Bennink über Nintendos Beteiligung an LEGO Super Mario und verworfene Ideen

Wie wir bereits erfuhren, befand sich LEGO Super Mario seit 2015 in Entwicklung. Die Zusammenarbeit von LEGO und Nintendo scheint dabei sehr eng gelaufen zu sein. Jonathan Bennink, der leitende Designer der Produktserie, ging in einem Interview mit GamesIndustry näher auf die Beteiligung Nintendos ein.

Außerdem plauderte er über verworfene Ideen während der Entwicklung. Nachfolgend findet ihr den übersetzten Teil des Interviews:

Wir haben ein Konzept ausprobiert, bei dem Kinder Levels in der App abschließen müssen. Danach haben sie es auf diese Weise erstellt… Dies hat allerdings den ganzen Spaß und die Unbeschwertheit des Bauens genommen, weil die Kinder nur die Level in der App abgeschlossen haben. Wir dachten, dass sie das schon genug in Videospielen tun.

Wir fühlten, dass der Spaß darin bestehen sollte, kreativ zu sein und zu bauen. Ziemlich früh wussten wir, dass wir einen interaktiven Charakter haben wollten, aber was machst du dann? Ursprünglich planten wir ein Bewegungsspiel, bei dem Kinder mit der Figur durch den Raum rennen, Münzen sammeln und springen konnten.

Die Kinder waren aufgeregt, aber dann kamen wir heraus und präsentierten es, und einige der Führungskräfte sagten: “Ja, aber warum ist es ein LEGO-Spiel?” Bei LEGO geht es darum, deine Kreativität aufzubauen und zu nutzen. Dieser Sprung von der Aussage, wir hätten eine Idee für eine interaktive Figur, zu der Frage: Warum ist es für Lego sinnvoll, dies zu tun? Das war die größte Herausforderung.

Dann kamen wir mit einer Idee aus den Brainstorms, dass alles, was du zwischen Start und Ziel aufbaust, ein Level ist und dies entwickelte sich dazu, dass du Münzen im Level sammelst, Zeitlimits einhalten und Herausforderungen überwinden musst.

Jonathan Bennink, leitender Designer LEGO Super Mario
Das Bild zeigt Bennink beim präsentieren von LEGO Super Mario.
Spring mit Mario auf Bowser Jr., um Münzen zu erhalten

Bennink über die Beteiligung von Nintendo

Wie anfangs erwähnt, sprach Bennink an einer anderen Stellen im Interview die starke Beteiligung von Nintendo am Projekt an. Nintendo war demnach sehr in den Erstellungsprozess, die Technologie und sogar in Falltests involviert.

„Hands-on bringt es sehr gut auf den Punkt. Nintendo ist einfach so leidenschaftlich in allem, was sie tun. Sie kümmern sich mehr als alles andere darum, was der Verbraucher am Ende fühlt. Sie waren Teil der Erstellung des Spielkonzepts aus den frühesten Skizzen. Manchmal erstellten sie einen Prototyp, manchmal machten wir es und wir schickten sie hin und her. Sie haben wirklich das wesentliche Denken darüber übernommen, was das Spiel sein könnte.

Sie haben uns auch bei der Technologie geholfen. Wir haben die Sensortechnologie gemeinsam entwickelt und jetzt helfen sie uns, auf den Markt zu kommen. Es war eine ziemlich einzigartige Zusammenarbeit für Lego, bei der wir bei allem, was wir tun, so nah dran waren, einschließlich der Verpackung und der Falltests. Den Prototyp haben sie 6.000 mal fallen lassen.

Natürlich war da dieser Typ [zeigt auf Lego Mario]. Wir haben weit über ein Jahr gebraucht, um von der Idee, diesen Bildschirm in einem Mario zu haben zu diesem Charakter zu gelangen, der genehmigt wurde. Es ist ein irre aussehender Mario, weil er quadratisch ist. Das liegt an der Technologie in ihm. Technologie ist in der Regel quadratisch – mit Dingen wie Batterien usw. – und auch traditionelles Lego ist quadratisch, sodass wir der Meinung waren, dass es gut passt.

Und dann die Mütze… die Mütze von Mario ist so wichtig und ikonisch, dass sie die Form haben musste, die sie hat. Auch sein Bauch, der dort überhängt, hat tatsächlich die Form der Lego-Motorhaube. Diese kleinen Haarsträhnen haben die Form von 1×1 Lego-Bausteinen. Wir haben versucht, Mario aus Lego-Elementen zu kreieren. “

Jonathan Bennink, leitender Designer LEGO Super Mario

Mein Eindruck zu Jonathan Bennink festigt sich immer weiter. Nachdem ich bereits einen Artikel über ihn geschrieben hatte, empfinde ich ihn als sehr kompetent und zudem kommen seine Aussagen sympathisch rüber.

Was denkt ihr über die verworfenen Ideen? Hättet ihr diese besser gefunden?

Quelle: NintendoEverything

Über Marcel Eidinger 1210 Artikel
Marcel ist im Jahr 1986 geboren, dem Jahr, wo seine Lieblings-Spielereihe ihren Ursprung hat: The Legend of Zelda. Mit seinen nun mehr als 30 Jahren Lebens- und ca. 25 Jahren Nintendo-Erfahrung versucht er euch mit Liebe und Leidenschaft auf dem Laufenden zu halten!

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