Final Fantasy – Grezzo-CEO Koichi Ishii über die Ursprünge und Lore der Reihe

Koichi Ishii ist der Gründer von Grezzo, dem Unternehmen, das unter anderem The Legend of Zelda: Link’s Awakening für Nintendo Switch entwickelt hat. Seine Zeit in der Spielebranche ist jedoch noch viel länger und bedeutsamer. Denn er war Projektplaner bei Square Enix – bzw. Squaresoft – für das ursprüngliche Final Fantasy auf dem NES.

In einem Interview, das Square Enix anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von Final Fantasy III auf dem Famicom – wie das NES in Japan heißt – ins Leben gerufen hatte, erklärte Ishii seine Rolle bei der Erstellung der Reihe. In diesem enthüllte er die Lore hinter willkürlichen Dingen wie Weißmagier, dunkle Ritter und Mogrys.

Nachdem der Schöpfer Hironobu Sakaguchi ihn für Final Fantasy engagiert hatte, begann Ishii bereits, das Spiel selbst zu planen. Denn Sakaguchi und der Designer Akitoshi Kawazu waren noch damit bechäftigt, Rad Racer zu entwickeln.

Er entwarf die Betonung auf die Elemente Feuer, Wasser, Wind und Erde. Er entwickelte auch die „dioramaartige Weltkarte, Charaktere, die sich wie bemalte laufende Metallfiguren anfühlten, und ein Gefühl von Höhe und Tiefe durch luftschiffähnliche Fahrzeuge, die Schatten auf den Boden werfen.“

Insbesondere aber war die Seitenansicht des Kampfes – eine Abkehr der First-Person-Perspektive, die in Dragon Quest verwendet wurde – neben dem Entwurf der Kampf-Sprites der Helden in Final Fantasy I und III ebenfalls seine Idee.

Die Lore hinter Final Fantasy

Was jedoch überrascht, ist die Menge an Lore, die Koichi Ishii für die Spielwelt ausgedacht hat, die bisher scheinbar unbekannt war. Zum Beispiel sind die Berge im ursprünglichen Spiel weiß, weil „die Felsen, aus denen die Berge bestehen, Kristallscherben enthielten und diese durch die Reflexion der Sonnenstrahlen funkelten. Deshalb wurde die Bergoberfläche weiß dargestellt.“

Das Bild zeigt das Konzeptart eines Mogrys aus "Final Fantasy".
Auch die Mogrys sind ein Werk Ishiis

Außerdem haben weiße Magier das charakteristische rote Dreieck auf ihren Roben, weil „die Robe eines weißen Magiers aus roten Fäden gestickt ist, die beim Zusammenspinnen von Magie durchdrungen sind, was die magische Kraft des Trägers erhöht. Der Grund für die roten Fäden an den Ärmeln ist, dass Magie den Körper durch die Hände und Handgelenke verlässt, sodass dieser Bereich am effektivsten ist.“ Aus Eben diesen Gründen verwenden sie keine Eisenausrüstung, da diese Magie „auflösen“ kann.

Des Weiteren verschwinden Charaktere der Klasse der dunklen Ritter in Final Fantasy III, wenn sie sterben, und hinterlassen nur Rüstungen, weil „sie einen dunklen Pakt haben, in den ihr Körper mit Runen der dunklen Magie eingraviert ist. Wenn sie kampfunfähig sind, nehmen die Runen der dunklen Magie ihre Seele und ihren Körper, sodass nur die leere Rüstung übrig bleibt.“

Das Interview umfasst noch viele weitere Aspekte. Dieses könnt ihr euch auf der offiziellen Final Fantasy-Webseite durchlesen. Wenn ihr gerne Charaktere ausmalt, findet ihr hier passende Ausmalbilder aus der Final Fantasy-Reihe.

Wusstet ihr, dass der Grezzo-CEO so einen bedeutenden Anteil an der Final Fantasy-Reihe hatte? Interessiert euch die Lore von Videospielen?

Quelle: NintendoEnthusiast

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Über Marcel Eidinger 439 Artikel
Marcel ist im Jahr 1986 geboren, dem Jahr, wo seine Lieblings-Spielereihe ihren Ursprung hat: The Legend of Zelda. Mit seinen nun mehr als 30 Jahren Lebens- und ca. 25 Jahren Nintendo-Erfahrung versucht er euch mit Liebe und Leidenschaft auf dem Laufenden zu halten!

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