Pilot Sports [Test]

Zuerst einmal der übliche Disclaimer: Die „Nintendo Switch Gruppe Germany“ bei Facebook hat vom Entwickler Z-Software einen Code für das Spiel bekommen, um im Austausch etwas Werbung dafür zu machen (ihr habt das Banner am Wochenende gesehen). Ein Test war keine Bedingung, aber wenn wir schon den Code haben, warum nicht machen? Das hier ist also eigentlich eine unbezahlte Werbung – andererseits… lest euch den Test einfach durch.

Fangen wir mit der Story an

Es ist ein Partyspiel. Es gibt keine Story. Es gibt auch kein Tutorial. Eigentlich gibt es nur ein Menü, bei dem ihr aussucht, welche Karte ihr spielen wollt. Die müsst ihr freischalten, indem ihr Goldmedaillen gewinnt. Viel Glück dabei.

Dieses wunderhübsche Menü zeigt euch die Aufgaben des ersten Levels der Reihe absolut übersichtlich und leicht verständlich auf

Ihr wählt einen Charakter aus einer großen Ansammlung Figuren aus. Keine Sorge, ihr werdet nicht mit überflüssigen Details wie unterschiedlichen Werten oder Fähigkeiten abgelenkt. Es soll ja ums reine Fliegen gehen bei dem Spiel.

Ich hab mich für Punkbert entschieden. Seine anarchistische Einstellung hat mir geholfen, gezielt allen Ringen im Spiel auszuweichen

Hat man sich erst einmal für einen Piloten entschieden, beginnt man auch schon das Spiel. Vor jedem (!) neuen Level müsst ihr erneut auswählen, womit ihr gerade steuert, nicht, dass ihr plötzlich im Handheldmodus den Pro Controller aktiviert habt oder anderen Schabernack treibt.

Der Herr der Lüfte

Und schon geht es ab. Ihr absolviert nacheinander eine Reihe unterschiedlicher Aufgaben über einer Karibikinsel. Mal müsst ihr mit eurem Flugzeug so schnell wie möglich durch Ringe fliegen, mal mit einem Jetpack so schnell wie möglich durch Ringe fliegen oder zur Abwechslung auch mit einem Paraglider so schnell wie möglich durch Ringe fliegen, ohne abzustürzen. Ganz so eintönig ist es natürlich nicht, ab und an müsst ihr auch Diamanten einsammeln, während ihr durch Ringe fliegt oder auf Plattformen landen, ohne durch Ringe zu fliegen.

Punkbert ist so Anti, er trotzt sogar der Schwerkraft
Folgt den Ringen und nehmt die gut sichtbaren Aufwinde mit, um keine Bruchlandung hinzulegen
Unten links ist die Schubanzeige. Den Schub könnt ihr mit den Schulterasten steuern

Fliegen will gelernt sein

Die Steuerung funktioniert einwandfrei. Das ich mit dem Flugzeug hoffnungslos übersteuert habe, liegt eher an meiner generellen Unfähigkeit gegenüber Flugpassagen aller Art, als am Spiel. Mit dem Jetpack und dem Paraglider hatte ich überhaupt keine Probleme. Ziel ist, jede Aufgabe so schnell und präzise wie möglich zu absolvieren, um dadurch eine Goldmedaille zu ergattern. Leider verrät euch das Spiel nie, wie schnell oder präzise ihr dafür genau sein müsst. Wenn ihr keine Goldmedaille erhalten habt, wart ihr also offenbar einfach zu schlecht.

Punkbert hält nichts von Medaillen, nimmt sie aber trotzdem gerne entgegen

Gerade bei Flugzeugmissionen müsst ihr eigentlich einen absolut perfekten Flug hinlegen, um die Goldmedaille zu erhalten. Da heißt es, üben, üben, üben… oder einfach eine der anderen Aktionen durchführen und hoffen, dass ihr damit die benötigte Anzahl Goldmedaillen fürs nächste Level erhaltet.

Fazit

Pros:

  • Der Soundtrack ist vernünftig
  • Die Steuerung ist präzise
  • Es läuft ruckelfrei

Cons:

  • Die Grafik
  • Kaum Abwechslung
  • Der Schwierigkeitsgrad

Dieses Spiel ist halbgar. Ich habe inzwischen mitgeschnitten, dass es im Trend ist, Partyspiele hässlich zu machen, aber das ist ein Trend, der mir absolut nicht zusagt. Auch wenn jemand Mühe in dieses Spiel gesteckt hat, aber die Grafik ist in meinen Augen einfach scheußlich. Die Ideen sind allesamt nicht schlecht. Die einzelnen Spiele machen kurzzeitig Spaß, besonders mit dem Jetpack fliegen fand ich interessant. Aber mir fehlt in diesem Spiel eine gewisse Liebe zum Detail. Hübschere, vernünftigere Menüs, eine Anzeige, welche Zeiten man unterbieten muss, um die Goldmedaille zu erreichen, ein vernünftiges Charakterdesign und eventuell noch ein paar mehr Soundeffekte als das „Pling“ der durchflogenen Ringe und dem ewig gleichen „BRRR“ oder „PFFF“ der Flugmaschinen hätten hier einige Punkte mehr eingeflogen.

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Über Roger Hogh 52 Artikel
Baujahr 1987, begann bereits als Zwerg mit einem Sega Master System II zu zocken, der einzigen Nicht-Nintendo-Konsole, die er je besessen hat. Begeisterter Fan von guten Metroidvanias und The Legend of Zelda. Überwiegend Einzelspieler, aber man findet ihn gerne mal bei einer Runde Smash Bros, natürlich als Link.

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