The Touryst – Lust auf Urlaub? [Test]

The Touryst ist endlich erschienen. Nachdem ich auf der Gamescom einen kurzen Einblick in das Spiel erhaschen konnte, freute ich mich wie wahnsinnig auf das Spiel. Hält es, was es verspricht?

Die Story

The Touryst Quest alter Tourist
Der alte Touryst hat die Quest kurz und knapp zusammengefasst

Das Bild sagt eigentlich alles aus. Man kommt auf Touryst Island an und spricht den alten Touristen an, welcher von Geheimnissen spricht. Also erkundet ihr die Gegend, sammelt Münzen und löst das erste Rätsel, um in das Monument auf der Insel zu gelangen. Dies scheint Alien-Technologie zu enthalten. Habt ihr dieses Rätsel gelöst, erhaltet ihr vom alten Touristen die Aufgabe, vier Monumentenkerne zu finden. Und das ist, was ihr macht, wenn ihr nicht gerade mit allem Möglichen beschäftigt seid.

Das Gameplay

The Touryst ist im Grunde eine Anzahl normaler bis bockschwerer Minispiele, durchzogen von ein paar knackigen Plattform-Passagen, die mit den Monumenten zu tun haben. Und mit knackig meine ich ebenfalls bockschwer.

Die Arcade-Spiele in The Touryst sind keineswegs leicht
Im Arcade-Laden auf Leysure Island gibt es 3 schöne Arcade-Spiele. Keines davon ist leicht.

Mal müsst ihr eine Party zum Laufen bringen, mal einen Quadcopter fliegen oder einen Surf-Wettbewerb gewinnen. Diese gehören noch zu den einfachen Aufgaben. Andere, wie die zehn Level der Mine hinabzusteigen, können schon eine Menge Geduld von euch fordern. Auf Leysure Island sollt ihr außerdem die drei Highscores schlagen – viel Spaß dabei. Macht euch eine Kanne Kaffee, lasst euch in regelmäßigen Abständen etwas zu Essen durch eine Luke in der Tür durchschieben und schließt die Tür ab.

Die Aufgaben werden euch eingeblendet, wenn ihr sie erhaltet, ansonsten stehen sie übersichtlich im Menü, nach Insel sortiert.

Um in ein Monument zu gelangen, müsst ihr ein Rätsel lösen. Was für eines? Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Hilfe sucht ihr in dem Spiel vergebens. Der Fairness halber gebe ich euch jedoch einen guten Rat – spielt mit einem Controller, der über Vibration verfügt, sonst könnt ihr ein Rätsel buchstäblich nicht lösen.

Im Tempel gibt es jeweils eine Mechanik, die ihr die nächsten paar Räume nutzen müsst.

Die Atmosphäre

Was soll ich sagen? Entwickler Shin’en hat es geschafft, fast ohne irgendeinen Soundtrack eine tolle Urlaubsatmosphäre zu schaffen. Auf den Inseln gibt es üblicherweise keine Hintergrundmusik. Lediglich wenn ihr mal eines der zahlreichen Minispiele absolviert, poppen eingängige Lieder auf.

Entspannung darf bei The Touryst natürlich nicht fehlen.
Eine kurze Entspannung muss sein

Die Minispiele reihen sich prima in die Urlaubsatmosphäre ein. Klimmzüge, Fußball, Kanu fahren, es passt einfach alles. Mehr als einmal fühlte ich mich aber auch versucht, mich einfach auf eine Liege, eine Bank oder ähnliches zu legen und kurz die Kamera langsam drehen zu lassen, um die Aussicht zu genießen.

Die Technik

The Touryst läuft absolut ruckelfrei. Die Voxel-Grafik ist quietschbunt und passt perfekt zur Welt und der simplen Natur des Spiels.

Simpel, aber detailliert

Der Trick der Entwickler ist einfach, Voxel in diversen Größen zu verwenden, um viele kleine Details einzubauen, wie kleine Steinchen, Wasserspritzer auf der Kamera, oder auch die Tropfen aus der Dusche. Es sieht aus, als kämen Eiswürfel aus dem Duschkopf, aber das trägt einfach zum Charme der Welt bei. Diese Art der grafischen Darstellung ist äußerst Ressourcen sparend. Hinzu kommt, dass die Inseln jeweils ziemlich klein sind. Das finde ich persönlich ziemlich schade. Gleichzeitig sorgt es aber dafür, dass es buchstäblich nie mehr als 3 Sekunden Ladezeiten gibt.

Die Steuerung

Der einzige Punkt, über den ich mich wirklich aufregen kann, ist die Steuerung. Die Tastenbelegung ist in Ordnung, aber die Bewegung des Charakters in eine bestimmte Richtung ist zu schwammig. Man kann sich nicht drehen, ohne einen kleinen Wendekreis zu laufen. Dieser sonst eher unbedeutende Umstand macht ein paar der Aufgaben, die Präzision und Schnelligkeit erfordern zu einem puren Glücksspiel. Das geht sogar soweit, dass ich für einen Raum 45 Minuten am Stück gebraucht habe. Es war nur G L Ü C K, dass ich nicht noch länger gebraucht habe. Wenn ihr das Spiel spielt, werdet ihr relativ schnell erkennen können, welchen Raum ich meine. Fortuna sei mit euch, meine Freunde.

Fazit

Pros

  • Wunderhübsche Voxel-Grafik
  • Tolle Urlaubsatmosphäre
  • Fordernde Minispiele

Cons

  • Mit rund 10-12 Stunden Spielzeit relativ kurz
  • Die Steuerung macht manche Passagen schwerer als nötig

The Touryst ist ein tolles Spiel. Ich habe wirklich kaum etwas auszusetzen, außer die Steuerung, die an Stellen, an denen Präzision gefragt ist, einfach nur nervt.

An diesen Stellen fühlt sich der Urlaub plötzlich nach Arbeit an. Das stört das Gesamtbild zum Glück nur wenig. Wer ein kurzweiliges Spiel sucht, wird hier auf jeden Fall glücklich. Also, ab in den Urlaub mit euch.

Das Testmuster wurde uns von Shin’en Multimedia zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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Über Roger Hogh 52 Artikel
Baujahr 1987, begann bereits als Zwerg mit einem Sega Master System II zu zocken, der einzigen Nicht-Nintendo-Konsole, die er je besessen hat. Begeisterter Fan von guten Metroidvanias und The Legend of Zelda. Überwiegend Einzelspieler, aber man findet ihn gerne mal bei einer Runde Smash Bros, natürlich als Link.

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