Team Xecuter – zwei Mitglieder der Piraterie-Gruppe festgenommen

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In einem offiziellen Statement des amerikanischen Justizministeriums wurde bekanntgegeben, dass zwei Mitglieder von Team Xecuter festgenommen wurden. Diese haben über Jahre hinweg mehreren Nintendo-Plattformen, darunter die Switch, 3Ds und die NES: Classic Edition durch Piraterie und illegale Tools geschädigt.

Dies ist bereits die zweite gute Neuigkeit in dieser Woche, nachdem Nintendo erst kürzlich eine Klage gegen eine Hacker-Seite gewonnen hat.

Die Individuen produzierten und verkauften über Jahre hinweg illegale Geräte, mit welchen beliebte Videospielkonsolen gehackt werden konnten, damit darauf nicht autorisierte oder raubkopierte Spiele gespielt werden konnten. Davon waren neben Nintendo-Konsolen außerdem die Sony PlayStation Classic und die Microsoft Xbox betroffen.

Die Angeklagten waren offenbar Anführer einer berüchtigten internationalen kriminellen Gruppe, welche über Jahre hinweg illegalen Profit durch Piraterie einstrich. Die Festnahmen zeigen deutlich, dass wir Hacker dafür zur Rechenschaft ziehen, sich illegal am geistigen Eigentum anderer Unternehmen zu schaffen zu machen, um damit selbst Geld zu verdienen, egal wo sie sich befinden.

Generalstaatsanwalt Brian C. Rabbitt

Max Louarn, einer der beiden Köpfe, lebt in Avignon, Frankreich, der andere, Gary Bowser, wurde in Santo Domingo in der dominikanischen Republik festgenommen.

Team Xecuter wurde damit zwar ein wenig zurückgeworfen, jedoch gibt es Anzeichen dafür, dass das Unternehmen aus über einem Dutzend Mitglieder besteht, u. A. Entwickler, welche die Schwachstellen der Konsolen herausfinden und ausnutzen, indem sie Umgehungsgeräte entwickeln, über Webdesigner, welche diverse Webseiten für die angebotenen Geräte erstellen, Lieferanten, welche die Geräte herstellen und Reseller, welche die Geräte verkaufen.

Außerdem ging das Unternehmen so weit, eine Lizenzgebühr für die vollständige Benutzung ihrer Geräte zu verlangen. Wer darauf illegale Spiele zocken wollte, musste noch einmal in die Tasche greifen, bevor er sich die Titel aus ihrer Datenbank laden konnte.

„Stell dir vor, du hast etwas entwickelt und jemand klaut es dir und vermarktet verkauft es dann an Kunden auf der ganzen Welt weiter. Genau das hat Team Xecuter getan.“, sagte Special Agent Raymond Duda vom FBI in Seattle. „Das ist ein perfektes Beispiel dafür, weshalb das FBI sich mit hoher Priorität um den Diebstahl geistigen Eigentums kümmert. Diese Festnahmen sollten als Warnung gelten, dass Piraterie von der FBI nicht als Spiel angesehen wird, sondern eine ernste Sache ist.“

Team Xecuter hat ihre Geräte zeitweilig so vermarktet, dass sie ja eigentlich nur für Leute gedacht sei, die ihre eigenen Videospiele erstellen wollten. Doch wurden die Geräte hauptsächlich dafür gekauft, um darauf geklaute Videospiele zu zocken. Dafür hat das Team große Online-Datenbanken mit gestohlenen Spielen erstellt und viele ihrer Geräte hatten bereits zahlreiche geklaute Spiele vorinstalliert.

Quelle: NintendoEverything

Über Roger Hogh 570 Artikel
Baujahr 1987, begann bereits als Zwerg mit einem Sega Master System II zu zocken, der einzigen Nicht-Nintendo-Konsole, die er je besessen hat. Begeisterter Fan von guten Metroidvanias und The Legend of Zelda. Überwiegend Einzelspieler, aber man findet ihn gerne mal bei einer Runde Smash Bros, natürlich als Link.

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