Metro Redux – In den Tunneln von Moskau

Metro Redux bei uns im Test!
Wir haben die Redux-Collection für euch getestet. Bei diesem Switch-Port handelt es sich tatsächlich um eine firmeninterne Produktion von 4A Games selbst. Gerade deshalb ist die technische Qualität sehr zufriedenstellend ausgefallen.
Der Publisher hinter den Metro-Spielen ist Deep Silver.
Die Collection existiert seit dem 26. August 2014 für diverse Plattformen. Ab dem 28. Februar 2020 ist es auf der Switch endlich auch soweit!

Wir teilen den Test in zwei Parts auf, da die Collection zum einen aus Metro 2033 und zum anderen aus Metro: Last Light besteht. Der Redux-Zusatz impliziert eine Überarbeitung beider Titel.

Vielen Dank an Koch Media für die bereitgestellten Review-Codes!

Metro 2033 – Artjoms Reise beginnt!

Bei Metro 2033 handelt es sich um ein Game mit Romanvorlage. Der Schöpfer hinter der Serie ist der russische Autor Dmitri Alexejewitsch Gluchowsky.
Der Ego-Shooter ist am 16. März 2010 erstmalig erschienen. Die Jahre, die der Titel auf dem Buckel hat, merkt man ihm auch an. Nichtsdestotrotz weiß Metro 2033 noch immer zu überzeugen.

Die Reise durch die moskauer Tunnel beginnt!

Die Geschichte

Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen dystopischen Roman von Gluchowski aus dem Jahr 2007, weicht aber an einigen Stellen von dessen Handlung ab.
Im Jahre 2013 verwüstete ein Atomkrieg die Erde. In Moskau flüchteten die wenigen Überlebenden, etwa 10.000 Menschen, in die große U-Bahn-Station, die Moskauer Metro. Aufgrund der Radioaktivität waren die Oberfläche und Teile der Metrotunnel versucht. Aus der Strahlung heraus entwickelten sich Mutanten, welche den Menschen feindlich gegenüberstehen und sie deshalb regelmäßig in ihren Stationen angreifen.

Doch sind es nicht nur die Mutanten, die für Chaos und Feindseligkeit sorgen. Die Menschen organisieren sich in Zwergstaaten und bilden verschiedene Ideologien. Wie so oft, wenn Ressourcen knapp sind, gibt es Verteilungskriege. Im Verlauf der Handlung treffen wir auf Banditen, Kommunisten und Faschisten. Die Stationen sind auf regelmäßigen Handel und Bündnisse angewiesen. Kriege entstehen durch die Verteilung von Lebensraum, Nahrung, Handelsgüter, Treibstoff und aufgrund neuer und alter Ideologien.
Daneben existieren noch die geheimnisvollen „Schwarzen“, welche die Menschen in den Wahnsinn treiben können.

Wir übernehmen die Rolle des 20-jährigen Artjom. Der junge Mann kommt einer Bitte eines Ranger namens Hunter nach. Wir sollen für ihn einen Mann namens Miller in der Polis finden, wobei es sich um die größte Metro-Station handelt. Artjom hatte immer davon geträumt, einmal dort hinreisen zu können.

Zwischendurch treffen wir auf die mysteriösen „Schwarzen“, welche uns mit seltsamen Visionen konfrontieren und von den Menschen als feindselig wahrgenommen werden.

Die Aufgabe ist es, einen vernichtenden Bürgerkrieg zu verhindern.

Eindrucksvolle Präsentation

Bei Metro 2033 handelt es sich um einen eher schlauchigen Ego-Shooter mit Einsatz von Zwischensequenzen. Oftmals laufen wir an verschiedenen Punkten einem NPC hinterher, ohne wirklich etwas zu tun. Da solche Momente aber stets mit Erzählungen und Informationen gefüllt sind und interessante Einblicke gewähren, fällt dies nicht negativ ins Gewicht. Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass Artjom komplett stumm ist.

Da ich den Roman dazu vor einigen Jahren gelesen habe, finde ich es sehr beeindruckend, wie lebendig die Metro-Stationen umgesetzt sind. Überall kann man Gesprächen lauschen. Ich präsentiere euch gerne mal ein Beispiel:

Die Folgen des Krieges enden immer in Trauer

Ein weiteres Gespräch einer Männerrunde mag ich euch ebenfalls nicht vorenthalten; bitte verzeiht, dass ich es aufsplitten musste:

Diese kurze Rede…
… ist von Melancholie durchtränkt

Romanvorlage respektiert

Die verschiedenen Aspekte aus dem Roman sind toll ins Game eingebettet, wenn auch nicht in vollem Umfang, doch das liegt in der Natur einer solchen Umsetzung. Es fühlt sich einfach lebendig und greifbar an, wenn Charaktere mich anschauen und auf mich reagieren. Man nennt uns sogar beim Namen:

Wir können an mehrere Türen klopfen und erwarten verschiedene Reaktionen

Hier sehen wir einen neutrale Begegnung, es geht aber auch deutlich ruppiger:

Was für eine Hexe…

Manchmal finden sich aber auch eher witzige Momente:

Da will jemand einfach nur seine Ruhe…

An einigen Orten finden so viele Gespräche statt, dass sich diese leider unangenehm vermischen und teils übertönen:

Animationen und Gesichtsmimik können natürlich nicht mit heutigen Standards mithalten, müssen sich aber auch nicht verstecken. Überall finden wir Details, die ein solches Leben authentischer wirken lassen. Witzigerweise ließ man es sich nicht nehmen, die Folgeromane Metro 2034 und Metro 2035 ins Game zu implementieren:

Das Leid, die Armut und die Not im Allgemeinen sind super veranschaulicht. Schaut euch dazu gerne einmal folgende Diashow an:

Auf unserer Reise erscheinen uns die geheimnisvollen „Schwarzen“ immer wieder in seltsamen Visionen. Man versteht zunächst gar nicht die Intention dahinter. Sind sie Freund oder Feind? Was ist ihr Ziel? Dämonen oder Magie existieren in dieser Spielwelt nicht, daher fallen diese paranormalen Begegnungen stark ins Gewicht und verunsichern die Menschen zutiefst.

Diese spannende, dichte und erdrückende Atmosphäre wird jedoch des Öfteren durch völlig plumpe Gags und Dialoge aufgelockert:

An Eloquenz kaum zu überbieten
Fürze gehen immer

Sprachausgabe

Wie euch sicherlich aufgefallen sein dürfte, sprechen die Charaktere im Deutschen mit einem Akzent. Ich persönlich finde ihn passend, kann aber auch verstehen, wenn es jemand überzeichnet findet. Das ist eben Geschmackssache. Glücklicherweise könnt ihr die Sprache auch auf Spanisch, Französisch, Italienisch, Ukrainisch, Englisch und Russisch umstellen.

Insgesamt leisten die Sprecher einen guten Job. Situationen und Gespräche sind gekonnt mit der richtigen Stimmung versehen. Es ist erfrischend, den russichen Akzenten zu lauschen.

Gewaltdarstellung nicht ohne

In Deutschland erschien der Titel damals ungeschnitten und so ist auch diese Fassung. Egal ob quälende Laute, Blutspritzer oder Messertötungen… hier bekommt ihr genug davon. Ihr trennt allerdings keine Körperteile ab und seht auch keine Innereien. Somit ist die kalte und feindliche Welt zwar hart inszeniert, aber eben nicht überzeichnet.

Hier mal ein Beispiel:

Blutspritzer auf der Gasmake und Wänden sowie wuchtige Einschüsse

Manchmal wirkt es aber unfreiwillig komisch, wenn absurd viele Mutanten erscheinen und wir uns dem Kampf stellen.
In der folgenden Szene schaut es eher nach einer Mutanten-Party aus:

Paaaarty!

Auch im Umganz mit den Mutanten schauen wir uns das ein oder andere Mal schonungslose Sequenzen an:

Soundtrack

Die musikalische Untermalung besteht aus einer Kombination aus Melancholie, Bedrohung, Action und guter Laune! Insgesamt mangelt es in diesem Punkt ebenfalls nicht an Abwechslung. Besonders hervorstechend erklingt eine Guitarre.
Hört doch gerne einmal rein:

Auch die Ohren wollen verwöhnt werden

Verschiedene Schauplätze

Überwiegend halten wir uns in den Metrotunneln auf. Doch innerhalb dieser riesigen U-Bahn-Station gibt es dennoch einiges an Abwechslung. So fahren wir auf befestigten Waggons und in Zügen, schauen uns in den Stationen um, durchqueren verschiedene Tunnel und landen sogar hier:

Die Kirche sticht hervor

Fernab der ganzen Action finden wir jedoch auch Orte, an denen es die Ruhe und Stille ist, die sich einprägt:

Eine Gedenkstätte

Die Visionen der „Schwarzen“ bringen manchmal exotische Orte zum Vorschein. Die erfrischende Abwechslung war sehr willkommen:

Ich schrieb, dass wir uns „überwiegend“ in den Tunneln aufhalten. Also nicht ausschließlich! Wir erkunden auch die Oberfläche, welche von Eis und Schnee überdeckt ist. So unternehmen wir beispielsweise eine Reise zu einer großen Bibliothek oder einem Sendeturm. Die Abwechslung innerhalb des Gesamtsettings ist also gegeben.

Artjom hat ja doch eine Stimme!

Ein kleines aber feines Detail sind die Ladebildschirme, in denen das Erlebte noch mal kurz geschrieben und auch von Artjom gesprochen wird. Dies bringt eine persönliche Note und Nähe zum Hauptprotagonisten rein. Außerdem sehen wir auf dem eingeblendeten Metroplan immer, wo wir uns befinden und wohin wir aufbrechen.

Gut gesprochen, unterstreicht die gefährliche Atmosphäre

Ranger Seite an Seite

Wenn ihr dachtet, dass wir stets alleine umherziehen, so habt ihr euch getäuscht. Es kommt immer wieder mal vor, dass wir in einem Trupp um unser Überleben kämpfen. Durch die oftmals humorvollen Dialoge wird die triste und hoffnunglose Atmosphäre erfolgreich aufgebrochen. Es macht einfach Spaß, zusammen mit seinen Kameraden für eine bessere Welt zu kämpfen. In einigen Sequenzen müssen wir unserem Partner folgen und uns gegenseitig Unterstützung leisten.

Der generelle Action-Aspekt ist gut gesetzt und setzt gekonnt unter Druck, sodass man sich freut, wenn man wieder geschützt ist:

Genauso gut gibt es aber auch ruhige Passagen, die den Assassinen in euch wecken.

Insgesamt ist Metro 2033 sehr facettenreich präsentiert.

So gestaltet sich der Handel

In der Moskauer Metro bezahlen wir nicht mit Geld und auch nicht mit Wertgegeständen. Wir bezahlen mit Munition. Als Währung steht uns eine starke Vorkriegsmunition zur Verfügung, die wir entweder verballern oder zum Handel einsetzen können. Man sollte also stets gut abwiegen.

Unsere Kaufmöglichkeiten sind dabei recht überschaubar. Wir kaufen Munition, Waffen, Sekundärwaffen, Erste-Hilfe-Items und Waffenanpassungen. Dabei sind diese Optionen auf drei Standorte aufgeteilt:

  • Waffen und Anpassungen beim Waffenhändler
  • Sekundärwaffen und Erste-Hilfe-Items bei einem seperaten Händler
  • Munition beim Exchange

Für jeden was dabei

Die Waffenanpassungen umfassen beispielsweise die Zieloptik oder verschiedene Läufe und Bauarten, um verschiedene Spezialisierungen vornehmen zu können. Schaut ihr gerne durch ein Fadenkreuz anstatt durch Kimme und Korn, so kauft euch ein Reflexvisier. Habt ihr doch lieber eine Nachtsicht, so entscheidet euch für den IR-Sensor.
Eure Waffe erzeugt beim Schießen zu viel Rückstoß, okay, schafft euch einen Federkolben an. Wir können unsere Streuung und Lautstärke auch verringern, wenn wir ein wenig an Feuerkraft hergeben.
Natürlich können wir Waffen auch verkaufen oder eintauschen.

Die Anpassungen sind wenig komplex, bringen aber die nötige Varianz für verschiedene Spielertypen rein.

Bei den Sekundärwaffen stehen uns verschiedene Granatentypen, Filter für unsere Gasmaske, Messer und Medi-Kits zur Verfügung. Auch hier können wir unseren Vorrat verkaufen.

Im Stop Exchange tauschen wir unsere Währungsmunition gegen Munition unserer Wahl. Da wir stets verschiedene Munitionstypen finden, haben wir auch immer etwas zum Verkauf anzubieten.

Die Preise sind erschwinglich, aber auch nicht zu niedrig. Eine neue Errungenschaft oder Aufwertung fühlt sich somit sehr wertig, aber nicht unerreichbar an. Eine gute Balance also!
Nahrung oder Kleidung kann man in Metro 2033 nicht kaufen.

Der gelungene Spielstart

Starten wir ins Spiel, so präsentiert man uns zunächst eine stylische Kamerafahrt mit geschickt platzierter Werbung bis hin zu unserem Hauptmenü, wo wir an der Schreibmaschine unsere Geschichte abtippen. Schaut doch gerne mal rein:

So cool kann man Ladezeiten überbrücken!

Anschließend folgt eine kurze Einführungs-Sequenz.
Bevor wir uns allerdings sogleich ins Abenteuer stürzen, wählen wir zunächst den Schwierigkeitsgrad aus. Mich hat es ein wenig gewundert, dass es keinen Easy-Modus gibt. Denn bei Normal steht schon der Hinweis, dass dieser Modus für regelmäßige Ego-Shooter-Spieler ist.

Schwierigkeitsgrad und Spielstil

Darüber hinaus haben wir noch die Wahl zwischen zwei Spielstilen:

Zunächst steht eine Mission auf dem Plan, doch liegt diese quasi in der Zukunft. Anschließend wirft man uns acht Tage in der Zeit zurück und der wahre Anfang beginnt. Wir starten auf unserer Heimat-Station und erhalten unsere Ausrüstung in der Waffenkammer:

Hm, schon mal gar nicht schlecht

Das Video stoppt mitten im Satz des guten Spenders. Er wollte gerade sagen, dass ich gerne einmal auf dem Schießplatz üben kann. Dort verbrauchen wir keine Munition und können uns erstmal an unsere Waffen gewöhnen.

Ballert was das Zeug hält!

An einer Station habe ich auch einen Herausforderungsstand gefunden, anwelchem es mehrere Phasen zu überstehen gilt.

Das Gameplay

Kommen wir nun endlich zum Gameplay des Spiels. Wie bereits erwähnt spielen wir hier einen Ego-Shooter. Allerdings ist dieser mit Horror-Survival-Elementen gewürzt. Wir stellen uns also unheimlichen Kreaturen und müssen unsere Ressourcen gut einteilen. Ich habe mich beim Spielstil für „Überlebender“ entschieden, weil mir dies authentischer erschien. Ich wollte mich der Ressourcen-Knappheit und dem permanenten Druck stellen. Und das war manchmal echt nervig… Was aber auch an meiner fehlenden Erfahrung gelegen hat.

Generelle Steuerung

Die Steuerung geht recht einfach von der Hand, doch muss man sich bei den Funktionen erst einmal eingewöhnen. Hier habt ihr einen Überblick über die verschiedenen Aktionen:

Der Controller ist auf jeden Fall gut belegt

Haltet ihr die X-Taste gedrückt, so erscheint die Waffenauswahl. Dort könnt ihr eure Waffen durchschalten und eure Sekundärwaffen festlegen, wovon nur eine aktiv sein kann.

Recht simpel

Wie ihr seht, können wir insgesamt drei Waffen mit uns führen. So etwas wie ein Lager gibt es nicht. Wir nennen also immer nur maximal drei Waffen unser Eigen. Mit den Pfeiltasten legen wir die Sekundärwaffen fest.

Da ist unser Ausrüstungs-Inventar schon ein wenig umfangreicher. Werfen wir doch mal einen Blick darauf:

Einiges an coolen Funktionen

Wir sind gut ausgestattet

Auf der rechten Seite sehen wir unser Equipment und auf der linken eher eine Übersicht und Support-Gegenstände.
Es ist wichtig, regelmäßig unser Universal-Ladegerät (Pfeiltaste links) zu aktivieren, damit unsere Akkus geladen sind. Dazu gehört einmal die Taschenlampe (X) und das Nachtsichtgerät (A). Je weniger Energie vorhanden desto schwächer leuchtet unsere Taschenlampe. Wie ihr sehen könnt, tragen wir eine Armbanduhr (Pfeiltaste oben). Auf dieser behalten wir einen Überblick über den Energiestatus.

Mit den Medi-Kits (Pfeiltaste unten) heilen wir uns. Allgemein heilen wir uns mit der Zeit automatisch, doch oftmals ist es mitten im Gefecht wichtig, sich schnell zu heilen.
Wichtig sind noch die Gasmaske (Y) und die dazugehörigen Filter (B). Da viele Bereiche des Spieles verseucht sind, ist es oft vonnöten die Gasmaske aufzusetzen. Dann sollten wir hoffen, dass wir genügend Filter dabei haben, die uns mit frischer Luft versorgen. Haben wir keine, ersticken wir in Gebieten, in denen sie gebraucht werden. Sollte unsere Gasmaske mal vollgeschmiert sein, so können wir mit einem kurzen Druck auf die L-Taste einmal drüber wischen.

Drücken wir einfach nur die Pfeiltaste oben, zücken wir ein Feuerzeug, mit welchem wir uns entweder ein wenig den Pfad beleuchten oder Spinnweben abfackeln können. Wir können das Feuerzeug in der linken Hand halten, während wir in der rechten eine Waffe tragen.
Auf der Minustaste zücken wir unser Journal, dessen Kompass uns immer die Zielrichtung anzeigt.

Wenn wir aufmerksam suchen, finden wir Tagebucheinträge, die uns mit zusätzlichen Informationen zur Spielwelt versorgen. Drücken wir die Minustaste, direkt nachdem wir einen Eintrag gefunden haben, können wir diesen sofort lesen.

Wollen wir unser gegenwärtiges Ziel einsehen, so können wir unser Journal hochhalten und mit unserem Feuerzeug beleuchten. Irgendwie hat diese analoge Primitivität einen gewissen Charme.

Bei Aktualisierung hören wir ein Schreibgeräusch und sehen eine Einblendung

Nervenkitzel auf zwei Ebenen

Dieses Feature kann ziemlich nervig sein. Es durchaus passieren kann, dass wir ganze Kapitel am besten noch mal neu starten. Denn wenn wir keine Filter finden, bleibt uns kein anderer Ausweg. Ein kleiner Trick ist es, die Gasmaske nur ganz kurz auf- und wieder abzusetzen. Anschließend wartet man, bis Artjom kurz vor dem Ersticken ist und setzt sie wieder kurz auf und so weiter… Außerdem sollte man die Gasmaske absetzen, wenn sie keine Voraussetzung ist.
Daher ist es immer ratsam, sich entweder Filter zu kaufen oder aber die Umgebung gründlich abzusuchen.
Auf der anderen Seite kommt dadurch der Survival-Aspekt stärker durch. Für genau diesen Spielstil habe ich mich schließlich entschieden.

Nichtsdestotrotz ist es ein Element, dass Spieler zu einem Kapitel-Neustart führen kann, und daher mit potenziellem Frust verbunden.

Feeling des Gunplays

Das Gunplay fühlt sich recht flach und etwas steif an. Auch wenn die Steuerung präzise ist, lassen sich Messer und Granaten eher spärlich werfen. Darüber hinaus spielt sich Metro 2033 etwas klobig. Aus einer Deckung hervorschauen, ausweichen oder sich hinlegen, gibt es nicht.

Erfreulich ist allerdings, dass die Bewegungssteuerung integriert ist und gut funktioniert. Damit fühlt sich das Ganze schon etwas runder und weniger träge an.

Uns stehen verschiedene Anpassungsoptionen im Spiel zur Verfügung:

Was mich beeindruckt hat, ist das Treffer-Feedback. Sowohl Mutanten als auch Menschen reagieren entsprechend, wenn man Hände, Füße, Rumpf oder den Kopf trifft. Menschen knicken beispielsweise weg, ziehen ihre Hand nach hinten und werden natürlich zurückgeworfen. Kopftreffer bedeuten den sofortigen Tod. In Anbetracht dessen, wie viele Jahre das Game auf dem Buckel hat (ein ganzes Jahrzehnt), ist das schon ausgereift.
Das effektivste, was ihr tun könnt, ist das hier:

Da hilft auch keine Aspirin mehr…

Schleichpassagen

Wie wir spielen, bleibt uns überlassen. Es gibt Stellen, an welchen wir niemanden töten müssen, um weiterzukommen.
Es ist uns überlassen, ob wir den wilden Cowboy oder den stillen Assassinen verkörpern wollen. Mit den verschiedenen Nachtsicht-Visieren und dem Nachtsichtgerät sowie der Möglichkeit Lichtquellen sowohl ausschalten, als auch kaputt schießen zu können, überraschen wir den Gegner im Dunkeln gekonnt. Es macht mir persönlich viel mehr Spaß, mich zu verstecken und den Gegner dann auf folgende Art und Weise auszuschalten:

Step 1:

Bleispritze Richtung Licht

Step 2:

Messer killen sofort

Das Praktische an der Sache ist, dass ihr die Messer anschließend wieder aus den Gegnern herausziehen könnt.
Apropos… liegen eure Feinde tot am Boden, könnt ihr sie meistens durchsuchen. Ihr findet dabei Munition, Waffen und andere Gegenstände. Außerdem könnt ihr eure Waffen umtauschen. Doch sollte dies immer gut überlegt sein. Die Gegner lassen auch Waffen fallen, die schon Modifikationen haben, es kann sich also durchaus lohnen, etwas herumzuprobieren.

Ebenso können wir einen verheerenden Nahkampfangriff ausführen, bei welchem wir entscheiden, ob wir den Gegner „töten“ oder lediglich „ausschalten“:

Erst anschleichen und dann zack!

Spielerische Abwechslung

Neben den bereits erwähnten Schleichpassagen gibt es auch mal kleinere Rätsel zu lösen. Auch was den Kampf angeht, gibt es schon mal speziellere Aufgaben. So rösten wir beispielsweise Mutanten mit einem Flammenwerfer aus einem Zug heraus oder setzen uns an ein MG in einem auf den Schienen befestigten Waggon, um unsere Faschisten-Verfolger abzuhängen. Einmal transportieren wir sogar ein kleines Kind von A nach B. Dabei gibt es uns Tipps, wenn Feinde kommen. Da wir jemanden tragen, ist die Steuerung auf einmal total schwammig. Solche kleinen Exkurse sorgen zwischendurch für spielerische Abwechslung.

Nieder mit den Faschisten!

Gelungene Atmosphäre

Die Atmosphäre ist sehr facettenreich. Durch die verschiedenen Schauplätze, Alleingänge und Team-Kämpfe durchleben wir verschiedene Szenarien, die sich sehr voneinander unterscheiden. Mal empfand ich ein heroisches Wir-sind-Brüder-Action-Feeling, mal war es einfach spannend oder bedrückend und gruselig sowie mysteriös. Dann wiederum ging mir manchmal richtig die Pumpe, wenn mich die Feinde einkesselten oder Mutanten auch gerne für einige gescriptete Schocker sorgten. Ich fühlte mich isoliert und aufgefangen zugleich, natürlich immer in verschiedenen Abschnitten. Es kommt auch vor, dass man mit seinem Team unterwegs ist, dieses aber einen Spezialauftrag für uns hat und wir uns zunächst von ihnen trennen, nur um dann wieder zusammenzufinden.

Mein Kamerad rettet mich!

Was auch sehr atmosphärisch wirkt, ist die Gasmake, die wir oft tragen. Wenn uns die Luft ausgeht, hechelt Artjom qualvoll. Man hört seinen Atem, wenn man sich auf die Lauer legt. Ein schönes Detail sind Wasser- oder Bluttropfen auf der Gasmaske. Außerdem kann diese auch in Gefechten Risse bekommen oder sogar komplett zerstört werden.

Immer schön auf die Gasmaske aufpassen…

Durch die interessanten Metro-Stationen mit den Geschichten, die man aufschnappen kann und die Art und Weise, wie man auf uns reagiert, fühlt sich die Spielwelt authentisch und lebendig an.
Die „Schwarzen“ würzen das eher „bodenständige“ Szenario mit etwas Unnatürlichem – der Paranormalität. Sie werfen Fragen auf und sorgen am Ende für eine Überraschung.

Dem entgegen stehen die plumpen Sprüche und teils irrwitzigen Dialoge, die diese ganze Dystopie ein wenig vergessen lassen.

Erkundung belohnt das Game auf solche Art

Geringe Gegnervielfalt

Es hätte dem Titel gut gestanden, mehr Gegnertypen zu präsentieren. Es gibt Menschen und die Standardmutanten in leicht abgeänderten Ausführungen und einige spezielle Gegner, wie die fliegenden Dämonen, extrem zähe Gorillas oder seltsame Blasen. In diesem Aspekt zieht das Spiel qualitativ nicht mit anderen Spielinhalten gleich, was die Vielfalt angeht.

Das… war ekelig… allerdings kein Gegner

Stabile Technik mit einem Manko

Kommen wir nun zur Technik von Metro 2033. Das Game läuft zwar nur in 30 FPS, dafür werden diese aber auch konstant gehalten. Nur in extrem seltenen Ausnahmen kann es da schon mal zu Schwankungen kommen.

Die Texturen Unterscheiden sich nicht all zu stark von der PS4-Version. Die Effekte, Schatten und Kantenglättung befinden sich auf gutem Niveau in Relation zur Leistung der Nintendo Switch.

Der populäre Technik-Channel Digital Foundry zeigt sich sehr beeindruckt von diesem Port. Schaut euch doch bei Interesse gerne deren Video zur Redux-Version der Switch an:

Hier findet die saubere Arbeit von 4A Games berechtigtes Lob!

Aber! Einen besonderen Kritikpunkt habe ich dann doch bei der Technik. Das Game ist im Gegensatz zur PC-Version extrem verdunkelt, ohne, dass man Helligkeitseinstellungen vornehmen kann. Das habe ich bisher bei noch keinem Spiel dieser Art so gesehen und trübt bei einem Vergleich schon ein wenig den Gesamteindruck. Alles stark verdunkeln ist eine recht simple Lösung.

Die Ladezeiten fallen leider recht lang aus, außer bei einem Level-Neustart.

Die Gegner-KI ist nicht besonders gut. Mutanten rennen einfach wild auf uns zu und enden als Schießbudenfiguren. Die Menschen sind da schon interessanter. Sie springen schon mal mit einer Rolle aus den Deckungen oder schauen kurz aus diesen hervor. Die Kämpfe waren schon fordernd, auch wenn sie spielerisch eher unspektakulär ausfallen. Da fühlt sich Metro 2033 etwas zu oldschool an.

Kleinere aber nervige Fehler

Der Titel ist nicht frei von Fehlern. Einmal ist mir das Game während einer Ladesequenz abgestürzt. Des Weiteren ereilte mich an einer Stelle ein seltsamer Bug, welcher nur durch ein Neuladen behebbar war. Schaut doch gerne einmal selbst:

Strange…

Ich musste die Leiter hoch, doch konnte Artjom diese nicht emproklettern. Ich habe es auch mit Springen versucht, wodurch eine Cut-Scene getriggert wurde, die eigentlich erst weiter oben abläuft.

Manchmal zittern Feinde ein wenig seltsam, wenn sie am Boden liegen und man sie plündert. Lasst mich euch an dieser Stelle ein eher witziges Beispiel aus dem Nachfolger Metro: Last Light zeigen:

Gib alles!

Geringe Spieldauer und verschiedene Enden

Die Spieldauer von Metro 2033 ist sehr kurz und beläuft sich auf unter zehn Stunden. Sollte man allerdings viel und gerne schleichen und sehr viel erkunden, kann man diese Marke knacken. Aufgrund der verschiedenen Spielstile und Schwiergkeitsstufen bietet der Titel einen guten Wiederspielwert.

Unter bestimmten Voraussetzungen können wir ein ganz spezielles Ende erleben, welches so nicht im Roman von Gluchowsky vorkommt. Dazu gehört zum Beispiel das Interagieren mit verschiedenen Musikinstrumenten oder auch das Spenden von Munition an bedürftige Metro-Bürger.
Für Fans des ersten Buches der Metro-Reihe eventuell ein wohltuender Abschluss.

Metro: Last Light

Artjoms Reise geht weiter!

Metro: Last Light ist erstmalig am 14. Mai 2013 erschienen. Den Vertrieb übernahmen Deep Silver und das damalige THQ.
Genau wie Metro 2033 läuft der Titel mit der Studio-internen 4A-Enigne.

Artjoms Fortsetzung spielt sich sehr ähnlich zu seinem Vorgänger. Daher thematisiere ich das Gameplay und andere Elemente nicht mehr so ausführlich wie im ersten Part. Metro 2033 ist in den meisten Bereichen auf den Standard von Metro:Last Light angehoben.

Auch hier präsentiert man uns einen stylischen Spieleinstieg:

Eine schöne Kamerafahrt, wenn auch simpler als im ersten Teil

Der weitere Verlauf der Geschichte

Interessant ist, dass 4A Games im Sequel eine eigene Handlung kreiert hat. Dennoch gibt es Parallelen zum Roman Metro 2034. Es liegt ein starker Fokus auf das Erforschen der „Schwarzen“ aus dem Vorgänger. An dessen Ende erhält Artjom den Befehl an die Oberfläche zu kehren, um eine Sichtung der „Schwarzen“ zu überprüfen.
Dabei geraten wir und einer von den mysteriösen Wesen in die Gefangenschaft der Neofaschisten. Also müssen wir uns aus dieser Lage befreien und gleichzeitig den „Schwarzen“ retten, den die Neofaschisten gefangen genommen haben. Wir sollen Kontakt zu ihm aufnehmen, um zu überprüfen, was ihre Intention ist.

Zuvor erhalten wir allerdings den Befehl, den „Schwarzen“ zu töten. Unser Kamerad Khan ist dagegen, doch prallen seine Einwände an dem Oberbefehlshaber ab.

Das ist so der Grundtonus

Währenddessen, wie soll es auch anders sein, bereiten sich verschiedene Fraktionen mal wieder auf einen Krieg vor. Im Zentrum des Interesses liegt der im Vorgängertitel entdeckte riesige Waffenbunker D6.
Wir decken viele Geheimnisse und Zusammenhänge auf und versuchen eine Katastrophe zu verhindern!

Spielt sich sehr flach

Ähnlich wie Metro 2033, kann auch der Nachfolger nicht mit spielerischer Raffinesse glänzen. Die KI ist noch immer ziemlich dämlich und so verkommen sämtliche Gegner zu Schießbuden-Figuren. Clevere Manöver sind eine Seltenheit. Die Mutanten rennen noch immer einfach auf uns zu und greifen uns wild mit den immer gleichen Angriffen an. Menschen hingegen rennen immer wieder in meine Angriffe hinein, ohne Lerneffekte erkennen zu lassen.

Ich habe euch mal zwei Beispiele für unsere beiden Feindestypen rausgesucht (Hier sieht man übrigens auch, wie sich Artjom am Ende vom ersten Video über die Gasmaske wischt):

Ich präsentiere die cleveren Mutanten…

Wenn ihr nun glaubt, die Menschen seien raffinierter, so schaut euch folgenden Clip an:

Intelligenz sieht anders aus…

Insgesamt spielen sich beide Titel sehr flach, geradzu altmodisch. Allerdings kann der Nachfolger hier mit Bosskämpfen aufwarten, die zwar nun auch keine Innovationen darstellen, aber mal besondere Herausforderungen darstellen.

Diesmal ein anderer Spielstil

Im ersten Teil spielte ich den Modus „Überlebender“ und hatte mit Ressourcen-Knappheit zu „kämpfen“. Der Schwierigkeitsgrad war „Normal“.

Nun wollte ich mal den Spartaner-Spielstil ausprobieren, welcher eher actionlastig ist, ohne stetig geizen zu müssen. Das Spielerlebnis gestaltete sich daher entspannter, aber auch nachlässiger und etwas anspruchsloser. Wieder wählte ich die Schwierigkeit „Normal“.

Es ist ein starker Punkt, dass man die Games auf verschiedene Art und Weise spielen kann, unabhängig vom Schwierigkeitsgrad. Wer es anspruchsvoller und mit mehr Nervenkitzel mag, wählt „Überlebender“. Wollt ihr eher die Story genießen und einfach ein wenig ballern, so wählt „Spartaner“.
Die leichtere Tarnung ist mir persönlich nun nicht so aufgefallen. Allerdings zeigte mir ein blaues Licht meiner Armbanduhr an, wenn ich sichtbar war. Eventuell ist dies damit gemeint.

Starke Atmosphäre

Ebenfalls ähnlich wie im Vorgänger liegt der Fokus auf einer starke Atmosphäre. Tatsächlich konnte mich Metro: Last Light in diesem Punkt noch etwas mehr überzeugen. Das liegt vor allem an den schöneren und abwechlungsreicheren Außengebieten, aber auch an der Abwechslung innerhalb der Tunnel sowie dem stärkeren Fokus auf die geheimnisvollen „Schwarzen“. Denn je mehr man über diese telepathisch begabten Wesen herausfindet, desto mehr Puzzleteile fügen sich zusammen. Hier sind definitiv emotionale Momente vorhanden.

Es führt soweit, dass wir sogar als Team zusammenarbeiten und das Wesen aus meinen Handlungen lernt, die Welt besser zu deuten. Wie ein Rohling, der beschrieben wird.

Auch der Neofaschismus bringt eine bittere aber interessante Note mit rein. Schaut euch dazu mal die folgende Szene an:

Ja, das ist bedrückend

Als wäre das noch nicht genug, geizt man ebenso wenig mit nackter Haut, was aufgrund der Brust-Physik schon fast etwas lächerlich wirkt. Schaut es euch gerne mal an:

Gefällt euch?

Das Spektakel findet an einem bestimmten Ort statt: Venedig. Doch denkt bitte nun nicht anser unser prachtvolles und romantisches Venedig, sondern eher eine dystopische Kopie. Ich mag euch diesen Ort einmal vorstellen und als Beispiel aufzeigen, welch Abwechslung man hier erlebt.

Das wunderschöne Venedig

Hach, ja… da lässt es sich doch leben. Zwischen schlechtem Fisch, betrunkenen Gammlern und ganz viel Erotik. Mein Highlight dort war der euphorische Musiker aus dem Video, der für eine gute Stimmung bei der Bootsfahrt sorgte.

Das Action-Gewand

Die Action ist recht cool präsentiert, auch wenn sie sich gewohnt flach spielt. In folgender Sequenz rennen wir einfach nur davon. Cool ist die Szene dennoch:

Ein weiteres Beispiel zeigt eine leicht anspruchsvollere Aufgabe und etwas Abwechslung zum sonstigen Gameplay, auch wenn der Unterschied lediglich darin besteht, dass wir beim Schießen fahren:

Rasante Fahrt

Das Action-Anteil kommt insgesamt nicht zu kurz, doch ähnlich wie in Metro 2033 gibt es Passagen, an denen wir einfach nur hinter einem NPC herlaufen, während wir interessante Dinge erfahren. Stellenweise fielen mir solche Passagen etwas zu lang aus.

Auch im Nachfolger bilden wir gelegentlich Teams mit anderen Menschen:

Teamwork ist praktisch!

Eindrucksvolle Panoramen

Wie weiter oben erwähnt, bietet Metro: Last Light schönere Außengelände. Einerseits sind die Areale etwas weitläufiger, unterscheiden sich aber auch optisch stärker voneinander. Hier ist nicht so vieles in Dunkelheit gehüllt wie im Original.

Außerdem gefiel mir, dass die Eislandschaft stellenweise ins Gameplay eingebettet ist:

Es fühlte sich auf dem Eis sehr realistisch an

Gezeiten-Switch

Sehr gelungen ist auch die Gegenüberstellung von Vergangenheit und Gegenwart. Nicht selten ereilen uns Visionen, in denen wir die Schauplätze im früheren Zustand sehen. Mal erfahren wir, was passiert ist und mal sehen wir einen kurzen Ausblick. Dieser simple Effekt veranschaulicht die dystopische Postapokalypse durch seine direkte Gegenüberstellung sehr eindringlich:

Was für ein Wandel…

Technik und Soundtrack

Hier verhält es sich ähnlich wie bei Metro 2033, da es sich ja hier auch um eine allgemeine Überarbeitung der Engine handelt und der erste Teil an den zweiten angepasst ist.
Optisch gestaltet sich Metro: Last Light allerdings abwechslungsreicher. Mit atmosphärischem Nebel hat der Titel aber so seine Probleme:

Den hätte man fast besser weglassen können…

Auch die Ladezeiten und Effekte sind mit dem Vorgänger vergleichbar. Oben im Video von Digital Foundry findet ihr beide Titel thematisiert, also schaut bei Interesse gerne rein.

Der Soundtrack ist ebenfalls sehr facettenreich und unterstreicht das Geschehen gekonnt. Das einzige, was mich etwas gestört hat, war der zu aggressive Track, wenn man gegen Feinde kämpfte. War die Gefahr vorüber, ebte dieser abrupt ab. Das finde ich nicht ganz elegant gelöst. Dies betrifft allerdings beide Teile. Nichtsdestotrotz trieb der Track den Puls hoch.

Spieldauer und verschiedene Enden

Bei der Spieldauer verhält es sich grob wie beim ersten Teil. Rechnet mit ungefähr zehn Stunden. Je nach dem, womit wir interagieren und welche Entscheidungen wir treffen, erwartet uns ein anderes Ende. Somit ist neben den verschiedenen Schwierigkeitsstufen und Spielstilen auch hier ein erhöhter Wiederspielwert vorhanden.

Noch so viel mehr in der Metro

Ach, ich könnte hier nun noch so viel mehr erzählen und euch zeigen, doch das sprengt dann den Rahmen. Ich denke, ihr habt hier schon einen guten EIndruck der Redux-Fassung bekommen.

Na gut… zum Abschluss gibt es noch einen Knaller:

Das hat mächtig gerummst!

Inhalte der Redux-Fassung

Löblich ist an dieser Stelle, dass das Redux-Bundle auf einer 16 GB-Cartridge ausgeliefert wird. Beide Games sind samt DLC enthalten. Bei den Zusatzinhalten handelt es sich um verschiedene Missionen. Beispielweise Spielen wir einen Scharfschützen oder einen schwer bewaffneten Reichsbürger in kleineren Missionen.
Auch bekommen wir mehr Einblicke zu den Charakteren und können uns sogar der Turmherausforderung stellen, wo wir uns Ebene für Ebene nach oben kämpfen. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei kontinuierlich an.
Es ist somit viel Content vorhanden, welcher eine gute Ergänzung darstellt!

Das spezielle Ranger-Bundle enthält einige Goodies

Metro Redux erscheint am 28. Februar 2020 für die Nintendo Switch.
Ihr könnt das Paket entweder als Retail-Fassung kaufen oder beide Titel seperat aus dem Nintendo eShop herunterladen.

Pros

  • Starke Atmosphäre
  • Viele verschiedene Szenarien
  • Abenteuer im Team und alleine sorgen für Abwechslung
  • Viele Details und Lebhaftigkeit in den Metro-Stationen
  • Toll ausgearbeitetes Setting
  • Stabile Technik
  • Gelungene Bewegungssteuerung
  • Gutes Trefferfeedback bei Gegnern
  • Stimmiger Soundtrack
  • Hoher Wiederspielwert durch verschiedene Spielstile und Schwierigkeitsgrade
  • Interessantes Gasmaken-Feature sorgt für Beklemmung
  • Genügend Waffen für jeden Spielertypen
  • Herangehensweisen können stark voneinander abweichen (Schleichen/Action)
  • Unterschiedliche Enden je nach Entscheidungen
  • Coole Action-Momente
  • Umfangreiche Ausrüstung
  • Survival-Flair
  • Fraktionen mit eigenen Ideologien

Cons

  • Kurze Spieldauer
  • Sehr schlauchig
  • Gameplay sehr flach und altmodisch
  • Stumpfe KI-Gegner
  • Geringe Gegnervielfalt
  • Metro 2033 stark verdunkelt, keine Helligkeitsanpassung möglich
  • Frustpotenzial durch Ressourcen-Knappheit
  • Gesichtmimik und Animationen veraltet
  • Teils lange passive Passagen
  • Artjom ist im Spielgeschehen stumm, trotz vorhandener Stimme
  • Lediglich 30 FPS und längere Ladezeiten über 1 Minute

Fazit zu Metro Redux auf der Nintendo Switch

Ich bin froh dieses postapokalyptische Abenteuer einmal nachgeholt zu haben. Was der Titel an spielerischen Schwächen hat, gleicht er durch seine Detailverliebtheit, seinem Setting und seiner Atmosphäre locker wieder aus. Bei den beiden ersten Metro-Games handelt es sich um dystopische Reisen in ganz unterschiedlich Gefilde.
Technisch läuft der Titel sauber, lädt dafür aber auch ziemlich lang zwischen den Kapiteln.
Leider kann der Titel spielerisch heutzutage nicht mehr wirklich punkten, spielt aber immer noch oben mit, wenn es darum geht, eine Geschichte in einer zerstörten Welt zu erzählen.
Durch seine verschiedenen Gebiete innerhalb des authentischen Settings, versprüht es durch die Ressourcen-Knappheit und verschiedene Feinde ein sehr gelungenes und actionreiches Abenteuer in den Metrotrunneln von Moskau! Wer sich an dieser Art Gameplay stört, kann der Wertung gerne einen Punkt abziehen.

Das Testmuster wurde uns von Koch Media zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Über Justin Aengenheyster 328 Artikel
Im Jahr 1992 erschien Mortal Kombat... und ich. Wir beide sind auf unsere Weise brutal. Ich für meinen Teil fahre brutal auf Videospiele ab und beschäftige mich gnadenlos mit verschiedenen Themen, um Gleichgesinnte zu informieren. Als treues Nintendokind befasse ich mich am liebsten auch mit Nintendospielen.

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