Außergewöhnliche Entwicklungen in Pokémon Schwert und Schild

Für alle Fans des Taschenmonster-Universums ist am 15. November 2019 ein Traum wahr geworden. Endlich ist ein richtiges Pokémon-Spiel auf der Nintendo Switch erschienen. Auch wenn Pokémon Schwert und Schild bereits vor seinem Release heiß diskutiert wurde, hat es aktuell mit durchschnittlich 8 von 10 Punkten trotz allem eine gute Bewertung erhalten.

Viele Fragen zu dem neuen Spiel sind natürlich noch offen, besonders auch in Hinsicht auf die Entwicklungen der neuen Pokémon. Heute nehmen wir uns mal sieben außergewöhnliche Entwicklungen vor, die es in dieser Form noch nie zuvor gab.

Die meisten von euch kennen sicherlich Evoli. Evoli ist bekannt für seine vielen verschiedenen Weiterentwicklungen – mittlerweile sind es insgesamt acht Stück. Manche lassen sich einfach hervorrufen wie durch die Verwendung eines Steines, andere sind deutlich komplizierter, wie zum Beispiel durch ein Level-Up an einer bestimmten Stelle zu einer gewissen Tageszeit.

In Pokémon Schwert und Schild hat man Weiterentwicklungen entworfen, die auf dieser Idee aufbauen. Keine Sorge, Evoli hat keine weitere Entwicklung bekommen – was irgendwie gut und gleichzeitig auch schade ist –, dafür hat man sich aber alle möglichen neuen Gemeinheiten einfallen lassen.

Galar-Porenta

Der heimliche Ritter Lauchzelot trägt sein Lauch-Schwert zur Show
Der heimliche Ritter Lauchzelot trägt sein Lauch-Schwert zur Show

Meine Liste beginnt mit Galar-Porenta. Porenta, eigentlich ein Pokémon der ersten Generation, hat endlich eine Weiterentwicklung bekommen. Gelingt es ihm, in ein- und demselben Kampf drei Volltreffer zu landen, entwickelt es sich (vermutlich vor lauter Freude) weiter zu Lauchzelot.

Galar-Makabaja

Auf Platz zwei dieser Liste hat es Galar-Makabaja geschafft. Makabaja trat erstmals in der fünften Generation auf und hatte dort bereits eine Weiterentwicklung. Das Sarkophag-Pokémon Echnatoll hat es aber nicht mit nach Galar geschafft. Stattdessen entwickelt sich Galar-Makabaja zu einem Pokémon namens Oghnatoll, dessen Design ich schwer in Worte fassen kann:

Das abstrakte Pokémon Oghnatoll
Das abstrakte Pokémon Oghnatoll

An dieser Stelle ist einmal zu erwähnen, dass es so etwas in keiner der anderen sieben Generationen gab. Normalerweise behält ein Pokémon seine Entwicklung in jeder Generation bei, auch wenn sich das Design leicht verändert. Das eine Entwicklung gestrichen und durch eine neue ersetzt wird ist sehr ungewöhnlich.

Zum Entwickeln muss sich Galar-Makabaja mit mindestens 49 Punkten Schaden zur Steinskulptur im Sandturmkessel in der Naturzone begeben. Eins, zwei und… schwupp! Makabaja entwickelt sich zu Oghnatoll. Zugegebenermaßen wäre sicherlich kein normaler Gamer jemals von alleine auf diese Idee gekommen. Wenn überhaupt wäre die Entwicklung purer Zufall gewesen.

Knapfel

Nummer drei auf meiner Liste ist Knapfel. Knapfel ist ein Apfel, nicht mehr und auch nicht weniger. Ich habe mich gefragt, ob die schwarzen Punkte auf den oberen Blättern seine Augen sein sollen.

Knapfel hat zwei unterschiedliche Weiterentwicklungen. Es entwickelt sich in Drapfel durch Verwendung des Items „saurer Apfel“ oder in Schlapfel durch die Verwendung des Items „süßer Apfel“.

Ein knackiger, roter Apfel darf in Pokémon Schwert und Schild nicht fehlen
Ein knackiger roter Apfel

Zur Vervollständigung des Pokédex ist es allerdings zwingend notwendig zu tauschen. Das Item „saurer Apfel“ kommt nur in Pokémon Schwert vor, das Item „süßer Apfel“ existiert nur in Pokémon Schild.

Bei den Entwicklungen dieser Pokémon ist allerdings ein wenig traurig, dass die Dynamax-Formen von Drapfel und Schlapfel gleich aussehen. Man erwartet ja nicht wirklich viel, aber hier hätte dann doch etwas mehr Zeit in unterschiedliche Designs investiert werden können.

Die Gigadynamax-Formen von Drapfel und Schlapfel sind identisch
Die Gigadynamax-Formen von Drapfel und Schlapfel sind identisch

Toxel

An vierter Stelle treffen wir auf das neue Pokémon Toxel. Toxel hat Ähnlichkeiten mit einem Hund oder einer Katze. Okay, vielleicht eher mit einem Alien-Hund oder einer Alien-Katze. Ich mag besonders gerne seinen sternförmigen Kopf.

Toxel erinnert ein wenig an einen Hund gemischt mit einem Bären. Es ist hat seinen ersten Auftritt in Pokémon Schwert und Schild
Toxel erinnert ein wenig an einen Hund gemischt mit einem Bären.

Toxel entwickelt sich durch Levelaufstieg mit Level 30 automatisch. Seine Weiterentwicklung heißt Riffex. Von Riffex gibt es allerdings zwei unterschiedliche Formen, die Hochform und die Tiefform. Welche Form Toxel bei der Entwicklung annimmt, hängt von seinem Wesen ab.

Besitzt Toxel das Wesen solo, kühn, locker, scheu, ernst, mäßig, mild, ruhig, zaghaft, still, zart oder sacht entwickelt es sich zu Riffex (Hochform). Besitzt es ein anderes Wesen entwickelt es sich zu Riffex (Tiefform). Viel Unterschied gibt es dabei im Design allerdings nicht, die Hochform hat eine gelbe Vorderseite, in der Tiefform ist sie blau. Im Gegensatz zu seiner Vorentwicklung trägt es keinen bitterbösen Blick mehr zur Schau, sondern hat viel mehr etwas Arrogantes an sich.

Riffex in seiner Hochform. In der Tiefform ist seine Vorderseite blau.
Riffex in seiner Hochform. In der Tiefform ist seine Vorderseite blau.

Fun Fact am Rande: Diese Idee haben die Entwickler vermutlich von Formeo abgeschaut. Formeo besitzt zwar keine Weiterentwicklung, dennoch nimmt er je nach Wetter eine andere Erscheinungsform an. Ebenfalls bekannt dürfte dieses Phänomen auch bei Deoxys sein.

Klopptopus

Kommen wir nun zu Nummer fünf. Dieses scheint aus den Tiefen der Meere zu kommen und erinnert von der Erscheinung her an einen Oktopus. Sein deutscher Name (Klopptopus) ist auch an diesen angelehnt. Klopptopus entwickelt sich durch Levelaufstieg zu Kaocto nur dann, wenn er parallel die Attacke Verhöhner beherrscht. Ironischerweise ist er vom Typ Kampf und nicht – wie man erwarten würde – vom Typ Wasser.

Kaocto erinnert sowohl durch seine vielen Arme wie auch durch seine blaue Färbung an einen Tiefseegiganten.
Kaocto erinnert sowohl durch seine vielen Arme wie auch durch seine blaue Färbung an einen Tiefseegiganten.

Fatalitee

Platz Nummer sechs ließ mich direkt an „Die Schöne und das Biest“ denken. Der kleine Tassilo und seine Mama Madame Pottine haben es allem Anschein nach ins Pokémon-Universum geschafft. Fatalitee entwickelt sich durch die Anwendung des Items „Rissige Kanne“ zu Mortipot.

Pokémon Schwert und Schild Fatalitee
Die Madame Pottine des Pokémon-Universums ist besessen von einem Geist. Vielleicht ist das aber auch die Moderne Behausung eines Dschinns. Immer nur in einer Wunderlampe zu leben wird sicher irgendwann langweilig.

Hokumil

Zum Schluss beschäftigt uns das Pokémon Hokumil. Das erste Pokémon aus reiner Sahne besitzt zwar nur eine Weiterentwicklung, diese hat es jedoch in sich. Unter dem Namen Pokusan kann dieses Pokémon acht verschiedene Erscheinungsformen annehmen, je nachdem zu welcher Tageszeit das Item „Zucker“ auf Hokumil angewendet wird.

Pokusan, Geschmacksrichtung Vanille-Creme. Sie sieht genauso süß aus, wie sie vermutlich schmeckt.
Pokusan, Geschmacksrichtung Vanille-Creme. Sie sieht genauso süß aus, wie sie vermutlich schmeckt.

Neben der Tageszeit spielt auch noch die Schnelligkeit und die Drehrichtung des Control-Sticks eine wichtige Rolle. So entstehen dann schlussendlich acht verschiedene Geschmacksrichtungen von Pokusan: Vanille-Creme, Ruby-Creme, Karamell-Mix, Ruby-Mix, Matcha-Creme, Salz-Creme, Zitronen-Creme und zu guter Letzt Minz-Creme.

Alle Geschmacksrichtungen der Weiterentwicklung auf einen Blick
Alle Geschmacksrichtungen der Weiterentwicklung auf einen Blick

So, damit bin ich am Ende meiner außergewöhnlichen Entwicklungen angekommen. Natürlich gibt es über Pokémon Schwert und Schild noch viel mehr zu erzählen, aber für heute müsst ihr euch damit zufrieden geben.

Was sagt ihr zu diesen außergewöhnlichen Weiterentwicklungen? Besitzt ihr eines der im Artikel genannten Pokémon? Lasst uns gerne eure Erfahrungen in den Kommentaren da.

Quelle: Bisafans

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Über Caren Koch 16 Artikel
Geboren im Jahre 1997 bin ich wirklich froh darüber, mich noch ein echtes 90er-Unikat nennen zu können. Geboren und aufgewachsen bin ich im Saarland, wohne und arbeite auch immer noch hier. In meinem Job als chemisch technischer Assistent habe ich sehr viel mit Zahlen und Rechnen zu tun, das Zocken ist daher ein nette Abwechslung für mich. Meine erste Konsole war eine NES. Ich besitze auch heute noch eine und liebe sie abgöttisch. Neben der NES habe ich noch zwei Nintendo 3DS-Systeme und natürlich eine Nintendo Switch. Meistens Spiele ich Jump`n`Run und Strategiespiele, bin aber allem gegenüber offen. Was ich nicht so mag sind Horror- und Actionspiele, wobei es auch hier natürlich Ausnahmen gibt. Auf der Switch ist mein aktuelles Lieblingsspiel Monsters 2, wobei ich auch für eine Partie Overcooked 2 mit meiner Schwester immer zu haben bin.

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