Zelda: Breath of the Wild 2 – Wünsche

Meine Wünsche für Zelda – Breath of the Wild 2!

The Legend of Zelda – Breath of the Wild performt extrem erfolgreich auf der Nintendo Switch. Das Game hat sich viele Millionen Mal verkauft und konnte eine gute Gesamtwertung bei der Fachpresse ergattern. Doch obwohl die allgemeine Zufriedenheit recht hoch zu sein scheint, gibt es natürlich auch Fans der Reihe, die mit dem neuen Kurs weniger anfangen können als andere. Der aktuelle Zelda-Titel hat sich in seiner Formel eher an den Serien-Erstling aus dem Jahre 1986 orientiert: Absolute Freiheit.

Neben dem Freiheitsgefühl gibt es aber auch weitere Aspekte, die sich zu den Zelda-Titeln in den Jahren davor verändert haben. Beispielsweise setzt Nintendo bei Zelda – Breath of the Wild nicht auf thematische Dungeons samt Endboss und speziellem Item. Stattdessen erhält Link schon vorher ein gewisses Repertoire an Items und muss diese auf seiner Reise geschickt kombinieren, um an sein Ziel zu gelangen. Meiner Meinung nach ein sehr interessanter und auch frischer Ansatz, vor allem da die Physik- und die Chemie-Engine so toll funktionieren. Insgesamt finden sich 120 Schreine in Zelda BotW. Davon gibt es aber nicht wenige Schreine, in denen man einfach nur sein Geschenk abholt oder die Kämpfe gegen den immerselben Gegner in ein paar unterschiedlichen Ausführungen bestreitet. In den restlichen Schreinen löst man Rätsel, die insgesamt leider viel zu leicht ausfallen.

Die Musik fällt aufgrund der Natur-Thematik deutlich dezenter aus. Der Fokus sollte auf den Naturgeräuschen liegen, was bei dieser Art Setting auch Sinn ergibt.

Ich könnte nun sämtliche Punkte abarbeiten, aber leite lieber direkt auf meine Wünsche um.

Meine Wünsche für das Sequel zu Zelda Breath of the Wild

Ich wünsche mir wieder thematische Dungeons. Die Schreine finde ich extrem generisch. Ich verbinde mit diesen einfach nichts. Ich kann euch gerne von meinen Eindrücken aus dem Waldtempel aus Zelda – Ocarina of Time erzählen. Doch geht sowas bei den Schreinen weniger einfach: „Weißt du noch der eine Schrein, mit dem Rätsel, wo man die Kugel wegschlagen oder den anderen, bei welchem man eine Brücke bauen musste?“ Die Musik und auch der Look sind absolut generisch, weil es sich jedes Mal wiederholt. Einen Endboss vermisst man leider ebenso. Die Items hat man alle schon parat. So interessant die generelle Idee ist, so flach ist sie in der Ästhetik oder beim Reflektieren der Erlebnisse. Das Gameplay an sich und die Möglichkeiten sind dadurch zwar deutlich umfangreicher, die Abenteuer in den Schreinen aber austauschbar. Und das ist für viele ein Bruch, der wenig mit der Reihe zu tun hat.

Wie oft kämpft man gegen diesen Gegner?

Weniger dezente Musik

Ähnlich ist es mit der Musik. Zuvor hat uns die Serie bei sämtlichen Arealen sehr eindringliche Tracks präsentiert. Im aktuellen Ableger jedoch ändert sich der Präsentationsstil. Natürlich ist der Soundtrack vorhanden und entgegen vieler Meinungen sogar sehr umfangreich, aber da man meistens in der Steppe unterwegs ist, erlebt man nicht all zu viel musikalische Abwechslung. Ich mag damit nicht äußern, dass ich den neuen Stil „schlecht“ finde, nur trifft dieser meinen Geschmack einfach nicht. Und genau das ist die Kernessenz dieser Montagsmeinung: Ich finde Zelda – Breath of the Wild nicht schlecht, nur trifft es als Zelda-Titel meinen Geschmack leider eher weniger.

Kreativere Quests

Hach, was waren die Quests in Zelda – Ocarina of Time oder Majora’s Mask manchmal verrückt und interessant. In Zelda – Breath of the Wild bestehen extrem viele Quests aufgrund der Masse leider aus billigen Fetch-Quests, die einfach nur mühselig sind. Da wünsche ich mir einfach weniger in der Gesamtzahl, dafür aber eindringlichere Quests, die man nicht mehr vergisst.

Waffen, die länger halten

Die Idee, dass Waffen mit der Zeit abnutzen, mag ich. Nur ist die Umsetzung eher flach. Was mich beispielsweise in Fallout 3 noch begeistern konnte, stört mich hier eher. Die Waffen gehen einfach zu schnell kaputt. Dass man mit dem klarkommen muss, was man gerade findet, anstatt nur seine OP-Waffe zu nutzen, verstehe ich. Doch sollte es einen Mittelweg geben. Eine Möglichkeit, seine Waffen haltbarer zu machen oder reparieren zu können. So verbringt man dann auch weniger Zeit im Ausrüstungsmenü. Denn ständig, ja wirklich ständig, im Menü zu manövrieren, wirkt unauthentisch zum Setting der Welt.

Klasse statt Masse für Zelda – Breath of the Wild 2

Der Punkt ist nun etwas kompliziert, da wir ja bereits wissen, dass das Sequel in der gleichen Welt spielt. Es wäre nun aber langweilig, wenn man die gleichen Orte einfach noch mal abläuft. Es sei denn, Nintendo baut aus irgendeinem Grund die Städte, Dörfer und Siedlungen wieder auf. Im Trailer zum Sequel sieht man den Untergrund. Meine Hoffnung besteht darin, ein großes Untergrund-Areal erkunden zu können. Doch dabei wünsche ich mir weniger große, leere Flächen, sondern eher kleinere und detailverliebtere. Vielerorts steht Zelda – Breath of the Wild in Kritik, dass es viele große, aber sehr leere Flächen bietet, wo rein gar nichts passiert. Auch das ergibt in diesem Setting durchaus Sinn. Es ist authentisch innerhalb der Welt. Aber eben nicht spannend, eher entspannend. In dieser Ausprägung haben das Zelda-Fans vorher nicht erlebt und vielen gefällt dies auch nicht.

Bessere Klettermöglichkeiten bei Regen

Es ist sehr ärgerlich, wenn das Haupt-Feature des Games durch den eigenen Wetterzyklus kannibalisiert wird. Sobald es regnet, ist das Klettern durch das ständige Abrutschen die reinste Qual. Da wünsche ich mir eine Lösung für. Ob spezielles Schuhwerk oder die Anpassung, dass man nur noch halb so oft abrutscht. Da muss echt was passieren. Klar, man konfrontiert auch hier den Spieler mit der Unbarmherzigkeit der Natur, doch in diesem Punkt stark zu Lasten des Spielspaßes.

Hier gebe ich euch eine kleine Mogelei an die Hand:

Eine richtige Story

Hm, was meine ich nun mit „richtig“. Ich persönlich finde es schon fast unverschämt, wie man uns Zelda – Breath of the Wild damals in den Trailern präsentierte. Es wirkte wie eine storylastige Geschichte, in der schnell hintereinander geschnitte Emotionen den Zuschauer packen sollten. Doch dass man dann im fertigen Game einfach nur Punkte abläuft, in welchen Rückblenden zu sehen sind, um dem ganzen Geschehen mehr Kontext zu verleihen, hatte mich maßlos enttäuscht. Die Präsentation der Geschichte wünsche ich mir eher wieder klassischer und nicht als seltsames Gimmick.

Antagonist mit Profil

Egal welcher Antagonist im Sequel zu sehen sein wird: Bitte kein Abklatsch oder Vorstufe zum eigentlichen Antagonisten. Das fühlt sich für mich im aktuellen Ableger einfach nicht wertig, sondern eher wie ein austauschbares Abziehbild an. Da wünsche ich mir endlich mal ein differenzierteres Feindbild, anstelle vom klischeebehafteten „Ich will Macht“-Gelaber. Leider gilt das nicht nur für den aktuellen Titel, sondern für fast alle Zelda-Spiele.

Weniger Framedrops

Da Zelda – Breath of the Wild sowohl für WiiU als auch für die Nintendo Switch erschien und es Probleme mit der Engine gab, lief der Titel anfangs noch mit mehreren Framedrops. Das Sequel erscheint allerdings exklusiv für die Hybrid-Konsole und baut auf der bereits vorhandenen Engine auf. Daher bin ich mir sicher, dass Nintendo hier noch mal eine gute Schippe drauflegt.

Erhöhter Schwierigkeitsgrad

Das ist stets ein Punkt in Diskussionen, welcher auf der Gegenseite meist das Argument hervorbringt: „Nun gut, nutze einfach schlechtere Ausrüstung“. Das hat allerdings die billigste Art und Weise einer Erhöhung des Schwierigkeitsgrades zur Folge… Die Kämpfe dauern länger. Was ich allerdings meine, sind kniffligere Abfolgen von Angriffen. Gerne schnellere Aktionen. Die Endbosse der Titanen sind schlichtweg wenig herausfordernd, die Verheerung Ganon geradezu lächerlich. Nintendo macht sich seit vielen Jahren einen schlanken Fuß, wenn es darum geht, optionale Schwierigkeitsgrade einzubauen. Dies wird oftmals auf uns Gamer abgewälzt. Nur weil man beispielsweise in Pokémon (Exkurs zu Game Freak) auf verschiedene Items etc. verzichtet, handelt die KI nicht cleverer. Was mir fehlt, ist die steigende Raffinesse und erhöhter Druck unserer Widersacher. Es ist nicht Aufgabe der Spielerschaft, einen Schwierigkeitsgrad zu definieren, dafür gibt es Game-Designer. Natürlich kann man sich nebenbei verschiedene Bedingungen zusätzlich schaffen, doch allein durch Nutzung oder Nicht-Nutzung eine Herausforderung in seiner Essenz zu definieren, scheint mir absurd.

Zelda – Breath of the Wild 2 soll prägnanter sein

Was meine ich damit? Einen stärker in den Vordergrund gerückten Soundtrack. Erinnerungswürdigere Dungeons. Härtere Herausforderungen fernab von Zusatzinhalten oder schwierigen Höhlen etc. Mehr interessante Charaktere und Quests. Mehr Areale, die durch Details und Beschäftigung glänzen. Einen klarer definierten Antagonisten.
Zelda – Breath of the Wild 2 soll eine Kombination aus Alt und Neu sein. Zumindest für meinen Geschmack. Jeder von uns hat andere Ansprüche und Erwartungen und ich finde es völlig in Ordnung, wenn man meine Bedürfnisse und Wünsche nicht teilt. Doch sollten wir in Diskussionen fairer und gesitteter miteinander umgehen.

So beliebt wie der aktuelle Titel auch ist, wünsche ich mir für Zelda – Breath of the Wild 2 weniger gegensätzliche Lager. Es wird niemals ein Game geben, wo sich die Fans völlig einig sind. Doch gerade beim zuletzt vollzogenen Wandel scheinen doch nicht wenige Fans der Serie arge Kritik an einigen Design-Entscheidungen zu haben. Da ich mich persönlich dazuzähle, kann ich diese Fraktion gut verstehen. Auf der anderen Seite verstehe ich aber dennoch auch die Fans, die den aktuellen Ableger voll abfeiern. Ich kann es rational begreifen, eben aber nicht nachempfinden und ja, das ist ein Unterschied!

Ich bin sehr gespannt, ob man den Titel in der nächsten Nintendo Direct thematisiert!

Wenn ihr gerne eine positivere Meinung in künstlerischer Form genießen wollt, schaut euch folgenden Beitrag einmal an: The Legend of Zelda – Breath of the Wild Eintauchen in Hyrule

Taucht gerne auch noch mal in den düsteren Trailer zum Sequel ein:

Was haltet ihr von den Wünschen? Welche Aspekte gefallen euch an Zelda – Breath of the Wild und welche nicht? Was wünscht ihr euch für das Sequel? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Über Justin Aengenheyster 297 Artikel
Im Jahr 1992 erschien Mortal Kombat... und ich. Wir beide sind auf unsere Weise brutal. Ich für meinen Teil fahre brutal auf Videospiele ab und beschäftige mich gnadenlos mit verschiedenen Themen, um Gleichgesinnte zu informieren. Als treues Nintendokind befasse ich mich am liebsten auch mit Nintendospielen.

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