Meine bisherige Nintendo Switch-Reise – Part 3

Meine Switch und ich!
Da meine Erinnerung nun wohl völlig verstaubt ist, bezüglich meiner weiteren Chronologie an Games, die ich gezockt habe, schildere ich einfach, was 2018 so alles anstand.

Zwei Games, in die ich große Hoffnung gelegt hatte, haben mich maßlos enttäuscht. Die Rede ist von Mario Tennis Aces und Super Mario Party.

Mario Tennis Lameness

Der Mario Tennis-Ableger für die Nintendo Switch machte mich neugierig. Ich hatte zuvor nicht viel Erfahrung mit anderen Mario Tennis-Games gesammelt. Folglich erhoffte ich mir nach dem miesen Wii U-Titel einen spaßigen Arcade-Titel. Im Vorfeld informierte ich mich über die Charaktere und vor allem über sämtliche Mechaniken.
Ich spielte natürlich auch eifrig die zuvor von Nintendo bereitgestellte Demo.
Ein großer Downer stellte für mich der katastrophale Online-Modus dar. Die Kampagne ist recht kurz und simpel und hielt mich nicht lange bei der Stange. Als ich bei einem Rätsel im Buu Huu-Haus nicht weiterkam, verlor ich die Motivation.
Also setzte ich alles in den Online-Part. Obwohl ich selbst stets eine gute Verbindung aufweisen konnte, geriet ich oft an Gegner, die anscheinend katastrophales Internet hatten. Allerdings kann es nicht ausschließlich an anderen Mitspielern liegen, da Spiele wie ARMS, Mario Kart 8 Deluxe oder Pokémon Tekken ebenfalls sauber liefen.

Das Bild zeigt ein Werbebild zu Mario Tennis Aces auf der Nintendo Switch.
Spiel, Satz und Niederlage

Spaßkiller: Online-Modus

Zuvor bekommt man die Qualität der Verbindung angezeigt. Ein sinnloseres Feature könnte es in diesem Game nicht geben. Wie oft habe ich einer grünen Verbindung zugestimmt, nur um dann zu sehen, dass sie innerhalb von wenigen Sekunden auf den roten Status abrutscht und das Match unspielbar war.
Darüber hinaus gab es ein paar Charaktere, die viel besser waren als andere. Es gab also schlechtes Balancing. Bei einem Fighting Game wie Super Smash Bros. Ultimate, wo es viele Kämpfer mit komplett verschiedenen Angriffsmustern und Strategien gibt, ist das normal (wobei das Balancing dort sehr gut ist). Doch bei einem Tennisspiel mit wenigen Charakteren und nur drei Ausrichtungen empfand ich das als schwach und ärgerlich. Ich habe zudem die immerselben Charaktere im Turnierfinale gesehen.

Darüber hinaus gab es weitere seltsame Design-Entscheidungen. Zum Beispiel, dass man die Zeitintervalle nicht einstellen oder konkret das nicht Spielfeld auswählen konnte.
Mario Tennis Aces verschwand bei vielen Spielern wieder schnell in der Versenkung und das zurecht.

Das Bild zeigt eine Übersicht zur Demo vor Release von Mario Tennis Aces.
Eine Demo vorher anzubieten war allerdings cool

Mario Party im Mini-Format

Was habe ich gejubelt, als Nintendo Super Mario Party vorgestellt hat. Schon auf dem N64 feierte ich virtuelle Partys. Auf dem GameCube ging es dann weiter. Mein absoluter Favorit ist Mario Party 4. Es ist kein Geheimnis, dass das Entwicklerstudio Nd Cube Mario Party-Titel produzierte, die seit Teil neun auf der Wii nicht mehr wirklich überzeugen konnten. Teil zehn stand trotz guter Verkaufszahlen unter massiver Kritik, weil der enorme Glücksfaktor und das gemeinsame Reisen keinen Anklang fanden.
Die früheren Teile entwickelte das kompetentere Studio Hudson Soft.

Trotz der Bekanntgabe, dass Nd Cube auch für Super Mario Party auf der Nintendo Switch zuständig sein würde, stimmten mich die Bilder positiv.

Und was ist es geworden? Meine ausführliche Meinungen dazu könnte ihr gerne hier nachlesen. Es ist meine bisher größte Enttäuschung auf der Nintendo Switch.
Bretter zu klein und langweilig. Glücksfaktor gigantisch. Sterne sind inflationär durch geringe Kosten. Online-Modus und Raft-Abenteuer eine Katastrophe. Und vieles mehr. Dennoch hat sich das Game sehr gut verkauft, erhielt allerdings nie zusätzliche Inhalte.

Das Bild zeigt ein Werbebild zu Super Mario Party auf der Nintendo Switch.
Super ist diese Party ganz sicher nicht…

Eine Perle auf der Nintendo Switch

Als nächsten Titel mag ich Octopath Traveler thematisieren. Der Titel hatte mich und meine Freunde während einer Direct sofort angesprochen. Natürlich ist der besondere HD-2D-Look dafür verantwortlich gewesen. Während wir hier Pixelkunst bestaunen können, mischt Square Enix eine Tiefenebene ein. An sich ist das zudem Zeitpunkt nicht neu gewesen, doch hat sich Square Enix diesen Begriff global patentieren lassen.

Es ist ein wunderschöner Mix, der die Nostalgiker abholen und die Kinder der Moderne verzaubern soll. Denn die grafischen Effekte waren alles andere als altbacken.

Für Fans von rundenbasierten Kämpfen gab es also neues Futter. Eine weitere Besonderheit des Titels stellten ganze acht Protagonisten dar, welche jeweils eine vier Kapitel lange Geschichte durchlebten. Zu Anfang wählte man, mit wem die Reise starten sollte und suchte sich nach und nach alle Charaktere zusammen.
Im Kampf konnte man viele Kombinationsmöglichkeiten bei den Klassen ausprobieren. Erst wenn man geschickt vorging und alle Facetten des Systems nutzte, schritt man erfolgreich voran. Gerade der letzte Teil des Spiels verlangt einiges vom Spieler ab.

Ein wunderschöner, wenn auch leicht repetitiver Soundtrack rundete das tolle Gesamtpaket ab. Ich war richtig verliebt in dieses originelle Game.

Das Bild zeigt die acht Charaktere aus Octopath Traveler für die Nintendo Switch.
Einfach charmant…

Mein Lieblings-Affe auf der Switch

Donkey Kong Country: Tropical Freeze habe ich zusammen mit meiner damaligen Freundin im Neuzustand günstig auf einem Flohmarkt gekauft. Wir beide hatten nämlich schon länger vor, den Titel zu kaufen, eben aber erst dann, wenn er etwas günstiger ist.

Donkey Kong Country Returns hatte ich lediglich in einem Let’s Play von Domtendo verfolgt und Tropical Freeze niemals auf der Wii U gezockt, weil ich die Konsole nie besessen habe.

Retro Studios hat es einfach voll drauf. Hier ist jedes noch so kleine Element sauber platziert und eingeplant. Technisch läuft der 2D-Platformer absolut rund. Es macht Spaß, verschiedenen Kongs präzise durch die knackigen und toll gestalteten Level springen, rollen und fliegen zu lassen.

Auch der Schwierigkeitsgrad ist herrlich knackig. Tatsächlich hatte ich ein Glas zu Boden geworfen, woraufhin es in viele Einzelteile zerschellte. Der Kugelfisch-Boss hat mich zur Weißglut getrieben, weil ich oft ungenau an den Stacheln hängen geblieben bin, sodass aus eigentlich einem Treffer gerne auch mal zwei oder drei wurden. Die Steuerung unter Wasser lag mir auch nicht so ganz. Nach ein wenig Eingewöhnung und dem Beseitigen vieler Scherben klappte es dann irgendwann doch.

Insgesamt ein rundum gelungener Donky Kong-Platformer!

Das Bild zeigt das Cover zu Donkey Kong Country: Tropical Freeze.
Kleines Meisterwerk

Exot Joe Dever’s Lone Wolf

Habt ihr bereits ein interaktives Lese-Abenteuer auf eurer Switch gezockt? Nein? Dann schaut euch auf jeden Fall mal Joe Dever’s Lone Wolf an.

In diesem Titel lest ihr eine spannende Geschichte und habt an verschiedenen Punkten die Wahl, wie euer Abenteuer weiter verlaufen soll. Dabei haben eure Entscheidungen massive Auswirkungen darauf, ob ihr gewisse Situationen meistern könnt und in welche Kämpfe ihr verstrickt werdet.
Items und Waffen, die ihr findet, könnt ihr durch Materialien aufwerten. Da diese begrenzt sind, solltet ihr eure Wahl stets gut überlegt haben.
Zu Anfang spezialisiert ihr euch in verschiedenen Talenten und habt so im Laufe der Story verschiedene Lösungsansätze für unterschiedliche Situationen.

Kommt es in der Geschichte dann zu Auseinandersetzungen, spielt ihr selber in einem zeitbasierten Kampf. Ihr seht im Buch ein Bild, welches sich dann in eure Spielumgebung verwandelt. Auch Rätsel wollen auf diese Art und Weise gelöst werden. So kombiniert der Entwickler eine Geschichte zum Lesen, mit Entscheidungen und interaktivem Einschreiten in Form von Gameplay. Solch eine Kombination hatte ich bisher nicht gespielt und erlebt.
Der Schwierigkeitsgrad ist anpassbar, wobei man eine gute Herausforderung geboten bekommt.

Insgesamt eine sehr interessante Erfahrung!

Das Bild zeigt das Cover zu Joe Dever's Lone Wolf für die Nintendo Switch.
Eine sehr interessante Abwechslung

So, hier endet der dritte Part meiner bisherigen Nintendo Switch-Reise. Ich hoffe, ihr konntet einige interessante Eindrücke gewinnen und seid bei Part vier ebenfals wieder am Start!

Welche der Titel habt ihr gespielt? Seid ihr der gleichen Meinung oder habt ihr ganz andere Erfarhungen gemacht? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Über Justin Aengenheyster 290 Artikel
Im Jahr 1992 erschien Mortal Kombat... und ich. Wir beide sind auf unsere Weise brutal. Ich für meinen Teil fahre brutal auf Videospiele ab und beschäftige mich gnadenlos mit verschiedenen Themen, um Gleichgesinnte zu informieren. Als treues Nintendokind befasse ich mich am liebsten auch mit Nintendospielen.

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