12 is better than 6 – Wozu brauchst Du das Geld, Gringo? [Test]

Das Indie-Entwicklerteam von Ink Stains Games hat mir freundlicherweise einen Review-Code zu diesem Knaller zur Verfügung gestellt. Mit rauchendem Colt habe ich mich also auf die Jagd nach Gringos gemacht.

Ob das so spaßig ist, wie es klingt, erfahrt ihr hier:

[UNBEZAHLTE WERBUNG]

Der Wilde Westen. Ein Mann. Allein auf einer Mission…

Die Story ist herrlich simpel gehalten. Ihr seid der Mexikaner. Ihr wacht mit Kopfschmerzen und ohne Gedächtnis in einem Arbeitslager auf. Einer der Häftlinge, Juan, erklärt euch auf simple Weise, was hier vor sich geht – dann wird er einen Kopf kürzer gemacht. Ihr rächt euch am Vorarbeiter und das ist auch schon das Ende des Tutorials.

Das Spiel spart sich sogar den Titel im Spiel. Das ist buchstäblich der erste Bildschirm

Fortan seid ihr auf der Flucht. Ihr helft einem Gefangenen, indem ihr ihn aus seiner Zelle befreit, folgt ihm in seinen geheimen Unterschlupf und werdet so von einem Auftrag zum nächsten geschickt. Zwischendurch erfahrt ihr ein wenig mehr über eure Vergangenheit.

Ab und zu erzählt eine bildreiche Zwischensequenz die Story weiter

Hardline Texas

Ihr spielt einen Top-Down-Shooter. Ihr habt Inventarplatz für eine Schusswaffe, ein Messer und ein paar Stangen Dynamit. Ihr müsst manuell nachladen, manuell den Hahn ziehen und natürlich manuell abdrücken. Mit ZL könnt ihr direkt auf den Gegner zielen, was auch dringend notwendig ist. Das Spiel schenkt euch nichts.

Och Jungs, ihr habt die ganze Farbe verschüttet. Ihr solltet den ZAUN streichen!

Der Artstyle ist fantastisch. Alles ist handgezeichnet, Blut ist der einzige Farbklecks. Leider ist manchmal nicht ganz ersichtlich, über welche Gegenstände man einfach hinweglaufen kann und welche im Weg stehen. 
Getötete Gegner lassen ihre Waffe und vereinzelt Geldsäcke fallen. Ihr könnt immer eure Waffe gegen die des Feindes tauschen oder die Munition manuell für eure aufsammeln.
Jede Waffe spielt sich etwas unterschiedlich. Der Colt hat Platz für sechs Kugeln und schießt am schnellsten, braucht aber manchmal zwei Treffer. Das Gewehr ist da schon besser. Die Schrotflinte hat nur Platz für zwei Patronen, kann dafür aber auch einen Gegnerhaufen auf einmal zerlegen. Sofern der Gegner euch nicht entdeckt hat, könnt ihr euch auch einfach anschleichen und ihn mit dem Messer meucheln. In manchen Gegenden ist das die beste Option, um zu verhindern, plätzlich von mehreren Seiten angegriffen zu werden, weil jemand Schüsse gehört hat.

Ihr findet unterschiedliche Hüte im Verlauf des Spiels und könnt ein paar Fähigkeiten freischalten

Zieh deinen Colt, Gringo!

Diese Spiel ist auf das Wesentliche reduziert. Keine komplizierten Menüs, keine riesigen Skilltrees, Waffenverbesserungen, Upgrades, Boni oder sonstiger Schnickschnack. Ihr zieht von Bereich zu Bereich und versucht zu Überleben, meist mit Waffengewalt. Die fünf Upgrades, die man kaufen kann, stören das Spiel nicht weiter. Man kann dann doppelt so viel Munition tragen oder Dynamit an Ratten befestigen, damit diese dann in die Gegner rennen. Da der ganze Ton des Spiels aber recht locker ist, macht das durchaus Sinn.

Diese Karte zeigt euch an, wo der Schauplatz des nächsten Kapitels liegt. 

Fazit

Pros:

  • Toller, handgezeichneter Artstyle
  • Schmissiger Soundtrack
  • Echtes Wild-West-Feeling

Cons:

  • Keine Anzeige für die Anzahl an Dynamitstangen, die man noch hat
  • Munition aufsammeln klappt manchmal nicht
  • Die deutsche Übersetzung hat ein paar kleine Fehler

Viel gibt es zu dem Spiel wirklich nicht zu sagen. Wem der Stil zusagt und gerne im Wilden Westen Gringos erschießen will, sollte hier definitiv zuschlagen. Es läuft flüssig, hat nur ein einziges Mal in einem Level einen Gegner nicht gespawnt oder ich bin irgendwo hängengeblieben. Kurz neu laden und dann funktioniert es. Wer kurzweilige Action-Shooter mag und auch mal „kleine Runden zwischendurch“ spielen möchte, sollte hier zugreifen.

Instagram
Anmeldung zum Newsletter
RSS
Über Roger Hogh 52 Artikel
Baujahr 1987, begann bereits als Zwerg mit einem Sega Master System II zu zocken, der einzigen Nicht-Nintendo-Konsole, die er je besessen hat. Begeisterter Fan von guten Metroidvanias und The Legend of Zelda. Überwiegend Einzelspieler, aber man findet ihn gerne mal bei einer Runde Smash Bros, natürlich als Link.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*