben.

Des Weiteren finden am Strand und auf dem Rosenplatz im regelmäßigen Abstand gewisse Events statt. Dort kommt das ganze Dorf zusammen und feuert Pferde an, präsentiert sein Gemüse oder zeigt sein Vieh. Für Tierschützer vermutlich die reinste Qual, aber man kann sogar an einer Art Hühnerkampf teilnehmen.

Alle Orte aufzuzählen wäre ein wenig schwierig und würde den Rahmen dieses Reviews definitiv sprengen, dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen und wenigstens die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Neben Informationen zur Karte und den allerwichtigsten Gebäuden habe ich auch noch ein paar wichtige Details zu den Erntewichteln und der Erntegöttin für euch zusammengetragen.

Die Stadtkarte – So haben wir immer alles im Blick

Eines der wichtigsten Items in Story of Seasons: Friends of Mineral Town ist die Stadtkarte. Diese kann man entweder über das Drücken der „+“-Taste oder über das Menü aufrufen. Hier findet man alle wichtigen Informationen zur Stadt.

Neben der Platzierung der einzelnen Läden kann man durch das Anwählen ebendieser eine detaillierte Information aufrufen. Dort stehen dann neben dem Namen des Geschäftes und einer kurzen Beschreibung auch die Öffnungszeiten. Und das ist doch sehr praktisch. So läuft man nicht ständig zu einem Laden, welcher geschlossen hat oder um acht Uhr morgens noch nicht geöffnet hat. P.S: Ich vergesse immer auf der Karte nachzusehen und laufe dennoch ständig zur falschen Zeit zum Schmied.

Neben Mineralstadt kann man dort auch andere wichtige Orte ansehen. Darunter unter anderem die Seemine, die Quellmine, den Mutterhügel, unsere eigene Farm und die heißen Quellen. Betrachten wir unsere Farm, sehen wir zudem, welche Tiere sich gerade draußen befinden.

Alle wichtigen Orte auf einen Blick

  • Die Schmiede: Diese ist das Reich von Saibara, dem Großvater von Gray. Neben wichtigen Dingen wie einer Bürste oder einer Melkmaschine, kann man hier sein Werkzeug verbessern. Dazu wird Erz benötigt, welches wir in der Mine finden.
  • Der Gemischtwarenladen: Dieser Laden ist für uns als Farmer mit am wichtigsten. Neben Saatgut kann man hier auch Gras, einen größeren Rucksack, verschiedene Zutaten und Utensilien zum Kochen kaufen. Das Angebot ist von der Zuneigung zum Besitzer und der Jahreszeit abhängig.
  • Die Bücherei: Hier findet man allerlei nützliche Informationen zum Leben auf einer Farm. Unter anderem kann man dort die einzelnen Wachstumsphasen sämtlicher Pflanzen nachlesen.
  • Die Geflügelfarm: Wie der Name schon vermuten lässt, kann man hier Hühner und Angorakaninchen erwerben. Zudem bekommt man hier Hühnerfutter und einen Zuchttrank für Angorakaninchen.
  • Die Jodler-Ranch: Hier können wir diverse Tiere kaufen – Schafe, Kühe und Lamas. Zudem bekommen wir hier Viehfutter und diverse Zuchttränke.
  • Hütte der Naturgeister: Gut versteckt hinter der Kirche leben hier die sechs Naturgeister. Diese können uns bei der täglichen Arbeit unterstützen.
  • Der Rosenplatz: Auf dem allseits beliebten Dorfplatz finden im regelmäßigen Abstand verschiedene Veranstaltungen statt. Zudem treffen sich dort jeden Nachmittag die Frauen des Dorfes.
  • Die Klinik: Hier erwachen wir, wenn wir umkippen. Zudem ist es möglich, verschiedene Sorten von Medizin zu kaufen.

Jedes Geschäft wird von einem Dorfbewohner betrieben. Die Öffnungzeiten der einzelnen Läden lassen sich über die Stadtkarte nachverfolgen, zudem befindet sich ein Schild vor jedem Laden. In meiner Aufzählung findet ihr nur die wichtigsten Läden. Es gibt noch viele andere, darunter der Strand, die Kirche oder auch das Gasthaus.

Jeder Bewohner versprüht seinen eigenen Charme

Neben dem eigentlichen Farmleben sind es die Dorfbewohner, die Story of Seasons: Friends of Mineral Town seinen ganz eigenen Charme verleihen. Mit ihren originellen Problemen vermitteln sie uns immer aufs neue das Gefühl, in der Dorfgemeinschaft angekommen zu sein.

So kommt es unter anderem zu einem Streit zwischen Karen und ihrer Mutter, bei welchem wir als Schlichter fungieren. Oder Gray klagt uns sein Leid, dass sein Großvater seine Leistung einfach nicht anerkennt. Oftmals lösen wir beim Betreten von Gebäuden zu bestimmten Uhrzeiten Szenen aus, durch welche wir mehr über die jeweiligen Personen erfahren.

Wenn es um die Ehre seiner Schwester geht, versteht Rick keinen Spaß

Ich finde das sehr schön gemacht. Dennoch regen mich die ständigen Szenen manchmal auf. Zudem muss man jedes mal das Gebäude verlassen, wenn man nach einer Szene zum Beispiel im Gemischtwarenladen etwas kaufen möchte. Manchmal löst man dann beim erneuten betreten des Gebäudes eine weitere Szene aus oder das Gebäude ist auf einmal verschlossen. Das vermiest mir ab und an schon ganz schön die Laune.

Zuneigung steigern

In Story of Seasons: Friends of Mineral Town sind die Dorfbewohner käuflich. Was im echten Leben nicht gern gesehen wird und traurig ist, ist in Harvest Moon seit jeher gang und gäbe. Jeder Dorfbewohner hat eine gewisse Vorliebe. So mögen überraschend viele Bewohner Honig. Allgemein kann man auch Tierprodukte, Blumen und Gemüse oder Obst gut als Geschenk verwenden.

Wer welche Sache mag, kann man entweder im Internet nachlesen – zum Beispiel bei Harvestmoonforever.de – oder durch ausprobieren herausfinden. Die meisten Sachen sind schlüssig und leiten sich vom Beruf der Personen her. So liebt Saibara, der Schmied, qualitativ hochwertige Erze. Rick und Popuri, die Besitzer der Geflügelfarm, lieben wiederum Eier. Zudem steigt die Zuneigung ein kleines bisschen, wenn ihr jeden Tag mit den Dorfbewohnern redet.

Wie sehr euch ein Dorfbewohner mag, könnt ihr im Menü nachlesen. Die maximale Zuneigung habt ihr erreicht, wenn alle zehn Noten farbig sind. Bei Charakteren, welche ihr heiraten könnt, gibt es zudem eine weitere Leiste mit sieben Herzen. Auch diese füllt sich durch tägliches Ansprechen und durchs Beschenken automatisch.

Unsere Traumfrau/ unser Traummann wartet nur darauf, geheiratet zu werden

Hat man alle sieben Herzen gefüllt und alle vier Events mit dem jeweiligen Wunschpartner ausgelöst, steht einem glücklichen Leben zu zweit nicht mehr viel im Weg. Einige Dinge müsst ihr aber vor der Hochzeit dennoch beachten: Euer Haus muss mindestens zwei mal ausgebaut sein und ihr benötigt eine blaue Feder.

Für den Hausausbau braucht ihr Bauholz, Steine und Geld. Geld verdient ihr mit dem Verkauf von verschiedenen Artikeln. Bauholz und Steine können wir selber abbauen oder beim Schreiner kaufen. Dieser befindet sich im Wald südlich unserer Farm.

Die blaue Feder ist einfacher zu bekommen. In Story of Seasons: Friends of Mineral Town kann man sie einfach im Gemischtwarenladen kaufen, sobald der Angebetete oder die Angebetete ein orangenes Herz hat (sechs von sieben Herzen sind gefüllt). Teuer ist sie auch nicht, sie kostet lediglich 1.000 G. In anderen Teilen der Reihe musste man unter anderem verschiedene Minigames spielen, um an die Feder zu gelangen.

Farmarbeit erledigt – Was nun, was tun?

Je nachdem, wieviele Tiere wir halten und wieviel Gemüse wir anbauen, sind wir in der Regel zwischen zwölf und 13 Uhr mit der Farmarbeit fertig. Dann haben wir noch eine ganze Menge Freizeit, welche es zu füllen gilt.

Problematisch ist allerdings, dass in den seltensten Fällen unsere Energie beziehungsweise unsere Laune noch viel Arbeit zulässt. Dafür gibt es in Story of Seasons: Friends of Mineral Town aber eine einfache, wenn auch zeitintensive, Lösung.

Die heiße Quelle – Energie zu jeder Zeit

Die heiße Quelle befindet sich südlich unserer Farm, links von dem Wald, in welchem der Schreiner sein Geschäft eröffnet hat. Es handelt sich hierbei um eine Hütte, welche zu jeder Tages- und Nachtzeit geöffnet ist. Wichtigste Regel: Baden und Energie tanken ist nur mit Badebekleidung erlaubt. Wobei unsere Badekleidung in meinen Augen eher an einen sehr altmodischen Badeanzug erinnert. Ich musste direkt an „Der Junge im gestreiften Pyjama“ denken.

Durch das Bad in der Quelle regeneriert sich langsam unsere Laune. Auch die Energie lässt sich dadurch regenerieren. Allerdings ist der Prozess an sich sehr zeitintensiv. Pro zehn Minuten im Spiel erhält man im Durchschnitt ungefähr zehn Energiepunkte zurück. Dennoch tut ein heißes Bad ab und an einfach gut. Besonders, wenn man sich darauf vorbereitet, in die Mine zu gehen.

Die Minen

Immer nur Farmarbeiter zu sein ist furchtbar langweilig. Zumindest sehe ich das so. Daher tut es ab und an gut, einfach mal in die Mine zu marschieren und einige Steine zu zerkleinern. So kann man den ganzen Frust und die aufgestaute Wut rauslassen.

Neu in Story of Seasons: Friends of Mineral Town ist die Tatsache, dass egal, in welcher der beiden Minen man sich aufhält, keine Zeit vergeht. Das ist in sofern praktisch, dass man sich einfach den Rucksack voll Essen packen kann und auch um 18 Uhr abends noch eine Chance hat, an wertvolles Erz zu gelangen.

Was mir nicht sonderlich gut gefällt, ist die Tatsache, dass man gezwungen wird, sich mithilfe der Hacke Ebene um Ebene nach unten zu graben. Zwar wird in der anfänglichen Erklärung gezeigt, dass es auch Löcher gibt, durch welche man fallen kann, aber ich habe bis jetzt keines davon entdeckt.

So heißt es also immer wieder Hacke raus und ewig nach der Treppe suchen. Immerhin kann diese sich nicht unter einem Stein verstecken. Trotzdem verliert man dadurch viel Energie, welche man eigentlich in den Abbau von Erz stecken will.

Zumal mir im Spielverlauf aufgefallen ist, dass lediglich kompliziert zu kochende Gerichte viel Energie geben. Pro Schlag mit dem Hammer verbraucht man zwei Energiepunkte, isst man eine Rübe erhält man drei. Wahnsinn oder? Gute Gerichte geben zwischen 20 und 35 Energiepunkte.

Die Quellmine

Diese Mine befindet sich südlich unserer Farm und ist direkt hinter der heißen Quelle gelegen. Zugänglich das ganze Jahr über können wir hier die wichtigsten Erze sammeln. Je tiefer wir in die Mine vordringen, desto seltener werden die Erze, die wir finden.

So ist es normal, dass wir auf der ersten Ebene der Quellmine nur Alteisen und Kupfer finden. Auf Ebene zehn der Mine ist es hingegen schon wesentlich wahrscheinlicher, Silber oder auch Gold zu bekommen. Harte Arbeit lohnt sich also.

Die Seemine

Wie es schon immer war, gibt es neben der Hauptmine noch eine weitere Mine. Diese ist inmitten eines Sees gelegen – daher der Name Seemine – und kann nur betreten werden, wenn das Wasser gefriert. Damit dürfte klar sein, dass wir dorthin nur im Winter gelangen.

Im Gegensatz zur Quellmine finden wir in der Seemine vor allem Edelsteine. Diese lassen sich nicht nur für gutes Geld verkaufen, sie sind auch als Geschenke sehr beliebt. Zudem kann man sie beim Schmied in wunderschöne Schmuckstücke umwandeln lassen.

Da wir im Winter neben der Versorgung unserer Tiere eh keine weiteren Pflichten haben – schließlich ist Feldarbeit nicht möglich – können wir uns den ganzen Tag über in der Mine aufhalten und ordentlich Geld gewinnen.

Die Erntegöttin und ihre Wichtel

Wie in Harvest Moon-Spielen üblich, gibt es natürlich auch eine Erntegöttin und insgesamt sechs Wichtel. Mit der Erntegöttin kann man über den See neben der heißen Quelle kommunizieren. Wobei kommunizieren eigentlich das falsche Wort ist. Wir können ihr Geschenke in den See werfen. Alles, was wir in den See werfen, wird automatisch als Geschenk gewertet.

Theoretisch ist es mit sehr viel Geduld auch möglich, die Erntegöttin zu heiraten. Hierfür müssen aber sehr viele Bedingungen erfüllt sein, wenn man sich auf Harvest Moon: Friends of Mineral Town als Quelle verlässt.

Eine richtige Funktion in der Story hat die Erntegöttin in Story of Seasons: Friends of Mineral Town aber nicht. Beim Erreichen von bestimmten Zielen sendet sie uns per Post ein Geschenk zu. Es handelt sich dabei um Vans Favorit, einen Wein. Dieser kann entweder verkauft oder bei Van gegen seltene Gegenstände eingetauscht werden.

Die Wichtel hingegen haben durchaus eine Funktion. Freundet man sich mit ihnen an, helfen sie auf Anfrage sehr gerne bei der Farmarbeit. Sie können gießen, die Ernte einbringen und Tiere versorgen. Ihre Fähigkeiten hängen neben der Zuneigung auch von dem Training der einzelnen Wichtel ab. Wir können ihre Fähigkeiten mithilfe von Minispielen trainieren.

Die Zuneigung der Erntewichtel erreichen wir, wie bei allen anderen Dorfbewohnern, über das tägliche Ansprechen wie auch mit Geschenken. Eigentlich mögen alle Erntewichtel ganz gerne Obst. Vorallem Trauben und Äpfel kommen bei ihnen gut an.

Die Erntewichtel helfen uns dabei, neue Pflanzen zu züchten

Mein Fazit zu Story of Seasons: Friends of Mineral Town

Pros:

  • Einfache Steuerung
  • Normaler und einfacher Modus
  • Charmante und originelle Dorfbewohner
  • Keine Zeit in den Minen
  • Niedlich gestaltete Tiere und Bewohner
  • Wunderbare Musik, welche dem Original alle Ehre erweist
  • Echtes Harvest Moon-Feeling
  • Objekte werden im Rucksack und im Schrank gestapelt

Cons:

  • Nach gewissen Szenen muss man den Laden verlassen und wieder betreten
  • Sehr kurze Öffnungszeiten mancher Läden
  • Durch gewisse Tiere und Objekte läuft man einfach durch
Meine Wertung für "Story of Seasons: Friends of Mineral Town".

Ich bin immer sehr kritisch, wenn ich etwas für euch teste. Daher fallen mir selbst kleine Details oft negativ auf. Dennoch muss ich zugeben, dass mir Story of Seasons: Friends of Mineral Town sehr gut gefällt. Marvelous Games hat das richtig gemacht, was Natsume seit geraumer Zeit immer wieder vergeigt. Endlich ein Entwickler, welcher sich nicht auf dem bekannten Namen ihres Spieles ausruht. Sie haben Zeit und Liebe in ihr Spiel investiert und das merkt man auch. Besonders bei den Dorfbewohnern fällt es immer wieder auf. Ich liebe es einfach, wie Manna nicht aufhören kann zu reden oder auch die tragische Geschichte von Ricks Vater.

Für alle, die Harvest Moon geliebt haben ist Story of Seasons: Friends of Mineral Town die langersehnte Fortsetzung einer mehr als erfolgreichen Serie.

Das Testmuster wurde uns von Decibel PR zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Über Caren Koch 1133 Artikel
Geboren im Jahre 1997 bin ich wirklich froh darüber, mich noch ein echtes 90er-Unikat nennen zu können.Geboren und aufgewachsen bin ich im Saarland, wohne und arbeite auch immer noch hier. In meinem Job als chemisch technischer Assistent habe ich sehr viel mit Zahlen und Rechnen zu tun, das Zocken ist daher ein nette Abwechslung für mich.Meine erste Konsole war eine NES. Ich besitze auch heute noch eine und liebe sie abgöttisch. Neben der NES habe ich noch zwei Nintendo 3DS-Systeme und natürlich eine Nintendo Switch. Meistens Spiele ich Jump`n`Run und Strategiespiele, bin aber allem gegenüber offen. Was ich nicht so mag sind Horror- und Actionspiele, wobei es auch hier natürlich Ausnahmen gibt. Auf der Switch ist mein aktuelles Lieblingsspiel Monsters 2, wobei ich auch für eine Partie Overcooked 2 mit meiner Schwester immer zu haben bin.

1 Kommentar

  1. Ein wirklich großartiges Spiel, das sehr viel Spaß macht.
    Auch der Testbericht ist großartig geschrieben. Ich bin eigentlich kein Freund von zuviel Text, aber hier macht es Spaß ihn wirklich komplett zu lesen. Und zudem stehen viele nützliche Tipps drin 🙂

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