PixelJunk Monsters 2 [Test]

Kaum zu glauben, aber das ist mittlerweile eines meiner absoluten Lieblingsspiele, auch wenn es damals eher ein Spontankauf war. An manchen Tagen kann ich garnicht mehr aufhören, es zu zocken.

Ich bin im Nintendo eShop darüber gestolpert, es kostete nur 24,99€ und beinhaltet sowohl die Möglichkeit, zu zweit zu spielen, wie auch zusätzliche Inhalte herunterzuladen.

Bei PixelJunk Monsters 2 handelt es sich um ein mehr oder weniger klassisches Tower-Defense-Spiel. Genremäßig ist es also bei den Strategiespielen einzuordnen.

Man schlüpft in die Rolle des Beschützers Tikiman, dessen Wald von bösen Monstern heimgesucht wird. Tikiman ist in der Lage, aus Bäumen Türme zu machen, mit deren Hilfe er dann die Monster besiegen kann. Das alles tut er, um die 20 Chibis in seinem Haus zu beschützen.

Zum Grundaufbau

Zuerst dachte ich, dass es sich um ein kurzes Abenteuer in Tikiman‘s Welt handeln wird. Ich kenne den Vorgänger Pixel Junk Monsters auch nicht, aber damit lag ich weit daneben. Mittlerweile bin ich bei etwa 50 Stunden Spielspaß und habe bei weitem noch nicht alles geschafft.

Das Spiel ist in fünf Welten unterteilt, zudem können zwei weitere gegen ein erneutes Aufgeld heruntergeladen werden. Jede Welt befasst sich gestalterisch mit einem Thema, unter anderem Laubwald, Wüste oder Strand und unterteilt sich in drei Level.

Jedes Level kann in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden gespielt werden: Fun, Tricky und Mayhem (Spaß, Knifflig und Chaos), wobei Mayhem erst nach perfektem Durchspielen aller Welten auf Fun und Tricky freigeschaltet wird.

Zwar verfolgen alle Level einer Welt dasselbe Designthema, dennoch unterscheiden sie sich im Grundaufbau voneinander. In jedem Level ist die Wegführung anders, zudem sitzen die Bäume, Palmen und Kakteen an anderen Stellen. Da alle Wege schlussendlich nach Rom führen landet man, egal welchen Weg man geht, immer beim Haus von Tikiman und seinen 20 Chibis.

Ziel jeden Levels ist es, die wellenartigen Angriffe der Monster zu überleben und so viele Chibis wie möglich ins Ziel zu bringen. Als Belohnung erhält man Antike Münzen, mit welchen Masken und Schilde erworben werden können. Schließt man ein Level mit allen 20 Chibis ab, bekommt man einen Regenbogen. Diese benötigt man um weitere Welten freizuschalten und für den Schwierigkeitsgrad Mayhem.

Wie wird gespielt

Zu Beginn jeden Levels hat Tikiman eine gewisse Menge an Geld und Juwelen zur Verfügung. Mit deren Hilfe kann er Bäume in Tower umwandeln und baut somit eine Verteidigung gegen die Monster auf.

Prinzipiell gibt es drei Arten von Türmen:

  1. Türme, welche gegen Bodenmonster vorgehen
  2. Türme, welche gegen geflügelte Monster vorgehen
  3. Türme, welche gegen beide Arten Monster geeignet sind.

Jeder Typ von Turm hat seine Vor- und Nachteile. Ich habe am Anfang immer den Fehler gemacht und habe nur Boden- oder nur Lufttürme gebaut, da die Türme, die gegen beide Typen von Monstern vorgehen, etwas schwächer und auch langsamer sind. Dennoch haben sie gerade als Wachen vor Tikimans Haus den Vorteil, dass jedes Monster Schaden nimmt. Das Geheimnis ist im Endeffekt die richtige Mischung von allen drei Turmarten. Man will ja schließlich mit allen 20 Chibis überleben.

Zu Beginn des Levels wird einmal der Weg gezeigt, den die Monster durch den Wald nehmen, dennoch kann man sich darauf nicht immer zu 100% verlassen. Es war schon ein Schock, als ich alles für die nächste Welle an Monstern perfekt vorbereitet hatte und plötzlich steht da „Nehmen sie einen anderen Weg?“. Ich habe mir nur gedacht: „Ist das euer fucking Ernst?“

Gerade in den hinteren Welten ist der am Anfang gezeigte Weg nur eine Art Anhaltspunkt, wie der Feind schlussendlich beim Dorf landen wird.

Die Nummer der Monsterwellen und der Typ Monster, der als nächstes kommt, wird immer in der oberen Mitte des Bildschirms angezeigt, zudem gibt es eine Benachrichtigung, wenn die nächste Welle startet. Aus wie vielen Wellen ein Level besteht, ist individuell. Am Anfang sind es um die fünf, gegen Ende sind es teilweise über 20.

Es ist schon zermürbend. Bei vielen Monsterangriffen dauert ein Level 30 Minuten oder noch länger. Da ist es richtig ärgerlich, wenn in der vorletzten Welle ein Monster durchkommt und man nochmal von Neuem starten kann, weil man gerade dabei ist, den Regenbogen freizuschalten.

Die Zusatzmodi

Im Spiel ist ein Zweispieler-Modus implementiert. Ich muss zugeben, dass ich ihn bis jetzt erst ein einziges Mal getestet habe, aber er ist ganz nett gemacht. Tikiman bekommt Unterstützung durch einen Artgenossen, beide werden lokal jeweils mit einem Joy-Con gesteuert.

Man bewegt sich dann zu zweit in den Leveln, teilt sich das Geld und die Juwelen. Wenn man zum Beispiel merkt, dass es brenzlich wird, kann einer noch Türme bauen, während der andere Bäume nach Geld absucht oder Früchte im Laden kauft.

Was mich an diesem Modus stört, ist, wie so oft leider, die Kamera. Selbst wenn man es am Fernseher spielt, findet man sich teilweise nicht mehr, weil es soweit raus gezoomt ist und läuft dann unbeabsichtigt in die Gegner oder fällt irgendwo herunter. Nachteil: Dabei verliert man leider Geld.

Des Weiteren besitzt das Spiel die Möglichkeit, online mit- oder gegeneinander zu spielen.

Für das Abschließen eines Levels erhält man Punkte, diese werden dann in einem weltweiten Ranking miteinander verglichen. Man bekommt dardurch nichts Besonderes geschenkt oder schaltet Zusatzmaterial frei, aber es ist schon ganz gut fürs Ego, wenn man unter den Top 10 ist.

Individualisierungs-Möglichkeiten

Mit der Hilfe von antiken Münzen, welche man für den Abschluss von Leveln erhält, kann man im Maskenshop auf der Overworld Masken und Schilder erwerben. Diese sollen eine abschreckende Wirkung auf die Monster haben.

Ich persönlich muss sagen, dass ich etwas enttäuscht war von diesem Shop. Prinzipiell ist es ja eine gute Idee, sowas einzubauen, manche sind auch schön anzusehen und niedlich, vor allem da nicht alle Masken bedrohlich sind, aber sie haben eigentlich keine Funktion.

Man erhält weder mehr Geld noch zusätzliche Diamanten zu Beginn des Levels, es ist einfach nur ein rein optisches Goodie.

Fazit

Pros

  • Vielfältige Level
  • Anspruchsvoller Schwierigkeitsgerad
  • Günstig
  • Schöne Grafik

Cons

  • Ungeeignet für Kinder
  • Teilweise sehr lange Level (>30min)
  • Masken und Schilder haben keine Funktion

Trotz ein paar kleinerer Mängel hat mich das Spiel einfach erreicht.

Egal wie viele Level ich spiele, ich entdecke immer etwas neues, bemerke neue Fähigkeiten oder finde eine neue, deutlich bessere Strategie.

Auch wenn das Spiel ohne zusätzliche Inhalte nur 15 Level bietet, kann man doch mit 40-50 Stunden Spielspaß rechnen, ohne alles doppelt und dreimal gespielt zu haben. Interessant finde ich ebenfalls, dass durch das unterschiedliche Design der Welten nicht das Gefühl von Monotonie entsteht.

Es gibt eben nicht nur Laubbäume die Tikiman umbauen kann, sondern auch Kakteen in der Wüstenwelt, Palmen in der Strandwelt oder verdorrte Bäume in der Vulkanwelt. Ein nettes Detail ist, dass in der Schneewelt ein Weihnachtsbaum mit Stern auf der Spitze und Geschenken steht.
Den Kauf kann man auf jeden Fall empfehlen.

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Über Caren Koch 16 Artikel
Geboren im Jahre 1997 bin ich wirklich froh darüber, mich noch ein echtes 90er-Unikat nennen zu können. Geboren und aufgewachsen bin ich im Saarland, wohne und arbeite auch immer noch hier. In meinem Job als chemisch technischer Assistent habe ich sehr viel mit Zahlen und Rechnen zu tun, das Zocken ist daher ein nette Abwechslung für mich. Meine erste Konsole war eine NES. Ich besitze auch heute noch eine und liebe sie abgöttisch. Neben der NES habe ich noch zwei Nintendo 3DS-Systeme und natürlich eine Nintendo Switch. Meistens Spiele ich Jump`n`Run und Strategiespiele, bin aber allem gegenüber offen. Was ich nicht so mag sind Horror- und Actionspiele, wobei es auch hier natürlich Ausnahmen gibt. Auf der Switch ist mein aktuelles Lieblingsspiel Monsters 2, wobei ich auch für eine Partie Overcooked 2 mit meiner Schwester immer zu haben bin.

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